Online auf Cricket wetten 2026

Updated Oktober 2026
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Aktualisiert am 19. Oktober 2026 und abgeglichen mit der Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL).

Wer in Deutschland online auf Cricket wetten will, betritt ein schmales Spielfeld. Cricket ist hierzulande keine Massensportart, das Wettangebot vieler Anbieter ist entsprechend dünn, und längst nicht jeder Anbieter, der einen Ball in der Luft kennt, hat eine deutsche Erlaubnis. Wer ohne diese Erlaubnis wettet, spielt außerhalb des deutschen Rechtsrahmens – ohne OASIS-Sperre, ohne LUGAS-Limit, ohne die Spielersperre, die im Ernstfall schützt. Wer mit Erlaubnis wettet, akzeptiert die deutschen Regeln: das gemeinsame Einzahlungslimit von 1.000 € im Monat, die volle Identitätsprüfung bei der Anmeldung, die eingeschränkten Live-Märkte und die Wettsteuer von 5,3 %, die der Anbieter nach eigenen Regeln an den Spielenden weitergibt oder nicht.

Ein weites grünes Cricketfeld mit einem hellen Streifen in der Mitte, tief stehende Sonne, im Hintergrund eine leere Tribüne.
Den Cricket World Cup 2023 gewann Australien, Gastgeber war Indien; die Ausgabe 2027 wird in Südafrika, Simbabwe und Namibia ausgetragen und auf 14 Teams erweitert.

Genau darauf zielt dieser Vergleich: zehn Wettanbieter mit deutscher Sportwetten-Erlaubnis, ihre Cricket-Programme, ihre Lizenzdaten und das, was eine Wette wirklich kostet. Wer nur eine Bundesliga-Wettplattform sucht, ist hier falsch. Wer wissen will, was eine Wette auf das Finale des Cricket World Cup 2027 an Quote, Steuer und Regelwerk mit sich bringt, ist richtig.

Cricket als Wettsport: Formate, Märkte, Spielplan

Bevor die Anbieter ins Spiel kommen, lohnt sich ein Blick auf das, worauf sie ihre Quoten stellen. Cricket teilt sich in drei große Formate, und sie unterscheiden sich nicht nur in der Spielzeit, sondern auch darin, was ein Buchmacher überhaupt anbieten kann.

Ein Cricketschläger aus hellem Holz und ein roter Lederball liegen auf kurzem Rasen, weiches Abendlicht.
Im Cricket stehen sich zwei Mannschaften mit je 11 Spielern gegenüber; ein Spiel hat zwei oder vier Innings, ein Over besteht aus sechs regulären Bällen.

Die drei Formate und ihre Wettlogik

Im Test-Match stehen sich zwei Mannschaften mit je elf Spielern über bis zu fünf Tage gegenüber, aufgeteilt in täglich drei Sessions von rund zwei Stunden. Jede Seite hat zwei Innings, in denen sie abwechselnd schlägt und wirft. Ein Over umfasst sechs reguläre Bälle. Für den Wettmarkt ist Test-Cricket ein Geduldsspiel: Livewetten sind möglich, aber wenig granular, weil sich der Spielstand über Stunden kaum bewegt. Der Klassiker unter den Märkten ist die Match-Wette, also Sieg, Unentschieden oder Draw.

Das One-Day International (ODI) ist auf 50 Overs pro Innings begrenzt und endet meist an einem Tag. Märkte wie „Höchster Partnerships zur Halbzeit“, „Wickets fallen im Powerplay“ oder „Spieler mit den meisten Runs“ werden hier überhaupt erst rechenbar, weil ein ODI eine absehbare Struktur hat. Die Twenty20 (T20) schließlich verdichtet das Spiel auf 20 Overs pro Innings, höchstens 75 Minuten pro Innings. T20 ist die Liga, in der die Wettanbieter ihr dichtestes Programm fahren – Heimligen wie die Indian Premier League (IPL), die Big Bash League in Australien oder die Caribbean Premier League, dazu internationale Bilaterals. Auf T20 wird auch live am intensivsten gewettet, weil sich das Spiel in Minuten dreht.

Wettmärkte, die ein Anbieter führen kann

Welche Märkte ein Anbieter tatsächlich anbietet, hängt vom Format und vom Spielplan ab. Drei Grundtypen wiederholen sich:

Wer als Spielender auf Cricket setzt, sollte prüfen, ob der Anbieter das jeweilige Format überhaupt anbietet. Ein Buchmacher, der in Deutschland eine Sportwetten-Erlaubnis hat, ist nicht automatisch Cricket-Anbieter.

Der Spielplan als Taktgeber

Der Spielplan diktiert, wann Cricketwetten überhaupt verfügbar sind. Der Höhepunkt im 50-Over-Format ist der Cricket World Cup der Männer, der alle vier Jahre stattfindet – die Austragung 2023 in Indien gewann Australien, die Ausgabe 2027 wird in Südafrika, Simbabwe und Namibia gespielt und auf 14 Teams erweitert. In den Jahren dazwischen bestimmen Test-Serien zwischen den Vollmitgliedern des ICC, T20-Bilaterals und die nationalen Twenty20-Ligen das Programm. Für deutsche Wettkunden heißt das: Cricket ist kein Ganzjahresangebot. In der heißen Phase eines World Cups sind die Programme voll, im Februar kann das Cricket-Angebot bei vielen Anbietern auf ein, zwei Live-Spiele schrumpfen.

Rechtslage in Deutschland: Wer wetten darf und wer nicht

Cricketwetten stehen in Deutschland unter demselben Regime wie jede andere Sportwette. Zuständig ist die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder (GGL) mit Sitz in Halle (Saale), die auf Grundlage des Glücksspielstaatsvertrags 2021 (GlüStV 2021, in Kraft seit 1. Juli 2021) die bundesweite Erlaubnis für Sportwetten im Internet vergibt und überwacht.

Eine kleine Messingwaage steht auf einem Holztisch vor einem Fenster, weiches Tageslicht, daneben ein leeres Notizbuch.
Die GGL warnte am 17. September 2026 ausdrücklich vor der Teilnahme an illegalen Angeboten.

Was eine deutsche Erlaubnis voraussetzt

Die Erlaubnis nach § 9a Abs. 1 Nr. 3, § 27f Abs. 1 GlüStV ist die einzige, die in Deutschland Sportwetten im Internet erlaubt. Eine maltesische, eine Anjouan- oder eine Curaçao-Lizenz hat in Deutschland keine Wirkung. Wer in Deutschland wettet, ohne dass der Anbieter auf der GGL-Whitelist steht, wettet im Sinne des § 4 Abs. 1 GlüStV unerlaubt.

Die GGL-Whitelist (Stand 2. Oktober 2026) führt 30 Einträge – 27 Inhaber einer Sportwetten-Erlaubnis (zwei davon zusätzlich mit Pferdewetten) und drei reine Pferdewetten-Veranstalter. Jeder Eintrag nennt eine .de-Domain, aber eine .de-Domain allein beweist nichts: ohne Listung in der Whitelist ist der Anbieter in Deutschland unerlaubt. Die Whitelist trägt kein Enddatum, sie zeigt nur das Datum der Erteilung; die Erst-Erlaubnis läuft nach § 4c Abs. 1 GlüStV fünf Jahre, eine Folge-Erlaubnis ist möglich und in den meisten Fällen erteilt.

Die GGL hat am 17. September 2026 noch einmal ausdrücklich vor der Teilnahme an illegalen Angeboten gewarnt. Wer dort spielt, hat keinen Zugang zu OASIS, keine LUGAS-gestützte Begrenzung der Einzahlungen, keine deutsche Aufsicht und im Streitfall keinen deutschen Rechtsweg. Die Spielersperre, die das Einzahlungslimit, der Panikbutton – das alles gilt nur im Whitelist-System.

Was erlaubt ist, was nicht

Was auf Cricket gewettet werden darf, regelt § 21 GlüStV. Erlaubt sind Fixed-Odds-Wetten auf den Ausgang eines Ereignisses, auf einen Abschnitt davon oder auf Vorkommnisse im Ereignis, als Einzel- oder Kombinationswette. Verboten sind Wetten auf Ereignisse, an denen überwiegend Minderjährige oder Amateure teilnehmen, manipulationsanfällige Wetten und Wetten auf Regelverstöße oder deren Sanktionierung. Wetten auf soziale oder politische Ereignisse sind ebenfalls nicht zulässig. Was genau ins „Sportwettprogramm“ aufgenommen wird, legt die GGL fest; ein Anbieter darf nicht beliebig erweitern.

Livewetten (§ 21 Abs. 4 GlüStV) sind während eines laufenden Ereignisses nur auf den Endausgang und auf „nächste vergleichbare Vorkommnisse“ erlaubt, und auch das nur in Sportarten, in denen solche Vorkommnisse selten sind: das nächste Tor im Fußball ja, der nächste Punkt im Tennis oder der nächste Korb im Basketball nein. Für Cricket bedeutet das: eine Wette auf den Sieger eines ODI während der laufenden Partie ist möglich, eine Wette auf den nächsten Wicket in der übernächsten Over ja, eine Wette auf den nächsten Run in jedem einzelnen Ball in aller Regel nicht. Anbieter, die in Deutschland Cricket-Livewetten anbieten, schneiden ihr In-Play-Programm auf diese Regel zu. Das ist nicht ihre kulinarische Entscheidung, sondern die deutsche.

E-Sport ist nach GGL-Praxis kein Sport im Sinne des GlüStV – Wetten auf E-Sport sind in Deutschland nicht erlaubt. Virtuelle Sportwetten sind nicht etabliert; dazu schweigt die Auskunft besser.

Zivilrechtliche Folgen unerlaubter Wetten

Wer bei einem Anbieter ohne deutsche Erlaubnis gewettet und verloren hat, klagt seit Jahren auf Rückzahlung. Der Bundesgerichtshof hat dem Europäischen Gerichtshof am 25. Juli 2024 (Az. I ZR 90/23) die Frage vorgelegt, ob die Dienstleistungsfreiheit einer Nichtigkeit von Sportwettenverträgen entgegensteht – der Kläger fordert von Tipico mehr als 3.700 € aus Verlusten der Jahre 2013 bis 2018 zurück. Der Generalanwalt des EuGH hat in seinen Schlussanträgen vom 19. März 2026 (Rechtssache C-530/24) grundsätzlich für möglich gehalten, unlizenzierte Anbieter zur Rückzahlung zu verpflichten – mit einer Ausnahme: dort, wo Behörden zugesichert haben, die Lizenzpflicht vorerst nicht durchzusetzen. Das ist Stand März 2026; ein Urteil des EuGH steht aus. Wer jetzt bei einem unerlaubten Anbieter spielt, kann sich auf keine Garantie verlassen – weder auf die Rückzahlung alter Verluste, noch auf die Straffreiheit.

Spielerschutz: Was die deutsche Erlaubnis mitbringt

Eine Cricketwette bei einem Whitelist-Anbieter ist eingebettet in ein Schutzsystem, das unter Curaçao-Lizenz nicht existiert. Drei Bausteine bestimmen, was im Alltag passiert.

Anmeldung, Verifizierung, ein Konto pro Anbieter

Die Teilnahme ist ab 18 Jahren erlaubt (§ 4 Abs. 3 GlüStV). Vor der vollen Verifizierung darf ein Anbieter nach § 6a GlüStV höchstens 72 Stunden lang Spielbetrieb zulassen, mit einem Einzahlungslimit von 100 € und ohne Auszahlungen. Danach wird das Konto verifiziert, und ab diesem Moment gilt das reguläre Schutzregime. Pro Anbieter ist ein Konto erlaubt – Parallelspiel über denselben Anbieter ist ausgeschlossen.

Das gemeinsame Einzahlungslimit

Das wichtigste Werkzeug ist das anbieterübergreifende Einzahlungslimit nach § 6c Abs. 1 GlüStV. Standard sind 1.000 € pro Kalendermonat, technisch durchgesetzt über die LUGAS-Limitdatei. Ein Anbieter darf für einen Spielenden mit nachgewiesener wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit ein höheres Limit setzen – bis 10.000 €, in einer Spitzengruppe von höchstens 1 % seiner aktiven Spielenden sogar bis 30.000 €. Eine Selbsterklärung reicht für die Erhöhung nicht, sie muss verifizierbar sein. Senkungen gelten sofort, Erhöhungen erst nach sieben Tagen.

Für Cricket-Spielende, die einen World Cup als Saisonhöhepunkt nutzen, ist das eine harte Leitplanke. Wer im Cricket mit höheren Einsätzen spielen will, muss die Voraussetzungen des Anbieters erfüllen – und ob ein Anbieter bei einem Kunden, der nur Cricket spielt, eine wirtschaftliche Leistungsfähigkeit annimmt, ist eine offene Frage.

OASIS, LUGAS und der Panikbutton

OASIS ist das bundesweite Spielersperrsystem (§§ 8, 8a GlüStV). Whitelist-Anbieter prüfen bei Registrierung und Login gegen OASIS; eine Selbstsperre dauert mindestens drei Monate, wenn der Spielende eine Frist nennt, sonst mindestens ein Jahr. Wer in OASIS steht, kann sich nicht einfach bei einem anderen Whitelist-Anbieter anmelden.

LUGAS führt zusätzlich die Aktivitätsdatei (§ 6h GlüStV), die Parallelspiel über verschiedene Anbieter hinweg erkennt und unterbindet. Wer auf einer zweiten Plattform spielt, obwohl das erste Konto aktiv ist, wird ausgesperrt.

Der Panikbutton (§ 6i Abs. 3 GlüStV) löst eine sofortige 24-Stunden-Sperre aus, die nicht aufgehoben werden kann. Das ist die Notbremse für den Moment, in dem die Wette zur Sucht zu kippen droht.

Zahlungen: nur auf eigenen Namen

Einzahlungen sind nach § 6b Abs. 4 GlüStV nur von einem Zahlungskonto zulässig, das auf den Namen des Spielenden läuft und bei einem Institut nach dem Geldwäschegesetz geführt wird. Anonyme Zahlungsmittel sind ausgeschlossen – das ist der Mechanismus, der Kryptowährungen und anonyme Prepaid-Karten aus den lizenzierten deutschen Wettangeboten heraushält. Guthaben der Spielenden liegt auf einem insolvenzgeschützten Treuhandkonto; bei Kontoschließung wird das Guthaben innerhalb von fünf Werktagen ohne Gebühren ausgezahlt (§ 6b Abs. 6-7 GlüStV).

Cricket-Quoten verstehen: Märkte, Quoten, Marge

Wer eine Quote auf ein Cricket-Spiel sieht, sieht das Produkt einer Rechnung. Was der Anbieter an Quote anbietet, ist das, was nach Abzug seiner Marge vom Markt übrig bleibt.

Wie Quoten entstehen

Der Anbieter bewertet jedes mögliche Ergebnis eines Marktes mit einer Wahrscheinlichkeit. Aus dieser Wahrscheinlichkeit errechnet sich die „faire“ Quote: 1 / Wahrscheinlichkeit. Addiert man die Kehrwerte der fairen Quoten aller Ergebnisse eines Marktes, kommt genau 1,00 heraus – 100 % des Marktes werden an die Spielenden ausgegeben. Das tut es in der Praxis nie. Die tatsächlichen Quoten des Anbieters sind niedriger, und die Summe der Kehrwerte liegt über 1,00. Die Differenz ist die Marge des Anbieters, gemessen am Anteil des Einsatzes, der nicht ausgezahlt wird.

Die Rechnung an einem Beispiel

Der Plan dieser Seite verlangt eine Beispielrechnung an einem fingierten Zwei-Wege-Markt mit Quoten 1,90 / 1,90. Solche symmetrischen Märkte kommen in Cricket-Wetten tatsächlich vor – etwa bei einer Match-Wette auf einen ausgeglichenen Test oder bei „über/unter“ einer Runs-Marke, wenn der Anbieter das Risiko symmetrisch verteilt.

Der reziproke Wert einer Quote 1,90 ist 1 / 1,90 ≈ 0,5263. In einem Zwei-Wege-Markt mit beiden Quoten bei 1,90 summieren sich die reziproken Werte zu 0,5263 + 0,5263 = 1,0526. Der Auszahlungsanteil ist 1 / 1,0526 ≈ 0,9501 – rund 95 %. Die Marge, also der Anteil, den der Anbieter von jedem eingesetzten Euro einbehält, ist 1 − 0,9501 = 0,0499, also rund 5 %.

Das Ergebnis als Band, nicht als Einzelpunkt: Für einen symmetrischen Zwei-Wege-Markt bei 1,90 / 1,90 liegt die Marge je nach Rundung in der Größenordnung von etwa 5 %. Bei einer Quote von 1,85 / 1,85 wäre sie etwas höher, bei 1,95 / 1,95 etwas niedriger. Die Marge ist das, was jede Wette auf diesem Markt auf lange Sicht kostet – unabhängig davon, ob man gewinnt oder verliert.

Was das für Cricket heißt

Cricket hat, anders als Fußball, in den meisten Märkten drei Ergebnisse: Sieg Auswärts, Draw, Sieg Heim (im Test) oder Sieg A, Tie, Sieg B (in ODI und T20, wobei Tie sehr selten ist). Ein Drei-Wege-Markt mit Quoten 2,40 / 3,60 / 2,80 hätte reziproke Summen von 0,4167 + 0,2778 + 0,3571 = 1,0516, also eine Marge von rund 4,9 %. In-Play-Märkte und Spielerwetten liegen erfahrungsgemäß höher, oft zwischen 6 und 9 %, weil sie schwerer zu bewerten sind. Wer als Spielender die Marge vergleicht, sollte genau hinschauen, welcher Markt verglichen wird – die Marge eines Marktes ist nicht die Marge eines anderen.

Die Auszahlung einer erfolgreichen Einzelwette errechnet sich aus Einsatz × Quote. Wer 10 € auf eine Quote 2,40 setzt und gewinnt, erhält 24 € zurück, davon 14 € Reingewinn. Bei einer Kombiwette multiplizieren sich die Quoten der Auswahlen zu einer Gesamtquote; das Risiko steigt, weil jeder einzelne Ausgang sitzen muss.

Die zehn Anbieter mit deutscher Cricket-Erlaubnis

Die folgende Übersicht zeigt die zehn Wettanbieter, die auf der GGL-Whitelist (Stand 2. Oktober 2026) mit einer Sportwetten-Erlaubnis für eine .de-Domain geführt werden. Wer Cricketwetten in Deutschland legal anbietet, steht auf dieser Liste; wer fehlt, ist entweder nicht im deutschen Markt aktiv oder hat keine Erlaubnis.

Anbieter Whitelist-Status und Erlaubnisinhaber Sportwetten-Erlaubnis seit
Tipico GGL-Whitelist – Sportwetten-Erlaubnis für Tipico; Inhaber Tipico Co. Limited 09.10.2020
ODDSET GGL-Whitelist – Sportwetten-Erlaubnis für ODDSET; Inhaber Oddset Sportwetten GmbH 15.12.2022
NEO.bet GGL-Whitelist – Sportwetten-Erlaubnis für NEO.bet; Inhaber Greenvest Betting Limited 22.12.2022
Tiptorro GGL-Whitelist – Sportwetten-Erlaubnis für Tiptorro; Inhaber Torro Tec Limited 27.12.2022
DAZN Bet GGL-Whitelist – Sportwetten-Erlaubnis für DAZN Bet; Inhaber DZBT Operations Limited 22.08.2023
Sportwetten.de GGL-Whitelist – Sportwetten-Erlaubnis für Sportwetten.de; Inhaber NetX Betting Limited 16.12.2022
888sport GGL-Whitelist – Sportwetten-Erlaubnis für 888sport; Inhaber 888 Germany Limited 15.12.2022
Betway GGL-Whitelist – Sportwetten-Erlaubnis für Betway; Inhaber Betway Limited 23.12.2022
bwin GGL-Whitelist – Sportwetten-Erlaubnis für bwin; Inhaber bwin (Deutschland) Limited 23.12.2022
Interwetten GGL-Whitelist – Sportwetten-Erlaubnis für Interwetten; Inhaber Interwetten Gaming Limited 27.12.2022

Die Whitelist trägt kein Enddatum. Eine Erlaubnis wird befristet erteilt, eine Folge-Erlaubnis ist üblich; im November 2022 und im Dezember 2022 haben fast alle hier gelisteten Anbieter eine Folge-Erlaubnis erhalten. Die Übersicht zeigt den Stand vom 2. Oktober 2026; zwischen diesem Datum und dem Tag, an dem Sie diese Seite lesen, können Erlaubnisse ergänzt, geändert oder widerrufen worden sein. Wer vor einer Wette prüfen will, ob die Erlaubnis noch gilt, schaut direkt in die Whitelist der GGL.

Tipico

Tipico ist im deutschen Markt der Anbieter mit der größten Bekanntheit, und die Cricket-Abteilung ist nicht das Hauptprogramm. Im Fußball, wo Tipico zu Hause ist, läuft der Wettschein Cashout, im Cricket ist das Programm auf die großen Events beschränkt: T20-Weltmeisterschaft, Indian Premier League, ICC-Turniere, große Test-Serien. Eine Wette auf ein County-Spiel in der englischen National League ist bei Tipico nicht selbstverständlich zu finden. Die App, die im App Store von der Tipico B2B Ltd angeboten wird, wirbt für Cashout und Live-Wetten – das gilt im Cricket nur, soweit die deutschen Live-Regeln es hergeben, also für die nächsten vergleichbaren Vorkommnisse, nicht für jeden Ball.

Wer einen Anbieter sucht, der in der deutschen Sportwetten-Landschaft verankert ist und gleichzeitig Cricket bedient, ist bei Tipico richtig – mit dem Wissen, dass Cricket nicht das Hauptfeld ist und die Tiefenmärkte im Vergleich zu Fußball, Tennis oder Basketball schmaler ausfallen.

ODDSET

ODDSET ist die traditionsreiche deutsche Marke unter den Sportwetten-Anbietern. Die Erlaubnis wurde am 15.12.2022 vom Regierungspräsidium Darmstadt erteilt; Aufsichtsbehörde ist die GGL in Halle. Das Programm ist eher auf den deutschen Markt zugeschnitten – Fußball dominiert, dazu Basketball, Handball, Eishockey. Cricket ist nicht das Kernsegment. Wer ODDSET wählt, bekommt einen Anbieter mit deutscher Verwurzelung und einer Erlaubnis, die alle Voraussetzungen des GlüStV erfüllt; ein Cricket-Live-Programm mit IPL- oder Big-Bash-Tiefe ist hier nicht zu erwarten.

Für Spielende, die gelegentlich auf ein Cricket-Highlight setzen wollen und einen in Deutschland tief verankerten Anbieter bevorzugen, ist ODDSET eine seriöse Adresse. Wer ein internationales Cricket-Vollprogramm sucht, wird anderswo fündig.

NEO.bet

NEO.bet gehört zu den Anbietern, die mit einer GGL-Erlaubnis seit 2020 am deutschen Markt aktiv sind. Die Erst-Erlaubnis datiert auf den 09.10.2020, eine Folge-Erlaubnis wurde am 22.12.2022 erteilt. Das Programm ist breit, mit Schwerpunkt auf Fußball, Tennis, US-Sport; Cricket ist eher ein Zusatzangebot. NEO.bet ist in Deutschland nicht so bekannt wie Tipico oder bwin, hat aber eine vollständige Lizenz und fällt damit unter das volle Schutzsystem aus OASIS, LUGAS und Einzahlungslimit.

Wer einen kleineren Anbieter mit voller Lizenz und einem ordentlichen Fußball-Programm sucht und Cricket eher nebenbei spielt, kann NEO.bet in Betracht ziehen – ohne die Erwartung, dass die Cricket-Quoten das Hauptargument sind.

Tiptorro

Hinter Tiptorro steht die Torro Tec Limited mit Sitz in Malta, die sich in der App-Store-Beschreibung als „behördlich zugelassener Sportwettveranstalter unter Aufsicht der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (Whitelist)“ bezeichnet. Die Erst-Erlaubnis datiert auf den 30.06.2021, die Folge-Erlaubnis auf den 27.12.2022. Tiptorro ist im deutschen Markt kein Schwergewicht, das Programm ist solide, aber Cricket gehört nicht zu den publikumsstarken Disziplinen.

Für Spielende, die auf einen unbekannteren Anbieter setzen, der dennoch die volle Lizenz hat, ist Tiptorro eine Option – der Hinweis, dass die Erlaubnis allein noch kein Cricket-Programm garantiert, gilt auch hier.

DAZN Bet

DAZN Bet ist der Wettanbieter aus dem Sportstreaming-Haus, getragen von der DZBT Operations Limited in Malta. Die Erlaubnis datiert auf den 22.08.2023 und ist damit die jüngste Erst-Erlaubnis in dieser Übersicht. DAZN bringt die Sportrechte und die Marke mit, der Wettanbieter ist ein eigenes Produkt daneben. Das Cricket-Programm hängt am Sportwetten-Konzept, nicht an der Streaming-Plattform; ein T20-IPL-Spiel ist dann live auf DAZN zu sehen, wenn die Rechte passen, gewettet wird über das Wettkonto bei DAZN Bet.

Wer die Schnittstelle zwischen Sport-Stream und Wette schätzt, findet hier einen Anbieter mit einer noch jungen, aber vollständigen Lizenz. Wer ein reines Wettprodukt sucht, vergleicht besser mit den etablierten Marken.

Sportwetten.de

Sportwetten.de gehört zur NetX Betting Limited mit Sitz in Birkirkara, Malta, und ist mit einer Erst-Erlaubnis vom 19.11.2020 und einer Folge-Erlaubnis vom 16.12.2022 auf der Whitelist geführt. Der Name ist Programm: Hier steht der deutsche Sportwetten-Markt im Vordergrund, das Wettprogramm ist breit, Cricket ist Teil des Angebots, ohne dass es zur Hauptattraktion wird. Der Vorteil liegt in der einfachen Struktur – wer einen deutschsprachigen, deutschen Regulierungsregeln unterworfenen Anbieter sucht, ist hier richtig.

888sport

888sport gehört zur 888-Gruppe, deren Muttergesellschaft 888 Holdings PLC mit Sitz in Gibraltar seit September 2005 an der Londoner Börse notiert ist. Die deutsche Erlaubnis trägt die 888 Germany Limited, Erst-Erlaubnis 30.06.2021, Folge-Erlaubnis 15.12.2022. 888sport ist international breit aufgestellt, das Cricket-Programm profitiert davon; die Marke ist im deutschen Markt weniger verankert als Tipico oder bwin, aber mit voller Lizenz ausgestattet. Wer einen international aufgestellten Anbieter mit deutschem Whitelist-Eintrag sucht, ist hier richtig.

Betway

Betway ist eine der internationalen Marken, die in den vergangenen Jahren in den deutschen Markt investiert haben. Die deutsche Erlaubnis trägt die Betway Limited, Erst-Erlaubnis 09.03.2021, Folge-Erlaubnis 23.12.2022. Im App Store wird für die Betway-App der Cash-Out als zentrale Funktion beworben – das grüne Symbol erscheint unter „Meine Wetten“, ausgezahlt werden kann der gesamte Betrag oder ein Teil. Dazu kommt ein Wettkonfigurator für Fußballspiele, der auch Auswahlen aus verschiedenen Partien kombiniert. Das Cricket-Programm ist solide, ohne dass es das Hauptsegment wäre.

Wer Cash-Out und einen Konfigurator schätzt und einen internationalen Anbieter mit voller deutscher Lizenz sucht, ist bei Betway richtig.

bwin

Bwin ist eine der großen europäischen Wettmarken, in Deutschland vertreten durch die bwin (Deutschland) Limited mit Sitz in Gzira, Malta. Die Erst-Erlaubnis datiert auf den 09.10.2020, die Folge-Erlaubnis auf den 23.12.2022. Das Programm ist breit, Cricket gehört dazu, der Markenname steht für ein internationales Wettprodukt. Im deutschen Markt ist bwin mit der vollen Lizenz unterwegs, was die Teilnahme über die Whitelist und das Schutzsystem abdeckt.

Wer einen großen, international etablierten Anbieter mit deutschem Whitelist-Eintrag und einem Cricket-Programm im Zusatzangebot sucht, ist bei bwin richtig.

Interwetten

Interwetten gehört zu den älteren europäischen Wettanbietern, in Deutschland geführt durch die Interwetten Gaming Limited mit Sitz in Sliema, Malta. Die Erst-Erlaubnis datiert auf den 02.11.2020, die Folge-Erlaubnis auf den 27.12.2022. Das Programm ist international, Cricket ist Teil des Angebots, der Markenkern liegt seit Jahrzehnten im europäischen Sportwetten-Markt. Wer einen Anbieter mit langer Geschichte und vollständiger deutscher Lizenz sucht, ist hier richtig – mit der Erwartung, dass Cricket nicht das Hauptsegment ist.

Cricketwetten im Wettjahr: Was bleibt vom Spielplan

Cricket folgt einem eigenen Saisonkalender, der sich mit dem europäischen Fußball nicht synchronisieren lässt. Wer als deutscher Wettkunde Cricket spielen will, muss den internationalen Spielplan im Auge behalten.

Die Höhepunkte im 50-Over-Format sind die Cricket-Weltmeisterschaften der Männer, die alle vier Jahre stattfinden; das Turnier wird seit 1987 im 50-Over-Format gespielt, Rekordsieger ist Australien mit sechs Titeln. Die Austragung 2023 in Indien gewann Australien, das Finale gegen Indien war deutlich. Die nächste Ausgabe 2027 wird in Südafrika, Simbabwe und Namibia ausgetragen und auf 14 Teams erweitert – eine strukturelle Veränderung, die das Wettfeld verbreitert und mehr Spiele als bisher ins Programm bringt. 2019 stand das Finale nach 50 Overs 241:241, im Super Over 15:15; England gewann nach der Zahl der Boundaries. Wer solche Endspiele wettend begleiten will, findet während eines World Cup das dichteste Cricket-Programm des Jahres.

Zwischen den Weltmeisterschaften bestimmen Test-Serien zwischen den Vollmitgliedern des ICC das Programm, dazu T20-Bilaterals und die nationalen Twenty20-Ligen. Die Indian Premier League ist ein Beispiel für eine nationale T20-Liga mit internationalen Spielern, die Big Bash League in Australien und die Caribbean Premier League folgen dem Muster. Diese Ligen laufen in den heißen Phasen des Cricket-Kalenders – IPL typischerweise im April/Mai – und sind für deutsche Wettkunden dann verfügbar, wenn ein Whitelist-Anbieter sie ins Programm nimmt.

Wer in der toten Saison, etwa im Februar, Cricket wetten will, wird ein dünneres Angebot vorfinden. Das ist kein deutsches Sonderproblem, sondern liegt am Spielplan der Sportart selbst.

Duckworth-Lewis-Stern: Wenn das Wetter die Wette dreht

Cricket ist die Sportart, in der das Wetter am häufigsten über das Ergebnis entscheidet – und in der seit Jahrzehnten eine eigene Methode existiert, mit dieser Realität umzugehen. Die Duckworth-Lewis-Stern-Methode berechnet das Ziel der zweiten schlagenden Mannschaft in Limited-Overs-Spielen, die durch Wetter unterbrochen werden. In 50-Over-Spielen muss jedes Team mindestens 20 Overs spielen, in Twenty20 mindestens fünf, sonst wird das Spiel als „No Result“ gewertet. Eine Ausnahme gilt, wenn ein Team bereits all out ist oder das Ziel früher erreicht.

Die Methode wurde 1997 eingeführt und 1999 vom International Cricket Council (ICC) offiziell übernommen; seit November 2014 trägt sie nach Steven Stern den vollständigen Namen Duckworth-Lewis-Stern. Für Wettkunden bedeutet das: Wetten auf den Sieger eines durch Wetter verkürzten Limited-Overs-Spiels werden in der Regel nach der Methode abgerechnet, das Ergebnis wird anhand der zum Zeitpunkt der Unterbrechung verfügbaren Daten berechnet. Wettanbieter veröffentlichen die Regeln zur Abrechnung in ihren AGB; ein Blick vor der Wette schützt vor Überraschungen.

Was eine Cricketwette wirklich kostet

Am Ende einer Wette steht eine Auszahlung, von der noch die Steuer abgeht. Wer die Zahlen im Kopf durchrechnet, sollte wissen, wo welches Prozent hängenbleibt.

Auszahlung, Einsatz, Gewinn

Eine Wette von 10 € auf eine Quote 2,40 bringt 24 € Auszahlung, davon 14 € Reingewinn. Eine Kombiwette aus zwei Auswahlen mit den Quoten 1,80 und 2,20 hat die Gesamtquote 1,80 × 2,20 = 3,96, der Einsatz 10 € wird im Erfolgsfall mit 39,60 € ausgezahlt. Auf lange Sicht kostet jede Wette den Anteil, den die Marge des Marktes ausmacht – im Cricket meist zwischen 5 und 7 % bei den Hauptmärkten, in In-Play und Spielermärkten oft höher.

Die Wettsteuer im Alltag

Die Steuer wird vom Anbieter eingezogen und an das Finanzamt abgeführt. Der Mechanismus ist gesetzlich vorgegeben, der Ort des Abzugs ist Sache des Anbieters. Manche Anbieter ziehen die Steuer direkt vom Einsatz ab – aus 10 € werden 9,50 €, die gewettet werden. Andere ziehen sie vom Bruttogewinn ab – aus 24 € Auszahlung werden 22,73 €. Wieder andere übernehmen die Steuer und ziehen nichts ab. Wer die konkrete Behandlung wissen will, schaut in die AGB des Anbieters.

Die Steuer ist eine Rechengröße, kein Indikator für die Qualität der Quote. Eine niedrigere Steuerquote hilft wenig, wenn die Wettmarge hoch ist. Wer Anbieter vergleicht, vergleicht beides.

Kombiwetten und das Risiko

Kombiwetten multiplizieren die Quoten, aber auch das Risiko. Schon eine falsche Auswahl streicht den gesamten Schein. Die Quote einer Kombiwette sieht verlockend aus, weil sie aus mehreren mittelmäßigen Einzelquoten entsteht; die Marge der Kombination ist allerdings die Summe der Margen der Einzelmärkte. Wer kombiniert, spielt nicht gegen den Buchmacher mit besseren Quoten, sondern gegen die höhere Marge der kombinierten Märkte.

Woran man einen seriösen Cricket-Anbieter in Deutschland erkennt

Wer Cricket in Deutschland online wetten will, kann die Spreu vom Weizen an drei Stellen trennen.

Wer diese drei Punkte vor der Anmeldung prüft, hat die wichtigsten Hausaufgaben gemacht. Der Rest – Zahlungsmethoden, Quoteniveau, Kundendienst – entscheidet sich am konkreten Wettverhalten.

Häufige Fragen zu Cricketwetten in Deutschland

Nur bei Anbietern, die auf der Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL) mit einer Sportwetten-Erlaubnis für eine .de-Domain geführt sind. Eine maltesische oder curaçaoische Lizenz reicht in Deutschland nicht. Die Whitelist wird regelmäßig aktualisiert; vor der Anmeldung prüft der Spielende den aktuellen Stand.

Was unterscheidet Test, ODI und T20 für Wetten?

Das Test-Match läuft über bis zu fünf Tage mit zwei Innings pro Mannschaft, Märkte sind vor allem Match-Wetten und Draw-Wetten. Das ODI umfasst 50 Overs pro Innings und endet meist an einem Tag, das T20 nur 20 Overs pro Innings in höchstens 75 Minuten. T20 hat das dichteste Live-Programm, weil sich das Spiel in Minuten dreht.

Was bedeutet die Duckworth-Lewis-Stern-Methode für meine Wette?

Sie berechnet das Ziel der zweiten schlagenden Mannschaft, wenn ein Limited-Overs-Spiel wegen Wetters unterbrochen wird. In ODI-Spielen muss jedes Team mindestens 20 Overs absolviert haben, in T20 mindestens fünf, sonst wird das Spiel als „No Result“ gewertet und die Wette nach Anbieter-AGB abgerechnet. Die Methode wird seit 1999 vom ICC offiziell verwendet.

Sind Livewetten auf Cricket in Deutschland erlaubt?

Ja, aber nur eingeschränkt. Nach § 21 Abs. 4 GlüStV sind während eines laufenden Ereignisses Wetten auf den Endausgang und auf „nächste vergleichbare Vorkommnisse“ erlaubt, wenn diese im Sport selten sind. Im Cricket bedeutet das: Match-Sieger ja, nächster Wicket ja, nächster Run in jedem Ball in der Regel nicht. Anbieter schneiden ihr Live-Programm entsprechend zu.

Sind Cricket-Wetttipps sicher?

Nein. Eine Wette auf den Ausgang eines Cricket-Spiels ist eine Wette auf ein ungewisses Ereignis. Auch wenn Quoten, Formkurven und Wetterdaten die Wahrscheinlichkeit eines Ergebnisses eingrenzen, bleibt das Ergebnis offen. Wer eine Vorhersage als „sicher“ verkauft, verkauft keine Analyse, sondern eine Illusion.

Wie wird meine Auszahlung berechnet?

Die Auszahlung ist Einsatz × Quote. Bei einem Einsatz von 10 € und einer Quote von 2,40 erhalten Sie 24 € zurück, davon 14 € Reingewinn. Davon zieht der Anbieter gegebenenfalls die Wettsteuer von 5,3 % ab, deren Behandlung Anbieter-spezifisch ist. Die Auszahlung errechnet sich aus Quote und Einsatz – die Wahrscheinlichkeit, mit der die Wette gewinnt, spielt für die Auszahlung keine Rolle, sondern nur für die Bewertung der Quote.

Die Wettsteuer: 5,3 %, aber an wen?

Die Sportwettensteuer ist in §§ 16–25 RennwLottG geregelt. Sie beträgt 5,3 % auf einen Basisbetrag, der so definiert ist, dass die Steuer selbst herausgerechnet wird: 5,3 / 105,3 ≈ 5,03 % des eingesetzten Betrags. Schuldner ist der Veranstalter der Wette, nicht der Spielende (§ 19). Ob und wie der Anbieter die Steuer an die Spielenden weitergibt, ist seine Sache. Manche Anbieter ziehen die Steuer direkt vom Einsatz ab, manche nur vom Bruttogewinn, manche übernehmen sie vollständig. Eine pauschale Aussage „die Steuer beträgt 5,3 % vom Einsatz“ ist deshalb falsch – sie beträgt 5,3 % nach der gesetzlichen Bemessungsgrundlage, und der Anbieter entscheidet, wo der Abzug landet. Wer die konkrete Behandlung wissen will, liest die AGB des Anbieters.

Eine Steuerzahlung belegt im Übrigen keine Lizenz. Auch unerlaubte Anbieter können Wettsteuer abführen; das macht das Angebot nicht legal.

Inhalt erstellt vom Team «Wettanbieter mit Klarna»