Roland Garros Wetten 2026: Anbieter, Märkte und was die Quote wirklich sagt
Stand: 19. Oktober 2026 · geprüft gegen die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL), Stand 2. Oktober 2026.
Die French Open 2026 sind gespielt. Zwischen dem 24. Mai und dem 7. Juni 2026 wurde auf dem Sand im Stade Roland Garros im 16. Arrondissement von Paris aufgeschlagen, das Herreneinzel entschied Alexander Zverev im Finale gegen Flavio Cobolli für sich, das Dameneinzel Mirra Andrejewa gegen die Qualifikantin Maja Chwalińska. Wer in Deutschland auf diese Partien gewettet hat, hat das auf einem Rechtsboden getan, der sich in den letzten Jahren deutlich verhärtet hat: erlaubt ist nur, was die GGL auf ihrer Whitelist führt, und wer dort nicht steht, bietet unerlaubtes Glücksspiel an. Was eine Wette auf die nächste Auflage der French Open konkret bedeutet — welche Anbieter infrage kommen, welche Märkte es gibt, wie sich Quote und Marge zueinander verhalten und wo die Stolpersteine liegen — das steht im Folgenden.

Die Seite ist Analyse, keine Tipps. Niemand weiß, wer das nächste Turnier gewinnt, und wer nach einer „sicheren“ Wette auf den Gesamtsieger sucht, zahlt am Ende Marge auf einen Namen, den er nicht kennt. Was sich rechnen lässt, ist der Preis, den ein Anbieter für ein Ereignis verlangt, und die Bedingungen, unter denen ein Bonus ausgezahlt wird. Genau das steht hier im Mittelpunkt.
Was Roland Garros als Wettstoff ausmacht
Roland Garros ist das einzige Grand-Slam-Turnier, das auf Sand („Terre battue“) ausgetragen wird. Die anderen drei Majors spielen auf Rasen, Hartplatz oder einem Mix. Sand verändert die Grundannahmen jeder Prognose: Aufschläge werden langsamer, hohe Ballsprünge erschweren die flachen Grundlinienschläge, längere Ballwechsel sind die Regel. Wer auf Sand seine Stärke hat, gewinnt hier oft — und wer auf schnellen Belächen dominiert, scheitert hier überdurchschnittlich häufig. Für Wetten heißt das: Die Favoritenrolle auf den Gesamtsieger verschiebt sich spürbar gegenüber Wimbledon oder den US Open. Rafael Nadal hat diesen Effekt mit 14 Titeln im Stade Roland Garros eindrucksvoll bestätigt; bei den Damen hält Chris Evert den Rekord mit 7 Titeln. Diese Sand-Spezifika wirken direkt auf die Quoten, die ein Anbieter vorstellt — ein Reckschlag-Spezialist ist bei den French Open schlicht häufiger Favorit als auf schnellerem Belag.

Das Turnier startet üblicherweise Ende Mai und endet Anfang Juni, das Preisgeld lag 2026 bei insgesamt 61.723.000 €, rund 9,35 % über dem Vorjahr. Die Einzelsieger im Profitennis erhielten jeweils 2.800.000 €. Über die Verteilung der Weltranglisten-Punkte entscheidet die ITF, nicht ein Anbieter; das spielt für eine Wette keine direkte Rolle, prägt aber das Profil der Spieler, die hier antreten.
Ein zweiter Punkt ist für Wetten wichtiger als die historische Sonderstellung des Sandbelags: das Format. Bei den French Open spielen die Herren auf drei Gewinnsätze, die Damen auf zwei. Bei 6:6 wird ein Tiebreak bis 7 gespielt, im Entscheidungssatz seit März 2022 ein Match-Tiebreak bis 10 mit zwei Punkten Vorsprung — eine Regeländerung, auf die sich alle vier Majors damals einigten. Wer auf einen genauen Satzstand wettet, muss diese Regel einsetzen und sich keine Illusion über die fünf Sätze bei den Herren machen.
Schließlich prägt der Spielplan das Wettangebot. Vor der Auslosung dominieren Langzeitquoten auf den Gesamtsieger. Sobald die erste Runde gesetzt ist, kommen Matchquoten für die einzelnen Partien, Handicap-Linien auf Spiele oder Sätze und später die Satzwetten. Wer zu spät einsteigt, bekommt keine Wette auf den Achtelfinalgegner mehr, sondern nur noch auf das konkrete Match, das gerade ansteht.
Rechtslage: Warum die GGL-Whitelist das Nadelöhr ist
Wer in Deutschland auf die French Open wetten will, muss einen Anbieter nutzen, der auf der Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL) steht. Die Behörde mit Sitz in Halle (Saale) ist seit dem 1. Juli 2021 die zentrale Aufsicht für Glücksspiel im Internet, der Glücksspielstaatsvertrag 2021 bildet die Grundlage. Eine nationale Sportwetten-Erlaubnis nach § 9a Abs. 1 Nr. 3 GlüStV bekommt nur, wer das mehrstufige Erlaubnisverfahren durchläuft; die Erlaubnis ist auf fünf Jahre befristet, die Whitelist zeigt das Datum der Erteilung, aber kein Enddatum.

Was die Whitelist konkret enthält — und was nicht: Stand 2.10.2026 führt sie 30 Einträge, davon 27 Inhaber einer Sportwetten-Erlaubnis (zwei davon zusätzlich mit Pferdewetten) und drei reine Pferdewetten-Veranstalter. Jede Domain auf der Liste ist eine .de-Domain — was umgekehrt bedeutet, dass eine .de-Endung allein noch nichts beweist. Eine in Malta ausgestellte Lizenz hat im deutschen Markt keine Bedeutung; eine in Curaçao oder Anjouan erst recht nicht. Die GGL selbst warnt Verbraucherinnen und Verbraucher regelmäßig vor illegalen Angeboten.
Die Konsequenz lässt sich in einem Satz zusammenfassen: Wetten ohne Whitelist-Eintrag ist unerlaubtes Glücksspiel nach § 4 Abs. 1 GlüStV. Strafrechtlich kann die Veranstaltung nach § 284 StGB mit bis zu zwei Jahren oder Geldstrafe geahndet werden, die Teilnahme nach § 285 StGB mit bis zu sechs Monaten. Strafverfolgungen gegen einzelne Spieler sind allerdings nicht etabliert; weder eine Entwarnung noch eine Dramatisierung ist angebracht. Was bleibt, ist die zivilrechtliche Seite: Mehrere deutsche Gerichte haben Anbieter ohne deutsche Erlaubnis zur Rückzahlung verlorener Einsätze verurteilt. Ein Verfahren vor dem Bundesgerichtshof (Az. I ZR 90/23, Vorlage vom 25. Juli 2024) hat die Frage, ob die EU-Dienstleistungsfreiheit einer Rückzahlungspflicht entgegensteht, dem Europäischen Gerichtshof vorgelegt — der Kläger verlangt von Tipico mehr als 3.700 € aus Verlusten der Jahre 2013 bis 2018. In seinen Schlussanträgen vom 19. März 2026 (Rechtssache C-530/24) hat Generalanwalt Nicholas Emiliou eine Rückzahlung grundsätzlich für möglich gehalten; eine Ausnahme gilt, wenn Behörden zugesichert haben, die Lizenzpflicht vorerst nicht durchzusetzen. Kein Spieler kann aus diesen Verfahren einen Anspruch ableiten — sie zeigen aber die Richtung, in die sich die Rechtsprechung bewegt.
Was darf überhaupt gewettet werden? Der GlüStV lässt in § 21 Abs. 1 Wetten auf den Ausgang eines Ereignisses, auf einzelne Abschnitte oder Vorkommnisse zu — als Einzel- oder Kombinationswette. Live-Wetten sind nach § 21 Abs. 4 während eines laufenden Ereignisses nur auf das Endergebnis oder auf seltene Ereignisse erlaubt: das nächste Tor im Fußball, der nächste Satz im Tennis. Eine Wette auf den nächsten Punkt im Tennis, den nächsten Korb im Basketball oder den nächsten Ballwechsel ist auf einem lizenzierten deutschen Markt nicht zulässig. Auch Wetten auf Ereignisse mit überwiegend Minderjährigen oder Amateuren sind ausgeschlossen — die GGL behandelt Fußball unterhalb der 3. Liga als Amateurbereich. Manipulationanfällige Wetten und Wetten auf Regelverstöße oder deren Sanktionierung sind tabu. Auf esports darf nach GGL-Auffassung nicht gewettet werden, weil esports nicht als Sport anerkannt ist. Auf virtuelle Sportarten fehlt bislang eine klare Regelung.
Was das für die French Open konkret heißt: Matchwetten, Satzwetten auf das nächste Spiel oder den nächsten Satz, Handicap-Linien auf Spiele und Sätze sowie Gesamtsieger-Wetten vor Turnierbeginn sind verfügbar. Eine Live-Wette auf den nächsten Punkt bleibt außen vor. Cash Out ist keine gesetzliche Kategorie; es handelt sich um eine Funktion des jeweiligen Anbieters, die in dessen Bedingungen geregelt ist.
Verantwortung beim Wetten: Was OASIS, LUGAS und die 1.000-€-Grenze konkret bedeuten
Eine Wette auf Roland Garros ist eine unter Hunderten Möglichkeiten im Jahr. Wer mehrere Anbieter parallel nutzt und in der Hauptrunde eines Grand Slams pro Tag zehn Wetten platziert, bewegt sich schnell in einem Bereich, in dem die Schutzmechanismen sichtbar werden.
Mindestalter ist 18 Jahre (§ 4 Abs. 3 GlüStV). Jeder Anbieter muss vor der Auszahlung die Identität prüfen — § 6a schreibt eine vollständige Verifizierung vor. Bis dahin gilt eine Übergangsphase von höchstens 72 Stunden mit einem Einzahlungslimit von 100 € und ohne Auszahlungen. Wer also „nur kurz“ während des Turniers ein Konto eröffnen will, kann nicht sofort um echtes Geld spielen.
Das wichtigste Instrument für einzelne Spieler ist das Einzahlungslimit nach § 6c Abs. 1: 1.000 € pro Kalendermonat über alle Anbieter hinweg. Die Kontrolle läuft über die zentrale Limitdatei LUGAS; eine zweite Aktivitätsdatei verhindert, dass parallel bei mehreren Anbietern gespielt wird. Ein Anbieter darf für einen einzelnen Spieler nur dann ein höheres Limit — bis zu 10.000 €, in Ausnahmen bis 30.000 € für höchstens ein Prozent seiner aktiven Spieler — festlegen, wenn er dessen wirtschaftliche Leistungsfähigkeit nachprüfbar belegt; eine Selbsterklärung reicht nicht. Eine Senkung greift sofort, eine Erhöhung frühestens nach sieben Tagen.
OASIS ist das bundesweite Sperrsystem (§§ 8, 8a). Bei Registrierung und Login wird abgeglichen, ob ein Eintrag besteht. Eine Selbstsperre dauert mindestens drei Monate, wenn der Spieler eine Frist nennt, sonst mindestens ein Jahr. Der Panikbutton nach § 6i Abs. 3 löst eine sofortige 24-Stunden-Sperre aus. Offshore-Anbieter sind weder an OASIS noch an LUGAS angeschlossen — wer dort spielt, hat diese Schutznetze nicht.
Bezahlt werden darf nach § 6b Abs. 4 ausschließlich von einem Zahlungskonto, das auf den eigenen Namen lautet und bei einem Institut nach dem Geldwäschegesetz geführt wird. Anonyme Zahlungsmittel sind ausgeschlossen — Krypto und anonyme Prepaid-Karten funktionieren bei lizenzierten deutschen Anbietern nicht. Spielerguthaben liegen auf einem insolvenzgeschützten Treuhandkonto; bei Kontoschließung wird der Restbetrag innerhalb von fünf Werktagen ohne Gebühren ausgezahlt.
Drei Punkte sind für die French Open besonders relevant. Erstens: Die 1.000-€-Grenze pro Monat ist ein Default-Limit, kein Vorschlag — wer im Mai bei mehreren Anbietern parallel spielt, kann sehr schnell an die Grenze stoßen, ohne dass ein einzelner Anbieter dies kontrolliert; die Limitdatei sieht die Summe über alle Anbieter. Zweitens: Wer höhere Beträge einsetzen will, muss das mit Belegen untermauern — ein Gehaltsnachweis, ein Steuerbescheid. Drittens: Die Sperre über OASIS ist plattformübergreifend; eine Selbstsperre bei einem Anbieter sperrt nicht automatisch alle anderen, aber eine zentrale Sperre über die Spielersperrsystem-Stelle schon.
Wettmärkte und Quoten: Was eine Wette auf Roland Garros kostet
Eine Wette besteht aus drei Elementen: dem Markt, der Quote und dem Einsatz. Auf den French Open treffen Spielerinnen und Spieler auf ein im Vergleich zu Fußball oder Basketball eingeschränkteres, aber klar strukturiertes Angebot.
Der klassische Markt ist die Matchwette auf den Sieger eines konkreten Spiels. Sie hat zwei mögliche Ausgänge (bei den Damen ohne Unentschieden) und ist damit der einfachste Fall, um Quoten zu lesen. Dazu kommen die Gesamtsieger-Wette vor Turnierbeginn, deren Quote sich nach der Auslosung deutlich verschiebt — wer früh auf einen Außenseiter setzt, dessen Quotation steht oft höher, bevor die Auslosung die wahrscheinlichen Gegner festlegt. Sobald die Auslosung erfolgt ist, kommen Märkte für Handicap-Linien (zum Beispiel Spieler A gewinnt mit -3,5 Spielen) und Satzwetten (Satzwetten auf den nächsten Satz, Gesamtzahl Sätze) hinzu. Kombiwetten kombinieren mehrere Einzelwetten zu einer Gesamtquote, die sich als Produkt der Einzelquoten ergibt.
Was in der Quote steckt, ist die Marge des Anbieters. Eine faire Wette auf zwei gleich starke Spieler würde Quoten von 2,00 / 2,00 tragen — der Buchmacher würde null Marge nehmen, jeder Euro Einsatz würde zwei Euro zurückzahlen. In der Realität liegen die Quoten niedriger, und das, was fehlt, ist der Anteil, den er einbehält. Genau dieser Anteil ist das, was jede Wette über den Markt hinweg kostet.
Die Seite berechnet diese Marge für einen Beispielfall. Wir nehmen einen fiktiven Zwei-Wege-Markt mit Quoten 1,90 / 1,90 an — das ist ein Beispiel, kein notierter Preis eines konkreten Anbieters, und es steht hier, um zu zeigen, wie viel Marge in einer scheinbar „fairen“ Quote steckt.
Die Auszahlungsquote eines Marktes ist die Summe der reziproken Einzelquoten, also 1 / (1/1,90 + 1/1,90). Das ergibt 1 / (2/1,90) = 1,90 / 2 = 0,95. Anders gesagt: 95 % aller Einsätze werden über diesen Markt als Gewinn ausgezahlt. Die Marge ist 100 % minus 95 %, also 5 %. Auf jedem Euro, der über diesen Markt gesetzt wird, behält der Anbieter fünf Cent.
Das ist die Bandbreite, mit der ein Leser rechnen muss. In der Realität liegen die Margen bei populären Märkten zwischen drei und acht Prozent; Nischenmärkte und Live-Wetten können deutlich darüber liegen. Eine Marge von 5 % heißt: Wer 1,00 Euro auf eine Quote von 1,90 setzt und gewinnt, erhält 1,90 Euro zurück — und der Anbieter hat im Durchschnitt fünf Cent von jedem Euro dieses Marktes eingenommen.
Wie rechnet sich der Gewinn einer konkreten Wette? Bei einer Einzelwette mit Einsatz E und Quote Q ist der Bruttorückentag E × Q. Der Nettogewinn — also das, was nach Einsatz übrig bleibt — ist E × (Q − 1). Bei einer Quote von 2,50 und einem Einsatz von 10 € ergibt das einen Bruttorückentag von 25 € und einen Nettogewinn von 15 €.
Bei einer Kombiwette multiplizieren sich die Quoten der Einzelwetten. Wer drei Spiele mit Quoten 1,80, 2,10 und 1,95 kombiniert, erhält eine Gesamtquote von 1,80 × 2,10 × 1,95 ≈ 7,37. Bei einem Einsatz von 5 € bedeutet das einen Bruttorückentag von rund 36,84 €. Die Marge der Kombination ist höher als die Marge einer Einzelwette — sie ist das Produkt der Margen der einzelnen Märkte, was bei einer angenommenen Einzelmarge von 5 % pro Bein eine kombinierte Marge von etwa 14 % ergibt. Wer Kombiwetten mag, akzeptiert diesen Aufschlag im Austausch für die höhere Quote.
Ein letzter Aspekt ist die Sportwettensteuer. Die §§ 16-25 RennwLottG regeln eine Steuer von 5,3 % auf die Bemessungsgrundlage „Einsatz minus die Steuer selbst“, was etwa 5,03 % des gezahlten Betrags entspricht (5,3 / 105,3). Die Steuer schuldet der Veranstalter, nicht der Spieler (§ 19). Ob und wie der Anbieter sie an den Spieler weitergibt, ist seine Entscheidung — sie muss in seinen Bedingungen stehen. Eine Aussage wie „5,3 % vom Einsatz“ wäre falsch: Die korrekte Größenordnung liegt bei rund fünf Prozent des Bruttoeinsatzes. Wer die Werbung „0 % Wettsteuer“ bei einem Anbieter liest, sollte prüfen, ob sie wirklich für alle Märkte gilt und wie sie mit der Quote verrechnet ist.
Die French Open 2026 im Überblick: Was sich aus dem Turnier für Wetten ableiten lässt
Die French Open 2026 haben ein Herreneinzel-Finale der besonderen Art gesehen: Alexander Zverev, der seit Jahren als einer der Top-Favoriten auf den Titel in Paris gilt, gegen Flavio Cobolli, der als Qualifikant ins Endspiel kam. Zverev hat das Turnier am Ende gewonnen — was für die Analyse wichtiger ist als das Ergebnis selbst, ist die Quote auf ihn vor Turnierbeginn und die Frage, wie sie sich entwickelt hätte, wenn Cobolli das Endspiel früher erreicht hätte. Solche Bewegungen sind bei Gesamtsieger-Wetten üblich und zeigen, wie empfindlich Langzeitquoten auf die Auslosung reagieren.
Im Dameneinzel gewann Mirra Andrejewa gegen Maja Chwalińska — eine Partie, die unter sportlichen Gesichtspunkten zeigte, wie groß der Abstand zwischen den Top-Spielerinnen und einer Qualifikantin auf Sand sein kann. Auch hier reagieren die Quoten auf das Turnier ähnlich: Eine Qualifikantin, die das Endspiel erreicht, kommt mit hoher Wahrscheinlichkeit aus dem Match als Außenseiterin heraus.
Für Wetten auf die nächste Auflage folgt daraus ein simpler Punkt: Wer den Gesamtsieger früh wettet, sichert sich eine Quote, die nach der Auslosung sinken kann — aber auch das Risiko, auf einen Spieler zu setzen, der früh ausscheidet. Matchwetten ab der ersten Runde sind weniger spektakulär, aber sie folgen einem klareren Muster aus Quote und Form. Wer auf ein Grand-Slam-Turnier wettet, sollte zwischen diesen beiden Profilen wählen und sich nicht von der Größe der Quote auf den Gesamtsieger blenden lassen.
Das Gesamtpreisgeld von 61.723.000 € im Jahr 2026, ein Anstieg um 9,35 % gegenüber 2025, zeigt, dass das Turnier wirtschaftlich weiter wächst. Die Einzelsieger erhielten jeweils 2.800.000 €. Das ist für Wetten zweitrangig, prägt aber das Profil der Spieler, die hier antreten, und damit die Wahrscheinlichkeit, dass ein Top-Spieler verletzungsfrei durch das Turnier kommt.
Schließlich: Sandplatzspezialisten sind bei den French Open überproportional erfolgreich. Rafael Nadals 14 Titel sind die Bestätigung, nicht die Ausnahme. Wer die nächste Auflage analysiert, sollte prüfen, welche Spielerinnen und Spieler auf Sand ihre höchste Siegquote haben, und seine Favoritenrolle danach ausrichten. Eine Value-Wette in diesem Sinne ist eine Wette, deren Quote höher ist als die tatsächliche Gewinnwahrscheinlichkeit es hergibt — ein Konzept, das auf jedem Markt existiert und auf Roland Garros besonders greift, weil Sand die Spezialistenquote erhöht.
Anbieter im Vergleich: Wer in Deutschland auf Roland Garros wetten darf
Die folgende Übersicht zeigt zehn Anbieter mit einer deutschen Sportwetten-Erlaubnis nach dem Stand der GGL-Whitelist vom 2.10.2026. Die Tabelle ist nach dem Datum der Ersterlaubnis sortiert. Sie ist keine Empfehlung; sie zeigt, wer überhaupt auf dem Markt ist, wer die Erlaubnis hält und seit wann.
| Anbieter | Whitelist-Status und Erlaubnisinhaber | Erlaubnis seit |
|---|---|---|
| NEO.bet | Whitelist-Eintrag für Sportwetten; Inhaber Greenvest Betting Limited; Ersterlaubnis 09.10.2020, Folgeerlaubnis 22.12.2022 | 09.10.2020 |
| bwin | GmbH, Inhaber bwin (Deutschland) Limited; Ersterlaubnis 09.10.2020, Folgeerlaubnis 23.12.2022 | 09.10.2020 |
| Sportingbet | Whitelist-Eintrag; Inhaber Sportingbet (Deutschland) Limited; Ersterlaubnis 09.10.2020, Folgeerlaubnis 21.12.2022 | 09.10.2020 |
| Tipico | Whitelist-Eintrag; Inhaber Tipico Co. Limited; Ersterlaubnis 09.10.2020, Folgeerlaubnis 09.12.2022 | 09.10.2020 |
| bpremium | Whitelist-Eintrag; Inhaber Ladbrokes (Deutschland) Limited; Ersterlaubnis 09.10.2020, Folgeerlaubnis 21.12.2022 | 09.10.2020 |
| Betano | Whitelist-Eintrag; Inhaber betkick Sportsbetten; Ersterlaubnis 19.02.2021, Folgeerlaubnis 16.12.2022 | 19.02.2021 |
| Winamax | Whitelist-Eintrag; Inhaber WINAMAX (Société anonyme); Ersterlaubnis 29.06.2021, Folgeerlaubnis 08.12.2022 | 29.06.2021 |
| Tiptorro | Whitelist-Eintrag; Inhaber Torro Tec Limited; Ersterlaubnis 30.06.2021, Folgeerlaubnis 27.12.2022 | 30.06.2021 |
| VBet | Whitelist-Eintrag; Inhaber SCGO Limited; Ersterlaubnis 05.12.2023 | 05.12.2023 |
| LeoVegas | Whitelist-Eintrag; Inhaber LVSports Limited; Ersterlaubnis 21.10.2024 | 21.10.2024 |
Was die Tabelle zeigt: Drei Viertel der Anbieter haben ihre Ersterlaubnis am 9.10.2020 erhalten — der Tag, an dem die Übergangsregelungen des alten GlüStV ausliefen und die ersten Erlaubnisse nach dem neuen Verfahren erteilt wurden. Diese Anbieter haben 2022 eine Folgeerlaubnis bekommen. Die jüngeren Einträge — VBet (2023) und LeoVegas (2024) — sind später in den Markt eingetreten und haben keine zweite Erlaubnisrunne durchlaufen. Eine Ersterlaubnis läuft fünf Jahre; über eine Folgeerlaubnis entscheidet die GGL auf Antrag.
Was die Tabelle nicht zeigt: das Wettprogramm. Hier trennen sich die Profile. Wer Tennis in der Breite anbietet, hat Live-Wetten auf Sätze, Handicap auf Spiele und Gesamtsieger-Quoten auf das gesamte Tableau; wer Tennis eher als Beiwerk führt, beschränkt sich auf die wichtigsten Matches. Ohne Belegen am konkreten Spieltag ist eine Rangfolge nach Tennisabdeckung nicht haltbar. Wer auf die nächste Auflage der French Open wetten will, prüft vor Turnierbeginn die Wettprogrammseite des Anbieters auf den konkreten Match.
Winamax
Winamax ist 2021 in den deutschen Markt eingetreten und wirbt im Footer mit „0 % Wettsteuer und die besten Quoten“. Die Werbeaussage zu den Quoten bezieht sich auf eine Odoxa-Studie zu 2.967 Spielen aus Fußball, Tennis und Handball zwischen dem 1. April und dem 30. August 2025, nach der Winamax bei 45 % der untersuchten Quoten auf Platz eins lag. Wer diese Zahl liest, sollte wissen: 45 % der untersuchten Quoten ist nicht 45 % der Märkte und nicht 45 % der Wetten. Es ist der Anteil der untersuchten Einzelpreise, die im obersten Drittel lagen — eine nützliche Information, aber kein Beweis für „beste Quoten“ auf einem konkreten Spiel.
Winamax bietet mit Winamax TV Live-Streams von Spielen aus La Liga, Serie A, Ligue 1, Primeira Liga, Eredivisie und MLS, von den vier Grand-Slam-Turnieren und allen ATP- und WTA-Turnieren sowie von der NBA und der NFL im eigenen Kundenkonto. Für Roland Garros bedeutet das, dass Matches in voller Länge verfolgbar sind, ohne den Browser zu verlassen. Wer neben der Wette das Spiel schauen will, hat hier einen klaren Vorteil.
Der Verzicht auf die Wettsteuer ist die andere Seite des Profils. Winamax verzichtet auf die Weitergabe der 5,3 %-Steuer an den Spieler und wirbt entsprechend. Das ist nicht gratis: Der Verzicht wird über die Quoten finanziert. Eine Quote von 1,90 bei Winamax entspricht in etwa einer Quote von 1,80 bei einem Anbieter, der die Steuer einbehält. Wer das nachrechnet, sieht den wahren Preis.
VBet
VBet ist seit Dezember 2023 mit einer SCGO Limited aus St. Julian’s, Malta auf der Whitelist. Die Erlaubnis ist eine Ersterlaubnis ohne Folgeantrag; die Whitelist trägt kein Enddatum, die Erlaubnis läuft nach § 4c Abs. 1 GlüStV fünf Jahre.
Was VBet zu einem Profil verhilft, ist die Tennis-Abdeckung im Wettprogramm und das Set auf Live-Wetten. VBet bietet Märkte für ATP, WTA und ITF-Turniere in einer Tiefe, die auch Matches aus der ersten Runde eines Grand Slams abdeckt. Wer auf einen Außenseiter in einem frühen Match setzen will, findet hier eher ein Preisangebot als bei Anbietern, die sich auf die Topspiele konzentrieren. Die SCGO Limited hat ihren Sitz im Luxe Pavilion in St. Julian’s, Malta — das ist Standard für einen in Deutschland lizenzierten Anbieter; die Lizenz wird in Deutschland erteilt, der Sitz des Mutterkonzerns liegt in Malta.
Was VBet von der Konkurrenz unterscheidet: die Kombination aus breitem Tennis-Angebot und einer Lizenz, die noch keine zehn Jahre alt ist. Ein Anbieter mit Ersterlaubnis 2023 ist im deutschen Markt neu; wer einen längeren Track Record sucht, ist bei den 2020er-Anbietern besser aufgehoben.
Sportingbet
Sportingbet ist mit Sportingbet (Deutschland) Limited seit dem 9.10.2020 auf der Whitelist und hat 2022 eine Folgeerlaubnis erhalten. Das Wettangebot umfasst einen „Konfigurator+“, mit dem sich mehrere Märkte einer Partie kombinieren lassen, sowie Live-Wetten. Das Sportangebot reicht von Fußball über Tennis, Basketball, Eishockey, Handball, Darts bis Snooker — eine Breite, die für die French Open bedeutet, dass nicht nur das Herreneinzel, sondern auch Dameneinzel, Doppel und Juniorenwetten verfügbar sein können.
Der Konfigurator+ ist für Roland Garros besonders interessant: Wer in einem Match auf Sieger, Handicap und über/unter Spiele setzen will, kann das in einem Wettschein kombinieren. Das ist Komfort, aber auch eine Falle für die Quote — kombinierte Wetten tragen eine kombinierte Marge, und die ist, wie oben gezeigt, höher als die Marge einer Einzelwette. Wer den Konfigurator nutzt, sollte sich über die kombinierte Marge im Klaren sein.
Tipico
Tipico ist einer der bekanntesten Namen im deutschen Markt. Die Tipico Co. Limited steht seit dem 9.10.2020 auf der Whitelist, eine Folgeerlaubnis wurde am 9.12.2022 erteilt. Die App im Apple App Store wird vom Entwickler Tipico B2B Ltd angeboten und nennt in der Beschreibung „Tipico Cashout“ und Live-Wetten auch während des Fußballspiels. Cash Out ist keine Erfindung von Tipico, sondern eine verbreitete Funktion; Tipico hat sie aber früh beworben und gilt als einer der Anbieter, bei denen sie zuverlässig funktioniert.
Das Profil von Tipico ist die Mischung aus einer breiten Wettprogrammabdeckung und einer starken Marktstellung im deutschen Sportwettenmarkt. Das macht Tipico für viele Spieler zur ersten Wahl — was nicht heißt, dass die Quote besser ist als bei kleineren Anbietern. Wie bei jedem großen Anbieter gilt: Die Quote auf ein einzelnes Spiel kann besser oder schlechter sein als bei der Konkurrenz; ein systematischer Vergleich vor einer Wette lohnt sich.
Was Tipico in den Schlagzeilen hält, ist nicht das Wettprogramm, sondern die im Abschnitt zur Rechtslage erwähnte BGH-Vorlage. Der Fall betrifft die Frage, ob Tipico Einsätze aus der Zeit vor der deutschen Erlaubnis zurückzahlen muss. Das Ergebnis ist offen; die Schlussanträge des Generalanwalts legen eine Rückzahlung nahe. Für aktuelle Kunden ist der Fall irrelevant — sie spielen auf der Grundlage der heutigen Erlaubnis. Für ehemalige Kunden aus den Jahren 2013 bis 2018 zeigt der Fall, dass eine zivilrechtliche Rückforderung grundsätzlich möglich ist.
Tiptorro
Tiptorro ist die Marke, hinter der die Torro Tec Limited aus Malta steht. Die App wird im App Store von der Torro Tec Limited angeboten, die sich in der Beschreibung als behördlich zugelassener Sportwettveranstalter unter Aufsicht der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder beschreibt. Die Whitelist führt Tiptorro seit dem 30.06.2021, eine Folgeerlaubnis wurde am 27.12.2022 erteilt.
Tiptorro ist eine Marke, die nicht so bekannt ist wie Tipico oder bwin, aber eine volle Whitelist-Erlaubnis hat. Wer einen Anbieter außerhalb der üblichen Verdächtigen sucht, landet hier. Das Wettprogramm ist mit anderen lizenzierten Anbietern vergleichbar — Fußball, Tennis, die üblichen Sportarten — und die Marge liegt im branchenüblichen Bereich.
LeoVegas
LeoVegas ist mit der LVSports Limited seit dem 21.10.2024 auf der Whitelist — nach VBet der zweite „jüngere“ Anbieter in dieser Liste. Die Erlaubnis für virtuelle Automatenspiele wurde bereits am 27.02.2023 erteilt; die Sportwetten-Erlaubnis kam später. Eine Folgeerlaubnis wurde noch nicht erteilt.
LeoVegas ist vor allem für sein Casino-Angebot bekannt; das Sportwetten-Angebot ist schmaler als bei reinen Sportwetten-Anbietern. Wer Tennis in der Breite sucht, ist bei VBet, Sportingbet oder Tipico besser aufgehoben. Wer ohnehin ein Konto bei LeoVegas hat und dort eine Wette auf ein French-Open-Match platzieren will, kann das tun, sollte aber prüfen, ob das konkrete Match im Wettprogramm auftaucht.
NEO.bet
NEO.bet ist die Marke der Greenvest Betting Limited und steht seit dem 9.10.2020 auf der Whitelist, eine Folgeerlaubnis wurde am 22.12.2022 erteilt. NEO.bet ist ein kleinerer Anbieter im deutschen Markt, der mit einem schmaleren Wettprogramm als die Platzhirsche arbeitet.
Für die French Open heißt das: Das Topspiel des Tages ist im Programm, aber ein Match aus der ersten Runde zwischen zwei Spielern außerhalb der Top 50 ist möglicherweise nicht im Wettprogramm. Wer auf Außenseiter in frühen Runden setzen will, muss vorab prüfen, ob NEO.bet das Match führt.
bpremium
bpremium ist die Marke der Ladbrokes (Deutschland) Limited mit Sitz in Gzira, Malta. Die Ersterlaubnis datiert auf den 9.10.2020, eine Folgeerlaubnis wurde am 21.12.2022 erteilt. Die Nutzungsbedingungen sind in der Fassung vom 3. April 2023 veröffentlicht.
Ladbrokes ist ein internationaler Name; bpremium ist die deutsche Ausprägung. Das Profil ist mit anderen großen Anbietern vergleichbar — breites Wettprogramm, Live-Wetten, Cash Out. Eine Besonderheit im Vergleich zur Konkurrenz ist die geringere Marketingpräsenz im deutschen Markt; wer bpremium nicht kennt, hat nichts verpasst, aber auch nichts gewonnen.
Betano
Betano ist die Marke der Betkick Sportsbetting Limited und steht seit dem 19.02.2021 auf der Whitelist, eine Folgeerlaubnis wurde am 16.12.2022 erteilt. Die App im Apple App Store nennt in der Entwicklerbeschreibung einen Bet Builder (mehrere Märkte eines Spiels kombinieren), Cash Out und Live-Streaming unter anderem von LaLiga, FA Cup, Tennis-Grand-Slams, NBA, EuroLeague und NFL.
Das ist für Roland Garros besonders relevant: Betano streamt die Grand-Slam-Turniere, was den Anbieter für Leser interessant macht, die Spiel und Wette verbinden wollen. Der Bet Builder ist das Gegenstück zum Konfigurator+ bei Sportingbet — mehrere Märkte einer Partie kombinieren. Wie beim Konfigurator gilt: Die kombinierte Wette trägt die kombinierte Marge. Wer den Bet Builder nutzt, sollte sich die Quote genau ansehen.
bwin
bwin ist die Marke der bwin (Deutschland) Limited mit Sitz in Gzira, Malta und steht seit dem 9.10.2020 auf der Whitelist, eine Folgeerlaubnis wurde am 23.12.2022 erteilt. bwin ist neben Tipico einer der sichtbarsten Namen im deutschen Markt; das Profil ist entsprechend breit.
Was bwin von der Konkurrenz unterscheidet, ist weniger das Wettprogramm als die Markenbekanntheit. Wer schon ein Konto bei bwin hat, wird die French Open dort wetten, ohne einen neuen Anbieter zu testen. Wer einen Anbieter mit ähnlichem Profil sucht, kann zwischen bwin, Tipico und Sportingbet wählen — die Unterschiede im Wettprogramm sind kleiner als die Unterschiede in der Werbung.
Was die Auswahl konkret für eine Wette auf die French Open bedeutet
Wer die Tabelle im Abschnitt zu den Anbietern liest, hat eine Liste von zehn Anbietern, die alle auf der Whitelist stehen. Was die Tabelle nicht zeigt, ist die Frage, die jeder Wettinteressierte stellt: Bei wem setze ich meine Wette auf das Finale 2027 — oder auf das konkrete Match, das heute Abend läuft?
Die Antwort hängt von drei Faktoren ab. Erstens: Welcher Anbieter führt das konkrete Match im Wettprogramm? Bei einem Topspiel sind alle zehn dabei; bei einem Match aus der ersten Runde schrumpft das Feld schnell. Zweitens: Welche Quote bietet der Anbieter auf die Seite, die ich wette? Eine Differenz von 0,05 in der Quote klingt wenig, ist aber bei einem Einsatz von 100 € ein Unterschied von 5 € der Marge. Drittens: Welche Bedingungen gelten für das Konto? Wer noch nicht verifiziert ist, hat nach 72 Stunden Schluss; wer parallel bei mehreren Anbietern spielt, kann an das 60-D-File-Limit stoßen.
Die Frage „Wer ist der beste Anbieter?“ hat keine objektive Antwort. Die Antwort ist: Wer das konkrete Match führt, die beste Quote bietet und die eigenen Kontodaten bereits verifiziert hat. Die Tabelle zeigt die Auswahl; die Entscheidung liegt beim Leser.
Häufige Fragen zu Roland Garros Wetten
Wie lässt sich legal auf die French Open wetten, und wo ist die GGL-Whitelist einsehbar?
In Deutschland darf nur auf Roland Garros wetten, wer einen Anbieter nutzt, der auf der Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder steht. Die Whitelist ist öffentlich und listet jeden Inhaber einer deutschen Sportwetten-Erlaubnis mit Domain, Inhaber und Datum der Erteilung. Stand 2.10.2026 führt die Whitelist 27 Anbieter mit Sportwetten-Erlaubnis; jeder Eintrag ist eine .de-Domain.
Welche Wettmärkte gibt es für das Turnier, etwa Gesamtsieger, Matchsieger und Satzwetten?
Das Wettprogramm auf Roland Garros umfasst Gesamtsieger-Wetten vor und während des Turniers, Matchwetten auf einzelne Partien, Satzwetten auf den nächsten Satz oder die Gesamtzahl Sätze, Handicap-Linien auf Spiele und Sätze sowie Kombiwetten über mehrere Matches. Live-Wetten sind nach § 21 Abs. 4 GlüStV nur auf das Endergebnis oder seltene Ereignisse wie den nächsten Satz erlaubt; eine Live-Wette auf den nächsten Punkt ist auf lizenzierten Märkten nicht zulässig.
Wie berechnet sich die Auszahlung einer Turniersieger-Wette aus Einsatz und Quote?
Bei einer Einzelwette ist der Bruttorückentag Einsatz × Quote, der Nettogewinn Einsatz × (Quote − 1). Bei einer Quote von 5,00 und einem Einsatz von 10 € ist der Bruttorückentag 50 € und der Nettogewinn 40 €. Bei einer Kombiwette multiplizieren sich die Quoten der Einzelwetten; die kombinierte Marge ist höher als die Einzelmarge.
Welche Live-Wetten sind während eines Matches erlaubt, und warum gibt es keine Wetten auf den nächsten Punkt?
§ 21 Abs. 4 GlüStV erlaubt Live-Wetten während eines laufenden Ereignisses nur auf das Endergebnis oder auf seltene Ereignisse wie das nächste Tor im Fußball oder den nächsten Satz im Tennis. Der nächste Punkt im Tennis ist zu häufig, um als „seltenes Ereignis“ zu gelten; eine Wette darauf ist auf lizenzierten deutschen Märkten nicht zulässig.
Wie wirkt sich der Sandplatz auf Prognosen aus, und was ist eine Value-Wette?
Sand verlangsamt Aufschläge, verlängert Ballwechsel und bevorzugt Spielerinnen und Spieler mit hoher Grundliniendisziplin. Wer auf Sand dominiert, gewinnt bei den French Open überdurchschnittlich häufig — Rafael Nadals 14 Titel sind das deutlichste Beispiel. Eine Value-Wette ist eine Wette, deren Quote höher ist als die tatsächliche Gewinnwahrscheinlichkeit es rechtfertigt; auf Sand ist dieses Konzept besonders relevant, weil die Quote den Belag oft noch nicht vollständig eingepreist hat.
Wie wirken die Sportwettensteuer und das Einzahlungslimit von 1.000 € auf Wetten rund um das Turnier?
Die Sportwettensteuer nach §§ 16-25 RennwLottG beträgt 5,3 % auf die Bemessungsgrundlage „Einsatz minus Steuer“, was etwa 5,03 % des Bruttoeinsatzes entspricht; sie schuldet der Veranstalter, nicht der Spieler. Ob und wie ein Anbieter sie an den Spieler weitergibt, ist seine Entscheidung. Das Einzahlungslimit nach § 6c Abs. 1 GlüStV liegt bei 1.000 € pro Kalendermonat über alle Anbieter; wer im Mai bei mehreren Anbietern parallel spielt, kann diese Grenze schnell erreichen.
Tennis – Wettanbieter mit Klarna
Inhalt erstellt vom Team «Wettanbieter mit Klarna»