Heinz-Wetten bei deutschen Wettanbietern: Was die 57er-Kombi kostet und wer sie anbietet

Updated Oktober 2026
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Stand: 19. Oktober 2026 · geprüft gegen die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL)

Sechs Fußbälle in einem Kreis auf einem gepflegten Rasen, von oben aufgenommen, gleichmäßiges Tageslicht.
Der „Heinz“ deckt alle Kombinationen aus sechs Auswahlen ab dem Doppel ab; der Name stammt von den 57 Mehrfachwetten: 15 Doppel, 20 Dreier, 15 Vierer, 6 Fünfer und 1 Sechser.

Ein Heinz bündelt sechs Einzelauswahlen zu 57 Wetten, ein Super Heinz sieben Auswahlen zu 120 Wetten, und jede Auswahl kostet ihren eigenen Einsatz. Wer sechs Partien mit je 2 € pro Linie spielt, lässt sich das 114 € kosten, bevor der erste Ball rollt. Lizenz, Sportwettensteuer und das eigene Einzahlungslimit entscheiden dann darüber, was am Ende übrig bleibt.

Was eine Heinz-Wette ist und woher der Name kommt

Die Heinz-Wette gehört zu den Full-Cover-Wetten, also zu den Systemen, die sämtliche Mehrfachwetten über eine festgelegte Anzahl von Auswahlen abdecken. Beim Heinz sind es sechs Auswahlen, beim Super Heinz sieben und beim Goliath acht – die drei nächsten Verwandten unterscheiden sich nur in der Zahl der Linien, die das System aufmacht.

Ein Taschenrechner und ein Notizblock mit handgeschriebenen Zahlenreihen auf einem Holztisch, daneben ein Bleistift.
Interwetten trägt laut AGB (Stand 07.07.2021) die Sportwettensteuer und nimmt bei Wetten einen Quotenabschlag von 5,3 % vor.

Der Name ist eine Zahlenreferenz, kein Hersteller. Eine Heinz-Wette enthält 57 Mehrfachwetten: 15 Doppel, 20 Dreier, 15 Vierer, 6 Fünfer und 1 Sechser. Wer in Cincinnati in den 1890ern „57 varieties“ auf die Soßenetiketten druckte, hat damit nichts zu tun; im Wettjargon ist „Heinz“ schlicht die Kurzformel für „fünfundsiebzig“ – oder besser: für 57. Beim Super Heinz kommt die siebte Auswahl dazu, das System öffnet 120 Linien: 21 Doppel, 35 Dreier, 35 Vierer, 21 Fünfer, 7 Sechser und 1 Siebener.

Der entscheidende Unterschied zur Kombiwette: Bei einer Kombi zählt jede Auswahl nur einmal, alle müssen gewinnen, und der Preis ist die Multiplikation der Einzelquoten. Beim Heinz darf eine Auswahl verlieren, ohne dass die Wette als Ganzes verloren ist – sie verliert nur die Linien, in denen sie enthalten war. Die Kehrseite: Der Einsatz vervielfacht sich linear mit der Linienzahl. Bei 1 € pro Linie kostet ein Heinz 57 €, bei 2 € pro Linie 114 €, und das, bevor ein Gewinn feststeht.

Wie der Super Heinz den Heinz erweitert

Der Super Heinz folgt demselben Prinzip, setzt aber eine Auswahl drauf. Aus sechs Linien-Größen werden sieben: 21 Doppel, 35 Dreier, 35 Vierer, 21 Fünfer, 7 Sechser und 1 Siebener. Insgesamt 120 Wetten zu je einem Einsatz – bei 1 € pro Linie sind das 120 €, bei 2 € bereits 240 €.

Ein Fußballtor mit Netz im Morgennebel auf einem leeren Platz, die Linien nur schwach zu erkennen.
Auf der Whitelist der GGL ist für LeoVegas die LVSports Limited als Betreiberin geführt, mit einer Erlaubnis für Sportwetten seit dem 21.10.2024.

Für den Leser heißt das: Wer von „Heinz“ spricht und „Super Heinz“ meint, spielt entweder das falsche System oder zahlt das doppelte Risiko, ohne es zu wissen. Wer unsicher ist, prüft die Linienzahl im Wettschein – 57 Linien heißt Heinz, 120 Linien Super Heinz, und die deutsche Anbieterlandschaft führt das in der Regel im Wettprogramm klar aus.

Mindestgewinne und Rückzahlung beim Heinz

Eine ehrliche Antwort klingt nüchtern: Schon eine einzige gewonnene Auswahl reicht aus, damit überhaupt etwas zurückfließt – sofern sie Teil mindestens eines gespielten Doppel ist, was bei sechs Auswahlen immer der Fall ist. Eine Auszahlung über dem Einsatz entsteht aber erst, wenn die kombinierten Quoten hoch genug sind, um die 57 Linien zu finanzieren.

Mit anderen Worten: Wer den Heinz als „Versicherung“ gegen einen Ausreißer versteht, liegt richtig – der Schaden einer falschen Auswahl ist nicht der Totalverlust wie bei der Kombi. Wer den Heinz als „schnellen Gewinn“ versteht, liegt falsch – die Buchmacher-Marge verteilt sich auf 57 Linien, und eine durchschnittliche Auszahlungsquote von 93 % bedeutet 4 % Marge, die sich auf jede Linie legt.

Wettmärkte und Auswahlen für den Heinz

Welche Märkte sich bündeln lassen

Der Heinz verlangt sechs Auswahlen, die unabhängig voneinander ausgewertet werden. Klassisch sind Ergebniswetten (1X2), Over/Under, beide treffen, Handicap und Halbzeit/Endstand – alles, was der Buchmacher als Einzelwette anbietet, lässt sich grundsätzlich auch in eine Systemwette ziehen. Üblich ist die Mischung: Drei 1X2 aus drei verschiedenen Ligen, ein Over 2,5 aus einer Partie, eine Handicap-Linie aus einer weiteren und ein Both Teams to Score aus dem Spitzenspiel des Wochenendes.

Wichtig ist die zeitliche Unabhängigkeit. Wettet jemand auf „nächster Ball ist ein Punkt“ in einem laufenden Tennis-Match und auf das Endergebnis eines Bundesligaspiels am Samstag, so hängen diese Auswahlen über das Live-Ereignis zusammen, und die meisten Anbieter schließen das aus. Saubere Heinz-Konstruktionen trennen Vorspiel- und Live-Märkte oder setzen komplett auf Pre-Match.

Was ein Wettrechner leistet

Ein Wettrechner nimmt die sechs (oder sieben) Einzelquoten, baut daraus alle Kombinationen und rechnet für jede Linie den potenziellen Gewinn aus: Einsatz × Quote. Wer 1 € pro Linie setzt und die Quoten 1,50, 1,80, 2,00, 2,20, 2,50 und 3,00 eintippt, sieht 57 Zeilen, in denen jeder mögliche Gewinn steht.

Die Multiplikation geschieht nicht im Kopf, sondern im Rechner. Wer die Quoten 1,50 / 2,00 / 2,50 mit einem Linieneinsatz von 1 € zu allen möglichen Dreier-Kombis bündelt, erhält für jede der 20 Dreier-Linien einen Gewinn zwischen 3,00 € (1,50 × 1,50 × 1,50 in der fiktiven Mehrfachbesetzung) und höher. Der Wettrechner sortiert das, der Leser liest die Spalte „Rückzahlung“ – und prüft dann, ob die mögliche Auszahlung den Gesamteinsatz von 57 € pro System überhaupt übersteigt. Tut sie es nicht, ist die Wette kein Geschäft.

Berechnungsbeispiel: Was ein 1-€-Heinz bei drei ausgewählten Quoten zurückzahlt

Die Seite rechnet das an einem einfachen, nicht zitierten Beispiel vor: drei Quoten 1,50, 2,00 und 2,50 mit 1 € Einsatz pro Linie. Das System wählt die Quoten stellvertretend aus, der Buchmacher ist offen, der Tag ist beliebig – es geht um die Mechanik, nicht um ein echtes Angebot.

Wer aus den drei Quoten nur die Dreier-Kombi bildet, gibt 1 € Einsatz aus und erhält im Gewinnfall 1,50 × 2,00 × 2,50 = 7,50 € zurück, also 6,50 € Nettogewinn. Wer dieselben Quoten als Teil eines Heinz spielt, deckt 20 verschiedene Dreier-Kombinationen ab (die Drei selbst plus alle anderen Dreier aus den weiteren drei Auswahlen, die das System fingiert), und der Gesamteinsatz für die Dreier-Linien allein liegt entsprechend bei 20 €. Eine einzelne volle Dreier-Kombi zu 1 € Einsatz kostet 1 € und zahlt 7,50 € – das ist das Vielfache dessen, was die isolierte Wette kostet.

Der Leser sieht daran die Formel: Rückzahlung = Einsatz × Quote. Bei einer Dreier-Kombi aus 1,50 / 2,00 / 2,50 und 1 € Einsatz liegt die Rückzahlung bei 7,50 €, der Nettogewinn bei 6,50 €. Setzt jemand die gleiche Wette als Linie in einem vollen Heinz, gibt er für diese eine Linie ebenfalls 1 € aus, gewinnt aber nur 7,50 € – das ist nicht mehr, sondern exakt das, was die Einzelwette auch gezahlt hätte. Der Mehrwert des Heinz liegt nicht in einer Linie, sondern in der Streuung: Verlieren eine oder zwei Auswahlen, bleiben die anderen Linien bespielbar.

Das ist die Mechanik, die der Wettrechner abbildet, und es ist der Grund, warum ein Heinz kein „Gewinnverstärker“ ist, sondern ein Risikomanagement. Der Buchmacher-Margenverlust ist eingeplant, der Gesamteinsatz ist eingeplant, und die Frage ist am Ende nicht „wie viel kann ich gewinnen“, sondern „wie viele meiner Auswahlen müssen treffen, damit ich über dem Gesamteinsatz liege“. Bei Quoten um die 2,00 sind das je nach Kombinationstiefe vier bis fünf richtige Tipps.

Lizenz, Whitelist und Rechtsrahmen für Heinz-Wetten

Was die Whitelist der GGL leistet

Die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder (GGL) in Halle (Saale) führt unter dem GlüStV 2021 die bundesweite Erlaubnis zum Veranstalten und Vermitteln von Sportwetten im Internet. Sie prüft Anbieter, erteilt die Erlaubnis und überwacht den Markt – und sie veröffentlicht die Whitelist nach § 9 Abs. 8 GlüStV. Nur wer auf dieser Liste steht, darf in Deutschland legal Sportwetten anbieten, gleich in welchem Format: Einzelwette, Kombiwette, Systemwette, Live-Wette, Heinz.

Die Liste wird regelmäßig aktualisiert. Der Stand vom 2. Oktober 2026 weist 30 Einträge aus: 27 Inhaber einer Sportwetten-Erlaubnis, davon zwei zusätzlich mit Pferdewetten, und drei weitere nur für Pferdewetten zugelassen. Jede gelistete Domain ist eine .de-Domain, aber ein .de-Auftritt allein beweist gar nichts – die Erlaubnis steht auf der Liste, sonst nirgends.

Was die Erlaubnis dem Anbieter erlaubt – und was nicht

Die Erlaubnis deckt feste Quoten auf das Ergebnis eines Sportereignisses oder eines Abschnitts davon, einzeln oder in Kombination, sowie auf Vorgänge im Ereignis. Live-Wetten sind während eines laufenden Ereignisses nur auf das Endergebnis oder auf das nächste Tor, den nächsten Satz oder eine vergleichbare Komponente erlaubt, soweit solche Ereignisse im Sport selten sind – „nächstes Tor“ im Fußball ja, „nächster Punkt“ im Tennis nein. Verboten sind Wetten auf Ereignisse mit überwiegend Minderjährigen oder Amateuren (GGL-Praxis: Fußball unterhalb der 3. Liga zählt als Amateur), manipulationsanfällige Wetten und Wetten auf Regelverstöße oder deren Sanktionierung. E-Sport ist nach GGL-Auffassung kein Sport, lizenzierte E-Sport-Wetten gibt es in Deutschland nicht.

Für Heinz-Wetten heißt das: sechs oder sieben Auswahlen aus dem erlaubten Sportwettprogramm, alle aus pre-match oder live auf erlaubte Komponenten, ohne E-Sport. Wer einen Heinz mit einer E-Sport-Linie baut, wird die Wette beim Anbieter nicht platzieren können.

Verbraucherschutz und Einzahlungslimit

Die Teilnahme ist ab 18 Jahren erlaubt. Pro Anbieter gibt es ein Konto mit voller Verifizierung; bis zur Verifizierung darf der Anbieter maximal 72 Stunden Spielbetrieb mit einem Einzahlungslimit von 100 € und ohne Auszahlungen zulassen. Das monatliche Einzahlungslimit liegt default bei 1.000 € über alle Anbieter hinweg und wird über die LUGAS-Limitdatei durchgesetzt. Anbieter dürfen für einzelne Spieler höhere Limits setzen, bis 10.000 €, in Ausnahmen bis 30.000 € für höchstens 1 % der aktiven Spieler, aber nur gegen nachweisbare wirtschaftliche Leistungsfähigkeit, nicht gegen Selbsterklärung.

Parallel-Spiel ist verboten – die Aktivitätsdatei verhindert, dass ein Spieler gleichzeitig bei mehreren Anbietern aktiv ist. OASIS ist die bundesweite Sperrdatei, die bei Registrierung und Login abgefragt wird; eine Selbstsperre dauert mindestens drei Monate, wenn der Spieler eine Frist nennt, sonst mindestens ein Jahr. Der Panikbutton löst eine sofortige 24-Stunden-Sperre aus. Offshore-Anbieter sind weder an OASIS noch an LUGAS angeschlossen – das ist einer der wenigen handfesten Unterschiede, der die Whitelist zur Geschmacksfrage macht.

Wer ohne Erlaubnis anbietet

Anbieter ohne deutsche Erlaubnis, die in Deutschland um Kunden werben, betreiben unerlaubtes Glücksspiel. Eine Lizenz aus Curaçao, Anjouan oder Malta hat in Deutschland keine Bedeutung, und die GGL warnt vor illegalen Angeboten. Strafrechtlich steht auf das Veranstalten bis zu zwei Jahre oder eine Geldstrafe, auf das Bewerben bis zu ein Jahr, auf das Mitspielen bis zu sechs Monate oder eine Geldstrafe. Verfolgungen einzelner Spieler sind nicht belegt – weder Entwarnung noch Drohung.

Zivilrechtlich haben deutsche Gerichte in mehreren Fällen Anbieter ohne deutsche Erlaubnis zur Rückzahlung verlorener Einsätze verpflichtet. Der Bundesgerichtshof hat dem EuGH am 25. Juli 2024 (Az. I ZR 90/23) die Frage vorgelegt, ob die Dienstleistungsfreiheit einer Nichtigkeit von Sportwettenverträgen entgegensteht; der Kläger fordert von Tipico mehr als 3.700 € Verluste aus den Jahren 2013 bis 2018 zurück. Der Generalanwalt des EuGH hat in seinen Schlussanträgen vom 19. März 2026 (Rechtssache C-530/24) grundsätzlich für möglich gehalten, unlizenzierte Anbieter zur Rückzahlung zu verpflichten, mit einer Ausnahme: Haben Behörden zugesichert, die Lizenzpflicht vorerst nicht durchzusetzen, könnte dies die Rückforderung sperren. Kein Leser sollte sich darauf verlassen – die Frage ist offen, und eine Erstattung ist niemandem versprochen.

Sportwettensteuer: 5,3 % – aber wo?

Die Sportwettensteuer ist eine deutsche Besonderheit und eine Buchmacher-Pflicht. Sie steht in §§ 16-25 des Rennwett- und Lotteriegesetzes, beträgt 5,3 % der Bemessungsgrundlage „Einsatz abzüglich der Steuer selbst“ – also etwa 5,03 % des gezahlten Betrags – und wird vom Veranstalter der Wette geschuldet, nicht vom Spieler. Die Weitergabe an den Kunden ist dem Anbieter überlassen, und genau hier unterscheiden sich die Häuser.

ODDSET behält 5 % vom Bruttogewinn einer gewonnenen Wette ein, also von Einsatz × Quote, bevor ausbezahlt wird. Interwetten trägt die Steuer selbst und nimmt einen Quotenabschlag von 5,3 % an den Quoten vor, schreibt das in die AGB (Stand 07.07.2021) und verschiebt den Abschlag damit vom Gewinn in den Preis. Sportingbet behält 5 % vom Bruttogewinn nach § 17 RennwLottG ein. Winamax bewirbt im Footer der eigenen Website „0 % Wettsteuer“ und verweist auf eine Odoxa-Studie zu 2.967 Spielen vom 1. April 2025 bis 30. August 2025, nach der das Haus bei 45 % der untersuchten Quoten auf Platz eins lag – die Werbeaussage steht hier, der Studienverweis auch, der Leser macht sich sein eigenes Bild.

Für einen Heinz heißt das: Wer auf 57 Linien je 1,00 € setzt, gibt 57,00 € aus. Bei ODDSET werden von jedem Gewinn weitere 5 % abgezogen, bei Interwetten sind die Quoten von vornherein 5,3 % niedriger, bei Winamax entfällt der Abzug. Über die Gewinnsumme entscheidet die Buchmacher-Marge ohnehin; die Steuer ist eine Schicht obendrauf, und sie schlägt bei Systemwetten stärker durch, weil mehr Linien die Abzugsfläche vergrößern.

Verantwortungsvolles Spielen mit Systemwetten

Ein Heinz mit 1 € pro Linie kostet 57 €, mit 2 € bereits 114 €. Wer mit höherem Linieneinsatz spielt, erreicht das monatliche Default-Limit von 1.000 € sehr schnell – nicht über die Einzahlung, sondern über den kumulierten Einsatz, der bei Systemen linear mit der Linienzahl wächst. Wer den Super Heinz mit 5 € pro Linie spielt, lässt 600 € Einsatz pro Wettschein liegen, und wer das jede Woche macht, ist in zwei Wochen am Limit.

OASIS fragt bei Registrierung und Login ab, ob eine Sperre vorliegt. Eine Selbstsperre über OASIS läuft mindestens drei Monate, wenn der Spieler eine Frist nennt, sonst mindestens ein Jahr, und sie gilt anbieterübergreifend. Der Panikbutton löst eine sofortige 24-Stunden-Sperre aus und ist in jeder lizenzierten Oberfläche erreichbar. Wer bei einem Anbieter ohne deutsche Lizenz spielt, ist an keines dieser Systeme angeschlossen – das ist der zweite handfeste Unterschied zur Whitelist.

Wer merkt, dass er die Systematik verliert – die Auswahl wächst, der Einsatz wächst, die Quoten sinken, die Auszahlung deckt den Einsatz nicht mehr – nutzt die OASIS-Sperre. Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung führt unter „Spielen mit Verantwortung“ Beratung und Selbsttest, die Anbieter selbst verlinken die Hilfeseiten direkt aus der Kontoführung. Beides ist keine Empfehlung, das Spielen aufzugeben, sondern die Standardinfrastruktur, die der Markt für genau diesen Fall vorhält.

Wettanbieter mit Heinz-Wetten im Vergleich

Die folgende Einordnung zeigt, welche der zehn Anbieter auf der GGL-Whitelist Systemwetten – und damit den Heinz – im Programm führen, und welche formalen Bedingungen jeweils gelten. Die Tabelle beschränkt sich auf das, was die Whitelist selbst hergibt: Inhaber der Erlaubnis und Datum der erstmaligen Sportwetten-Erlaubnis. Alles, was ein Anbieter über sein Wettprogramm, die Quoten oder die Systemwetten-Konstruktion sagt, gehört in seine eigenen AGB und in den Vergleich unten.

Anbieter Whitelist-Status (GGL) Inhaber der Erlaubnis Sportwetten-Erlaubnis seit
LeoVegas Whitelist-Eintrag LVSports Limited 21.10.2024
NEO.bet Whitelist-Eintrag Greenvest Betting Limited 09.10.2020
Sportingbet Whitelist-Eintrag Sportingbet (Deutschland) Limited 09.10.2020
Betway Whitelist-Eintrag Betway Limited 09.03.2021
ODDSET Whitelist-Eintrag Oddset Sportwetten GmbH 18.11.2020
bet-at-home Whitelist-Eintrag Bet-at-home.com Internet Limited 02.11.2020
Sportwetten.de Whitelist-Eintrag NetX Betting Limited 19.11.2020
Bet3000 Whitelist-Eintrag I.B.C. Sportsbetting Limited 22.04.2026
Tiptorro Whitelist-Eintrag Torro Tec Limited 30.06.2021
Interwetten Whitelist-Eintrag Interwetten Gaming Limited 02.11.2020

Die Spalte „Sportwetten-Erlaubnis seit“ zeigt das Datum der erstmaligen Erlaubnis, die Whitelist trägt selbst kein Enddatum. Die erstmalige Erlaubnis läuft nach § 4c Abs. 1 GlüStV fünf Jahre; eine Folgeerlaubnis verlängert. Alle zehn Anbieter führen die Erlaubnis als Inhaber, nicht als bloße Domain – wer auf der Whitelist steht, ist rechtlich der Veranstalter, auch wenn der Markenname auf der Plattform ein anderer ist.

LeoVegas

LeoVegas ist über die LVSports Limited auf der Whitelist, mit einer Erlaubnis für Sportwetten seit dem 21. Oktober 2024. Der Anbieter richtet sich an Spieler, die ein schlankes Sportwetten-Angebot erwarten, oft in Kombination mit einem Casino-Bereich – die Whitelist führt LeoVegas daher mit einer eigenen Erlaubnis für virtuelle Automatenspiele seit dem 27. Februar 2023. Für den Heinz entscheidend ist, ob das Wettprogramm Systemwetten mit sechs oder sieben Auswahlen abbildet, und das variiert nach Sport und Saison. Wer auf LeoVegas einen Heinz bauen will, prüft vorab im Wettschein, ob die gewünschte Linienzahl angeboten wird.

NEO.bet

NEO.bet tritt über die Greenvest Betting Limited auf, mit Erlaubnis seit dem 9. Oktober 2020 und Folgeerlaubnis vom 22. Dezember 2022. Die NEO.bet-App nennt Live-Quoten, Live-Wetten, Cashout und Teil-Cashout als Funktionen. Für den Heinz ist Cashout ohne Belang – Systemwetten sind in der Regel nicht cashout-fähig, der Anbieter behält sich das für Einzel- und Kombiwetten vor. Wer einen Heinz spielt, hält die Wette bis zum Ende aller Linien, und genau das ist bei Systemwetten auch die Regel. NEO.bet ist damit eher ein Anbieter für den Spieler, der Live-Wetten schätzt und Systemwetten als stabile Beimischung nutzt.

Sportingbet

Sportingbet gehört zur Sportingbet (Deutschland) Limited, Whitelist seit dem 9. Oktober 2020 mit Folgeerlaubnis vom 21. Dezember 2022. Die Wettregeln ziehen 5 % vom Bruttogewinn nach § 17 RennwLottG ein – das ist der „Quotenabschlag“ des Hauses, sichtbar erst im Gewinnfall. Bei einem 100 €-Gewinn aus einem Heinz werden 5 € abgezogen, bei einem 1.000 €-Gewinn 50 €. Der Höchstgewinn pro Sportwette liegt nach AGB bei 100.000 €, über sieben Tage bei 250.000 € netto, darüber hinaus besteht keine Auszahlungspflicht. Cash Out ist bei Sportingbet nur bei Einzel- und Kombiwetten möglich, nicht bei Systemwetten, und nicht bei Wetten, die als FreeBet abgeschlossen wurden. Wer auf Sportingbet einen Heinz baut, kombiniert die Marge des Marktes mit dem 5 %-Abzug auf den Bruttogewinn – beides drückt die Auszahlung, und die Frage ist, ob die Auswahlquoten hoch genug sind, um das zu kompensieren.

Betway

Betway läuft über die Betway Limited mit Erlaubnis seit dem 9. März 2021 und Folgeerlaubnis vom 23. Dezember 2022. Die App nennt einen Wettkonfigurator namens „Konfigurator+“, der Auswahlen aus verschiedenen Partien kombiniert – das ist im Aufbau einem Heinz ähnlich, technisch aber ein Bet Builder und keine Systemwette. Der Cash-Out erfolgt über das grüne Symbol unter „Meine Wetten“ und kann auf den gesamten Betrag oder einen Teil angewendet werden. Für Heinz-Spieler ist Betway ein Haus, in dem der Wettkonfigurator für Einzelwetten stark ist und das Systemwetten-Angebot in der Breite solide, aber nicht spezialisiert ist.

ODDSET

ODDSET gehört zur Oddset Sportwetten GmbH, Whitelist seit dem 18. November 2020 mit Folgeerlaubnis vom 15. Dezember 2022. Die AGB sehen einen Quotenabschlag von 5 % auf den Bruttogewinn vor, also genau das Modell, das Sportingbet auch fährt. ODDSET ist als staatlich konzessionierter Anbieter positioniert – der Markenkern ist Sicherheit, nicht Quotenführerschaft. Für den Heinz heißt das: solide Whitelist-Lage, ein 5 %-Abzug am Ende, kein besonderer Quotenhebel, und ein überschaubares Wettprogramm, das Systemwetten in den Hauptsportarten führt. Wer auf ODDSET spielt, zahlt den Quotenabschlag, bekommt aber die Whitelist-Ruhe.

bet-at-home

bet-at-home ist über die Bet-at-home.com Internet Limited auf der Whitelist, mit Erlaubnis seit dem 2. November 2020, Folgeerlaubnis vom 22. Dezember 2022 und einer eigenen Erlaubnis für virtuelle Automatenspiele seit dem 28. Dezember 2022. Der Anbieter ist im deutschsprachigen Markt breit aufgestellt und im Wettprogramm klassisch. Systemwetten wie der Heinz sind im Standardprogramm enthalten, die Frage ist die Quotenhöhe. Bei einem Bookmaker, der im Mainstream-Markt spielt, liegen die Margen im einstelligen Prozentbereich – genauer lässt es sich aus der Ferne nicht sagen, das hängt von Sport und Liga ab.

Sportwetten.de

Sportwetten.de tritt unter der NetX Betting Limited auf, Whitelist seit dem 19. November 2020 mit Folgeerlaubnis vom 16. Dezember 2022. Der Willkommensbonus verlangt nach AGB die 1-fache Umsetzung des eingezahlten Betrags und die 6-fache Umsetzung des Bonusbetrags, zulässig sind nur Wetten mit einer Mindestgesamtquote von 2,00 pro Wettschein. Bei 100 € Einzahlung und 100 € Bonus beträgt der Gesamtumsatz 700 €. Für den Heinz ist die Mindestquote 2,00 ein Filter – wer einen Heinz mit Quoten um die 1,50 baut, erfüllt die Umsatzbedingung mit diesem Wettschein nicht. Sportwetten.de ist damit eher ein Haus für den Spieler, der den Willkommensbonus aktiv nutzt und seine Systemwetten entsprechend dimensioniert.

Bet3000

Bet3000 gehört zur I.B.C. Sportsbetting Limited mit Sitz in Sliema, Malta, und ist mit dem Erstdatum 22. April 2026 auf der Whitelist – das ist der jüngste Ersteintrag im Vergleichsfeld. Der Anbieter positioniert sich klassisch über Quotenführerschaft, das Markenimage ist „besser als der Markt“. Für den Heinz heißt das: Wenn Bet3000 die Quotenführerschaft hält, liegen die Auszahlungen über dem Wettbewerb, und der 5 %-Abzug der Sportwettensteuer, den viele Anbieter weitergeben, wird hier je nach Modell behandelt. Die Whitelist-Erlaubnis ist neu – wer Wert auf eine möglichst lange Whitelist-Historie legt, findet bei anderen Anbietern mehr, wer den jüngsten Markteintritt schätzt, ist hier richtig.

Tiptorro

Tiptorro tritt über die Torro Tec Limited auf, Whitelist seit dem 30. Juni 2021 mit Folgeerlaubnis vom 27. Dezember 2022. Die Tiptorro-App erlaubt Tipps vor Spielbeginn und live, als Einzel-, Kombinations-, Mehrweg- und Systemwetten, mit Cashout und Teil-Cashout, solange das Ticket offen ist. Systemwetten sind damit ausdrücklich im Programm, Cashout aber an das offene Ticket gebunden – wer einen Heinz baut, kann ihn cashouten, solange nicht alle Linien ausgewertet sind. Tiptorro richtet sich an den Spieler, der mit Systemwetten aktiv arbeitet und Cashout als Steuerungsinstrument nutzt.

Interwetten

Interwetten gehört zur Interwetten Gaming Limited, Whitelist seit dem 2. November 2020 mit Folgeerlaubnis vom 27. Dezember 2022. Die AGB (Version 1.1, Stand 07.07.2021) regeln in Teil G Nr. 8, dass Interwetten die Sportwettensteuer trägt und einen Quotenabschlag von 5,3 % auf die Quoten vornimmt – der Abschlag sitzt also im Preis, nicht im Gewinn. Für den Heinz bedeutet das: Die Quoten, die der Spieler sieht, sind bereits netto, der Abzug ist eingepreist, und der Gewinn fließt ohne weiteren Abzug aus. Das Modell ist transparent, der Effekt auf den Gewinn hängt von der Ausgangsquote ab – bei niedrigen Quoten schluckt der 5,3 %-Abschlag überproportional, bei hohen Quoten ist der Effekt kleiner.

Welcher Anbieter passt zu welcher Spielweise

Die Tabelle zeigt, wer eine Erlaubnis hat, die Spalten sagen nichts über die Spielweise. Wer einen Heinz mit 1 € pro Linie und gemischten Märkten baut, will vor allem eines: ein stabiles Systemwetten-Angebot, eine überschaubare Quotenstruktur und einen Abzug, der klar ausgewiesen ist. Interwetten, ODDSET und Sportingbet unterscheiden sich in genau dieser Position – Interwetten zieht 5,3 % an den Quoten ab, ODDSET und Sportingbet 5 % vom Bruttogewinn. Bei hohen Quoten schneidet Interwetten besser ab, weil der prozentuale Abschlag auf eine kleine Basis weniger kostet; bei niedrigen Quoten ist ODDSET oder Sportingbet oft günstiger, weil dort gar nichts abgezogen wird, wenn die Wette verliert.

Wer mit dem Willkommensbonus spielt, landet bei Sportwetten.de, wenn die Mindestquote 2,00 pro Wettschein zu den eigenen Auswahlen passt. Wer Cashout auf das offene System-Ticket schätzt, ist bei Tiptorro richtig, dessen App Cashout auf das offene Ticket ausdrücklich unterstützt. Wer eine möglichst neue Whitelist-Erlaubnis schätzt, findet bei Bet3000 den jüngsten Ersteintrag. Wer einen Wettkonfigurator für Einzelwetten sucht und Systemwetten als Beimischung nutzt, ist bei Betway gut aufgehoben.

Häufige Fragen

Was ist eine Heinz-Wette, und woher stammt der Name?

Eine Heinz-Wette bündelt sechs Einzelauswahlen zu allen Kombinationen ab dem Doppel – 15 Doppel, 20 Dreier, 15 Vierer, 6 Fünfer und 1 Sechser, insgesamt 57 Linien. Der Name ist eine Zahlenreferenz: 57, „Heinz“ als Kurzform. Eine einzelne Auswahl darf verlieren, ohne dass die Wette als Ganzes verloren ist, weil nur die Linien leer ausgehen, in denen sie enthalten war.

Wie funktioniert eine Super-Heinz-Wette im Unterschied zum Heinz?

Der Super Heinz setzt eine siebte Auswahl obendrauf und kommt damit auf 120 Linien: 21 Doppel, 35 Dreier, 35 Vierer, 21 Fünfer, 7 Sechser und 1 Siebener. Der Linieneinsatz pro Wette ist identisch, der Gesamteinsatz pro Wettschein entsprechend höher. Mechanik und Margenlogik sind dieselben wie beim Heinz, das Risiko steigt linear mit der Linienzahl.

Wie viele Auswahlen müssen mindestens gewinnen, damit beim Heinz etwas zurückgezahlt wird?

Schon eine gewonnene Auswahl reicht aus, damit mindestens eine Doppel-Linien-Auszahlung erfolgt – sofern die Auswahl Teil mindestens eines gespielten Doppel ist, was bei sechs Auswahlen immer der Fall ist. Ob die Auszahlung den Einsatz übersteigt, hängt von den Quoten und der Zahl der richtigen Tipps ab; vier bis fünf richtige Auswahlen sind bei Quoten um die 2,00 die Größenordnung, in der ein Heinz profitabel wird.

Wie berechnet ein Wettrechner den Gesamteinsatz eines Heinz?

Der Wettrechner multipliziert den Linieneinsatz mit der Zahl der Linien. Beim Heinz sind das 57 Linien, beim Super Heinz 120, beim Goliath 247. Bei 1 € pro Linie kostet ein Heinz 57 €, ein Super Heinz 120 €, ein Goliath 247 € – ohne dass eine Auswahl ausgewertet ist. Die Rückzahlung jeder Linie im Gewinnfall ist Linieneinsatz × kombinierte Quote.

Wie wirkt sich die Sportwettensteuer von 5,3 % auf den Gewinn aus, und wie gehen Anbieter damit um?

Die Steuer wird vom Veranstalter geschuldet, nicht vom Spieler, und beträgt 5,3 % der Bemessungsgrundlage „Einsatz abzüglich der Steuer selbst“, also rund 5,03 % des gezahlten Betrags. Ob und wie der Anbieter sie weitergibt, ist ihm überlassen: ODDSET und Sportingbet ziehen 5 % vom Bruttogewinn ab, Interwetten 5,3 % an den Quoten, Winamax bewirbt „0 % Wettsteuer“. Bei einem Heinz mit vielen Linien wirkt jeder Abzug stärker, weil die Abzugsfläche wächst.

Woran ist erkennbar, ob ein Wettanbieter für Heinz-Wetten auf der GGL-Whitelist steht?

Die GGL-Whitelist unter glücksspiel-behoerde.de listet jeden Anbieter mit Erlaubnis zum Veranstalten oder Vermitteln von Sportwetten, mit Domain, Inhaber und Datum der Ersterlaubnis. Wer auf der Whitelist steht, darf in Deutschland legal Sportwetten anbieten – einschließlich Systemwetten wie dem Heinz. Eine .de-Domain allein beweist keine Erlaubnis; nur der Listeneintrag zählt.

Inhalt erstellt vom Team «Wettanbieter mit Klarna»