Die besten Wettanbieter mit EcoPayz

Updated Oktober 2026
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EcoPayz gehört zu den E-Wallets, die in Sportwetten-Foren seit Jahren als Allrounder gehandelt werden, doch der entscheidende Punkt liegt selten dort, wo die Werbung ihn vermisst. Die Wallet selbst nimmt Gebühren, der Anbieter entscheidet, ob er sie als Zahlweg akzeptiert, und in Deutschland kommt seit Juli 2021 der Glücksspielstaatsverletrag 2021 mit eigenen Regeln für Zahlungen hinzu. Wer hier den Überblick behalten will, muss die Wallet, den Buchmacher und den Rechtsrahmen getrennt lesen können. Genau das leistet dieser Vergleich.

Ein Smartphone mit dunklem Bildschirm liegt neben einer Geldbörse und wenigen Münzen auf einem Holztisch im weichen Fensterlicht.
Die ecoPayz-Gebührenübersicht nennt für die Währungsumrechnung 5,00 % in beiden Kontostufen (Classic und Silver); die Registrierung ist kostenlos.

Stand der Daten: 19. Oktober 2026; geprüft gegen die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL) und gegen die Nutzungsbedingungen von EcoPayz.

Was EcoPayz als Zahlweg bei Sportwetten eigentlich ist

EcoPayz ist ein Prepaid- und E-Wallet-Dienst, der seit 2000 besteht und mittlerweile von EcoPayz Georgia LLC mit Sitz in der Avtomshenebeli Street 88 in Kutaisi, Georgien, betrieben wird (Firmennummer 406318916). Reguliert wird die Gesellschaft nach eigenen Angaben von der Kutaisi Hualing Free Industrial Zone unter der Lizenznummer 0110/481. Für eine Wett-Transaktion heißt das: Geld wird vom Bankkonto oder einer Karte auf das EcoPayz-Konto geladen, von dort auf das Wettkonto überwiesen, und Gewinne lassen sich auf dasselbe Wallet-Konto zurückbuchen. Die Wallet steht damit zwischen dem eigenen Girokonto und dem Buchmacher und nimmt sowohl Ein- als auch Auszahlungen entgegen.

Was den Dienst für Wettkunden interessant macht, ist die Struktur. Einzahlungen auf das Wettkonto laufen wie eine Online-Banküberweisung, aber über die Wallet, was den eigentlichen Zahlungsweg vom Buchmacher trennt. Auszahlungen wiederum landen auf dem EcoPayz-Konto und lassen sich dort auf das Referenzkonto weiterleiten. Die Kontoeröffnung bei EcoPayz ist kostenlos, die Verifikation läuft per Ausweis-Upload. Damit unterscheidet sich der Dienst nur in Details von Skrill, NETELLER oder PayPal, mit dem entscheidenden praktischen Vorteil, dass kein Bankkonto direkt beim Buchmacher hinterlegt werden muss, sondern die Wallet als Mittler dazwischenliegt.

In den Sportwetten-Kontext gehört EcoPayz damit zur Gruppe der E-Wallets, die als Zahlweg für Online-Glücksspiel akzeptiert werden. Welche Buchmacher die Wallet tatsächlich anbieten, ist eine andere Frage und ändert sich häufiger, als die Werbung vermuten lässt.

Die Grundlage: Einzahlung, Auszahlung und Kontostufen

Wer ein EcoPayz-Konto eröffnet, startet in der Stufe Classic. Darüber liegt die Stufe Silver, die durch eine Verifikation des Kontos und weitere Dokumente erreichbar ist. Beide Stufen nehmen an Wettanbietern Zahlungen entgegen, unterscheiden sich aber bei den Gebühren. Für die Währungsumrechnung, die für Kunden in Deutschland fast immer anfällt, weil das Wallet intern in mehreren Währungen geführt wird, nennt die EcoPayz-Gebührenübersicht in beiden Stufen 5,00 %. Die Registrierung selbst kostet nichts.

Ein Fußball auf einem Rasenplatz im Gegenlicht der tiefstehenden Sonne, am Spielfeldrand eine leere Ersatzbank.
Eine Auszahlung des ecoPayz-Guthabens ist bis zu einem Jahr nach Beendigung der Kontobeziehung kostenlos; später zahlt man 50 €.

Bei Einzahlungen auf ein Wettkonto aus dem Wallet-Saldo fällt in der Regel keine zusätzliche Transaktionsgebühr an, weil Händler-Zahlungen in beide Richtungen kostenlos sind. Das gilt, solange keine Währungsumrechnung im Spiel ist. Wird also vom Euro-Guthaben auf ein Euro-Wettkonto überwiesen, ist der Transfer gebührenfrei. Sobald das Wettkonto in einer anderen Währung geführt wird oder das Wallet Guthaben in einer Fremdwährung hält, greift die Umrechnungsgebühr von 5,00 %.

Wer sein Wallet-Guthaben nicht mehr aktiv nutzt, muss mit einer Inaktivitätsgebühr rechnen. Ist das Guthaben 15 € oder weniger und geht ein Jahr ohne Login und ohne Transaktion ins Land, wird das gesamte Guthaben als Gebühr einbehalten. Liegt das Guthaben über 15 €, werden ab dem ersten Jahrestag 15 € pro Jahr berechnet. Für Wettkunden, die das Konto nur saisonal nutzen, ist das ein Posten, der leicht übersehen wird.

Die Einordnung: Wann EcoPayz passt und wann nicht

EcoPayz passt zu Wettern, die ihre Bankverbindung vom Buchmacher trennen wollen, die häufig zwischen Anbietern wechseln und die eine Wallet suchen, die nicht jeder zweite Buchmacher auf der Zahlungsliste führt. Wer ohnehin schon Skrill oder PayPal nutzt, hat selten einen Grund, ein zusätzliches Wallet zu unterhalten, weil die Unterschiede im Alltag marginal sind und die Inaktivitätsgebühr bei parallel betriebenen Wallets die Buchführung erschwert.

Weniger gut passt die Wallet für Kunden, die ihr Geld in Fremdwährungen halten. Die 5,00 % Wechselkursgebühr ist deutlich höher als bei Banken oder spezialisierten Multiwährungs-Konten und schmälert bei häufiger Umrechnung den Kontostand spürbar. Auch wer nur gelegentlich eine Einzahlung von 5 € oder 10 € macht, sollte prüfen, ob der Buchmacher die Wallet überhaupt für so kleine Beträge annimmt, denn manche Anbieter setzen bei E-Wallets höhere Mindestbeträge an als bei Kreditkarten.

Rechtslage in Deutschland: Was das Glücksspielrecht für Zahlungen bedeutet

Seit dem 1. Juli 2021 gilt in Deutschland der Glücksspielstaatsvertrag 2021 (GlüStV 2021), der Sportwetten und andere Glücksspielformen unter eine einheitliche Aufsicht stellt. Erlaubnisinhaber sind in der Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL) mit Sitz in Halle (Saale) eingetragen, die als einziges amtliches Verzeichnis gilt. Die Snapshot vom 2. Oktober 2026 listet 30 Einträge, davon 27 Inhaber mit Sportwetten-Erlaubnis (zwei davon zusätzlich mit Pferdewetten) und drei reine Pferdewetten-Veranstalter. Jede gelistete Domain ist eine .de-Domain, aber eine .de-Domain allein beweist noch keine Erlaubnis; entscheidend ist allein der Eintrag in der Whitelist.

Ein Stadion unter Flutlicht aus der Ferne gesehen, davor eine dunkle Straße mit Laternen und ohne Menschen.
In den Nutzungsbedingungen gibt EcoPayz Georgia LLC an, von der Kutaisi Hualing Free Industrial Zone reguliert zu werden, mit der Lizenznummer 0110/481.

Was § 6b Abs. 4 GlüStV für Einzahlungen bedeutet

Die zentrale Zahlungsregel steht in § 6b Abs. 4 GlüStV. Erlaubte Zahlungen müssen von einem Zahlungskonto stammen, das auf den eigenen Namen des Spielers bei einem Institut läuft, das dem Geldwäschegesetz unterliegt. Anonyme Zahlungsmittel sind ausgeschlossen. Die Regel ist der Mechanismus, der Kryptowährungen und anonyme Prepaid-Produkte aus dem lizenzierten deutschen Wettmarkt heraushält.

Für EcoPayz bedeutet das: Solange die Wallet auf den eigenen Namen läuft und das zugrunde liegende Bankkonto ebenfalls auf den eigenen Namen, ist eine Einzahlung auf einen GGL-lizenzierten Buchmacher regelkonform. Ein EcoPayz-Konto, das mit einer fremden Karte oder einem fremden Bankkonto aufgeladen wurde, erfüllt die Voraussetzung nicht und kann zur Kontosperrung führen. Buchmacher wie DAZN Bet formulieren das in ihren AGB entsprechend: Verwendete Zahlungsmethoden müssen auf den eigenen Namen registriert sein, bei fremden Zahlungsmethoden kann das Konto gesperrt werden.

Was die Erlaubnisinhaber von Offshore-Anbietern unterscheidet

Das Angebot von Sportwetten an Personen in Deutschland ohne deutsche Erlaubnis ist nach § 4 Abs. 1 GlüStV unerlaubtes Glücksspiel. Eine Lizenz aus Curaçao, Anjouan oder Malta hat in Deutschland keine rechtliche Wirkung, und die GGL warnt Spieler explizit vor illegalen Angeboten. Am 17. September 2026 veröffentlichte die Behörde eine Mitteilung, in der sie die Schließung eines illegalen Angebots begrüßte und Verbraucherinnen und Verbraucher vor der Teilnahme an Plattformen wie der genannten warnte. Auch in der Werbung spricht sie sich klar gegen nicht-lizenzierte Anbieter aus.

Strafrechtlich kann die Organisation unerlaubten Glücksspiels nach § 284 StGB mit bis zu zwei Jahren Freiheitsstrafe oder Geldstrafe geahndet werden, die Werbung dafür nach § 286 StGB mit bis zu einem Jahr. Die Teilnahme als Spieler steht nach § 285 StGB unter Strafe, sieht aber bis zu sechs Monate oder Geldstrafe vor. In der Praxis sind Strafverfolgungen gegen einzelne Spieler nicht etabliert, die GGL warnt aber vor allem vor der zivilrechtlichen Seite: Mehrere deutsche Gerichte haben nicht-lizenzierte Anbieter zur Rückzahlung verlorener Einsätze verurteilt. Der Bundesgerichtshof hat dem EuGH am 25. Juli 2024 in einem Verfahren gegen Tipico (Az. I ZR 90/23) die Frage vorgelegt, ob die Dienstleistungsfreiheit einer Rückzahlungspflicht entgegensteht; der Kläger fordert über 3.700 € aus Verlusten der Jahre 2013 bis 2018 zurück. Die Schlussanträge des Generalanwalts Nicholas Emiliou vom 19. März 2026 in der Rechtssache C-530/24 halten es grundsätzlich für möglich, dass unerlaubte Anbieter verlorene Einsätze erstatten müssen, mit einer Ausnahme, wenn Behörden zugesichert haben, die Lizenzpflicht vorerst nicht durchzusetzen. Das ist kein Freibrief für eine Erstattung, zeigt aber, dass zivilrechtliche Risiken jenseits des Lizenzstatus bestehen.

Die ehrliche Gegenüberstellung: GGL-lizenzierte Anbieter bieten Rechtssicherheit und Spielerschutz, aber auch das 1.000-€-Standard-Einzahlungslimit pro Monat, eingeschränkte Live-Märkte, vollständige Verifikation und die Pflicht zu Inhaber-Konten. Offshore-Anbieter werben mit höheren Limits, weniger Verifikationsschritten und einem breiteren Live-Programm, dafür ohne OASIS- oder LUGAS-Anbindung, ohne deutschen Rechtsschutz und mit dem Risiko, dass Zahlungen nach einer Sperrung ins Leere laufen.

Spielerschutz: OASIS, LUGAS, Einzahlungslimit und Verifikation

Der Spielerschutz im lizenzierten deutschen Markt läuft über mehrere Mechanismen, die ineinandergreifen. Wer einen Wettanbieter mit deutscher Erlaubnis nutzt, kommt an keinem davon vorbei.

Altersgrenze und Identitätsprüfung

Die Teilnahme an Sportwetten ist in Deutschland ab 18 Jahren erlaubt (§ 4 Abs. 3 GlüStV). Jeder Anbieter muss eine vollständige Verifikation durchführen (§ 6a GlüStV), bevor er Auszahlungen zulässt. In der Übergangsphase darf ein Anbieter ein neues Konto vor der Verifikation für höchstens 72 Stunden mit einem Einzahlungslimit von 100 € bespielen, Auszahlungen sind in dieser Phase ausgeschlossen. Wer also mit EcoPayz einzahlt, sollte die Verifikation gleich bei der Anmeldung anstoßen, weil der 100-€-Übergangsrahmen bei größeren Ersteinzahlungen schnell ausgeschöpft ist.

Pro Anbieter ist nur ein Konto zulässig. Die Anmeldung läuft über Vor- und Nachname, Geburtsdatum, Adresse und eine Ausweis-Verifikation. Buchmacher prüfen die Angaben gegen die Aktivitätsdatei von LUGAS, die parallel geführte Konten verhindert (§ 6h GlüStV). Wer ein zweites Konto beim selben Anbieter eröffnet oder parallel bei mehreren Anbietern spielt, ohne das bei der LUGAS-Datei zu melden, verstößt gegen die Regeln.

OASIS und die Spielersperre

OASIS ist das bundesweite Spielersperrsystem (§§ 8, 8a GlüStV). Jeder lizenzierte Anbieter ist verpflichtet, bei der Registrierung und bei jedem Login einen Abgleich mit OASIS vorzunehmen. Ist ein Spieler gesperrt, wird die Kontoeröffnung verweigert oder das bestehende Konto gesperrt. Eine Selbstsperre dauert mindestens drei Monate, wenn der Spieler selbst eine Frist benennt, sonst mindestens ein Jahr. Wer von einer Sperre betroffen ist, kann sich bei jedem lizenzierten Anbieter nicht mehr anmelden, und das betrifft auch eine spätere EcoPayz-Einzahlung.

Der Panikbutton (§ 6i Abs. 3 GlüStV) löst eine 24-stündige Sofortsperre aus, die ohne Wartezeit greift. Der Mechanismus ist als Kurzzeit-Selbstschutz gedacht, etwa wenn das eigene Spielverhalten in einer Spielsituation kippt.

LUGAS und das Einzahlungslimit

LUGAS ist die übergreifende Limitdatei, die das Einzahlungslimit nach § 6c Abs. 1 GlüStV durchsetzt. Das Standardlimit liegt bei 1.000 € pro Kalendermonat, gemessen über alle Anbieter hinweg, bei denen ein Spieler ein Konto führt. Die Datei sorgt dafür, dass ein Spieler nicht durch die Aufteilung auf mehrere Anbieter ein höheres Gesamtkontingent erhält. Eine Erhöhung des Limits ist nur möglich, wenn der Anbieter eine wirtschaftliche Leistungsfähigkeit nachweisen kann, etwa durch Gehaltsnachweise, und die Erhöhung tritt frühestens nach sieben Tagen in Kraft. Eine Senkung gilt sofort. Anbieter dürfen für einzelne Spieler ein Limit bis 10.000 € festlegen, und bis 30.000 € bei höchstens 1 % ihrer aktiven Spieler, sofern die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit belegt ist. Eine Selbsterklärung reicht nicht.

Für EcoPayz-Nutzer heißt das: Auch wer mehrere deutsche Wettkonten unterhält, kann pro Monat insgesamt nicht mehr als das individuell gesetzte Limit einzahlen. Die Wallet selbst hat kein Limit; die Begrenzung kommt aus dem lizenzierten Markt. Anbieter, die mit höheren Limits werben, sind in aller Regel nicht auf der Whitelist.

Boni und Freebets: Was Wallet-Zahlungen mit dem Willkommensangebot zu tun haben

Willkommensboni und Freebets sind in Deutschland keine Frage des Glücksspielrechts, sondern der AGB des jeweiligen Anbieters. Der GlüStV schreibt weder eine Höchstgrenze noch eine Mindestquote vor. Was ein Spieler bekommt und unter welchen Bedingungen er es auszahlen kann, steht in den Bonusregeln des Buchmachers. Für die Einzahlung mit EcoPayz ist eine Frage praktisch entscheidend: Wird die Wallet-Zahlung für den Bonus akzeptiert oder schließt der Anbieter sie aus?

Wie Bonusbedingungen aufgebaut sind

Ein typischer Willkommensbonus verdoppelt die erste Einzahlung bis zu einer Obergrenze und ist an Umsatzbedingungen geknüpft. Die Bedingungen bestehen aus drei Bausteinen: der Höhe des Bonus oder der Freebet, der Umsatzanforderung (wie oft muss welcher Betrag eingesetzt werden, bevor eine Auszahlung möglich ist) und der Mindestquote (welche Einzel- oder Kombiwetten zählen für die Umsetzung).

Beispiel: Tipwin bietet 100 % auf die erste Einzahlung bis 100 € an. Einzahlung und Bonus müssen vor einer Auszahlung mindestens siebenmal in Sport- und Livewetten eingesetzt werden, wobei je Wettschein höchstens 100 € zählen und nur Wettscheine mit einer Mindestquote von 1,80. Wer 50 € einzahlt und 50 € Bonus erhält, muss 700 € Umsatz bei Quote 1,80 oder höher leisten, um den Bonus auszahlbar zu machen. Bei einem 100-€-Einsatz pro Wettschein wären das sieben Wetten, sofern alle die Mindestquote erreichen. Wichtig: Cash-out und stornierte Wetten zählen in den meisten Programmen nicht zum Umsatz, was die effektive Anzahl der benötigten Wetten erhöhen kann.

Winamax geht einen anderen Weg: Das Willkommensangebot verdoppelt die erste Einzahlung bis 100 € in Freebets, ohne Umsatzbedingungen für die Freebets. Die Einzahlung selbst muss zur Auszahlung einmal umgesetzt werden, mit einer Obergrenze von 100 € und einer Mindestquote von 1,05. Cash-out und stornierte Wetten zählen nicht zur Umsetzung der Einzahlung. Der Freebet-Stake wird im Gewinnfall nicht zurückgezahlt, was bei der Bewertung berücksichtigt werden muss: Eine 10-€-Freebet zu Quote 2,00 bringt bei einem Sieg 10 € Reingewinn, nicht 20 €.

Welche Rolle die Zahlart spielt

Die meisten GGL-lizenzierten Anbieter schließen E-Wallets wie Skrill, NETELLER oder ecoPayz vom Willkommensbonus nicht aus, aber es gibt Ausnahmen. Wer den Bonus mitnehmen will, sollte vor der Einzahlung prüfen, ob die Wallet als bonusfähig gelistet ist; steht in den AGB „Einzahlungen per Skrill und NETELLER zählen nicht zum Bonus“, gilt das oft auch für andere E-Wallets, ohne dass es explizit erwähnt wird. Die Whitelist der akzeptierten Zahlungsmethoden findet sich im Kleingedruckten des Bonusabschnitts oder in den allgemeinen Bonusbedingungen.

Ein zweiter Punkt ist die Geschwindigkeit der Einzahlung. E-Wallet-Einzahlungen werden in der Regel sofort gutgeschrieben, anders als Banküberweisungen, die ein bis drei Werktage brauchen. Das spielt eine Rolle, wenn ein Bonus an eine Aktionsfrist gebunden ist. Wer die Frist verpasst, weil die Banküberweisung länger braucht, verliert den Bonus; wer mit EcoPayz einzahlt, hat den Betrag in Sekunden auf dem Wettkonto.

Zahlungsabwicklung: Gebühren, Dauer und Mindestbeträge bei EcoPayz

Die Zahlungsabwicklung umfasst die Strecke vom Bankkonto über die Wallet zum Wettkonto und zurück. Die Gebühren der Wallet sind bekannt, die Dauer hängt vom Anbieter ab, und die Mindestbeträge variieren je nach Zahlungsmethode.

Gebühren auf der Wallet-Seite

Die Wallet selbst nimmt Gebühren, die ein Spieler kennen sollte, bevor er sie regelmäßig nutzt. Die Währungsumrechnung kostet 5,00 % und fällt in beiden Kontostufen gleich aus. Ein Transfer von einem EcoPayz-Konto zu einem anderen kostet in der Stufe Silver 2,50 %, mindestens 0,50 €; in der Stufe Classic fällt die Gebühr in der Regel nicht an, weil dort noch nicht alle Funktionen freigeschaltet sind. Händler-Zahlungen, also Ein- und Auszahlungen bei Buchmachern, sind grundsätzlich gebührenfrei, solange keine Währungsumrechnung im Spiel ist.

Die Auszahlung des Wallet-Guthabens auf das eigene Bankkonto ist bis zu einem Jahr nach Beendigung der Kontobeziehung kostenlos. Wer das Konto nicht aktiv kündigt, sondern einfach liegen lässt, zahlt ab dem ersten Jahr eine Inaktivitätsgebühr. Liegt das Guthaben unter 15 € und gibt es ein Jahr lang keine Bewegung, verfällt der Restbetrag zugunsten der Wallet. Liegt das Guthaben über 15 €, werden ab dem ersten Jahrestag 15 € pro Jahr abgezogen. Wer erst nach Ablauf eines Jahres nach Kontoschließung eine Auszahlung beantragt, zahlt eine pauschale Gebühr von 50 €.

Gebühren und Dauer auf der Anbieter-Seite

Die Anbieter entscheiden, ob sie für Ein- und Auszahlungen Bearbeitungsgebühren nehmen. DAZN Bet etwa erhebt für Einzahlungen keine Gebühren, was für die Wallet-Nutzung ein relevanter Vorteil ist. Andere Anbieter veröffentlichen ihre Gebührenpolitik in den AGB, und wer einen Anbieter wechselt, sollte einen Blick in den entsprechenden Abschnitt werfen, weil die Kostenfrage bei kleinen Beträgen über die Attraktivität der Wallet entscheidet.

Die Dauer einer Auszahlung vom Wettkonto zurück auf die Wallet hängt vom Anbieter und vom Verifikationsstatus ab. Bei vollständig verifiziertem Konto und kleineren Beträgen geht es in der Regel innerhalb von 24 Stunden, bei unvollständiger Verifikation oder bei höheren Beträgen kann es drei bis fünf Werktage dauern. Bei AdmiralBet etwa gibt der Anbieter eine Bearbeitungszeit von bis zu drei Arbeitstagen an, sofern die Identität verifiziert ist. Auszahlungen erfolgen grundsätzlich über dieselbe Zahlungsmethode wie die Einzahlung, was bei E-Wallets bedeutet, dass die Auszahlung auf das gleiche EcoPayz-Konto gehen muss.

Sportingbet veröffentlicht konkrete Zeiten: Auszahlungen ab 10 € Mindestbetrag laufen per Debit- oder Kreditkarte in zwei bis vier Werktagen, per E-Wallet innerhalb von acht Stunden, per Banküberweisung in drei bis fünf Werktagen. Bearbeitungsgebühren werden nicht erhoben. Wer also am Mittwoch eine Auszahlung per Wallet beantragt, hat das Geld in der Regel am selben Tag auf dem EcoPayz-Konto; von dort aus kann es auf das Bankkonto weitergeleitet werden, was wiederum ein bis zwei Werktage in Anspruch nimmt.

Mindestbeträge und Limits

Die Mindesteinzahlung bei AdmiralBet liegt je nach Zahlungsmethode bei 5 € oder 10 €, und die Einzahlungen können erst ausgezahlt werden, nachdem sie eingesetzt wurden. Diese Klausel ist typisch für GGL-lizenzierte Anbieter und entspricht der Anforderung, dass Einzahlungen nicht einfach durchgereicht werden dürfen. Bei ODDSET ist eine Auszahlung von Gewinnen erst nach vollständiger Verifizierung möglich, und Gewinnauszahlungen über 15.000 € erfolgen in der Regel nur per Banküberweisung, unabhängig von der ursprünglichen Einzahlungsmethode. EcoPayz wird bei ODDSET in den Zahlungsanbietern nicht gelistet, was die Auswahl an E-Wallets beeinflusst.

Wer überlegt, ob EcoPayz für ihn in Frage kommt, sollte drei Werte vergleichen: die Mindesteinzahlung des Anbieters, die Bearbeitungsdauer bei Auszahlung und die Frage, ob die Wallet überhaupt als Ein- und Auszahlungsmethode akzeptiert wird. Eine Wallet, die nur für Einzahlungen, aber nicht für Auszahlungen funktioniert, zwingt den Spieler, einen zweiten Auszahlungsweg zu nutzen, was den Vorteil der Trennung vom Bankkonto aufhebt.

Vergleich der Top-Anbieter: Wer steht auf der Whitelist und nimmt EcoPayz

Die GGL-Whitelist vom 2. Oktober 2026 listet Anbieter, die in Deutschland Sportwetten legal anbieten dürfen. Die folgende Übersicht ordnet die zehn relevantesten Anbieter nach Lizenzstatus und Erlaubniszeitpunkt ein. Welche dieser Anbieter EcoPayz tatsächlich als Zahlungsmittel anbieten, ist eine Information, die der Anbieter selbst auf seiner Zahlungsseite veröffentlicht; die Whitelist führt keine Zahlungsmittel.

Anbieter Whitelist-Status und Erlaubnisinhaber Sportwetten-Erlaubnis seit
Winamax GGL Whitelist – Sportwetten; WINAMAX (Société anonyme) 29.06.2021 (Folgeerlaubnis 08.12.2022)
Sportingbet GGL Whitelist – Sportwetten; Sportingbet (Deutschland) Limited 09.10.2020 (Folgeerlaubnis 21.12.2022)
ODDSET GGL Whitelist – Sportwetten; Oddset Sportwetten GmbH 18.11.2020 (Folgeerlaubnis 15.12.2022)
888sport GGL Whitelist – Sportwetten; 888 Germany Limited 30.06.2021 (Folgeerlaubnis 15.12.2022)
bet-at-home GGL Whitelist – Sportwetten; Bet-at-home.com Internet Limited 02.11.2020 (Folgeerlaubnis 22.12.2022)
Tipico GGL Whitelist – Sportwetten; Tipico Co. Limited 09.10.2020 (Folgeerlaubnis 09.12.2022)
DAZN Bet GGL Whitelist – Sportwetten; DZBT Operations Limited 22.08.2023
AdmiralBet GGL Whitelist – Sportwetten; Greentube Betting Malta Limited 09.10.2020 (Folgeerlaubnis 13.12.2022, 29.07.2024)
Tipwin GGL Whitelist – Sportwetten; Tipwin Limited 09.10.2020 (Folgeerlaubnis 27.12.2022, 09.01.2024)
Interwetten GGL Whitelist – Sportwetten; Interwetten Gaming Limited 02.11.2020 (Folgeerlaubnis 27.12.2022)

Die Tabelle zeigt, wer eine Erlaubnis hat; sie zeigt nicht, wer EcoPayz akzeptiert. Bei der Auswahl eines Anbieters kommt es auf beide Punkte an. Ein Whitelist-Eintrag beantwortet die Rechtsfrage, die Wallet-Verfügbarkeit beantwortet die praktische Frage.

Winamax: Freebets ohne Umsatz, aber Eigenumsatz für die Einzahlung

Winamax ist ein französischer Anbieter, der in Deutschland mit einer eigenen GmbH-Erlaubnis auf der Whitelist steht. Der Einstieg fällt mit einem Willkommensangebot auf, das die erste Einzahlung bis 100 € in Freebets verdoppelt. Der Freebet-Stake wird im Gewinnfall nicht zurückgezahlt; was als Gewinn auf dem Wettkonto landet, ist der Reingewinn. Die Einzahlung selbst muss zur Auszahlung einmal umgesetzt werden, mit einer Obergrenze von 100 € und einer Mindestquote von 1,05. Wer 100 € einzahlt und 100 € Freebets erhält, muss 100 € bei Quote 1,05 oder höher umsetzen, was eine einzelne Wette mit dem vollen Betrag erlaubt. Cash-out und stornierte Wetten zählen nicht zur Umsetzung. Das Angebot gilt einmal pro Kunde, IP-Adresse, Gerät, Haushalt und Bankverbindung.

Die Lizenzfrage ist für Winamax klar: Das Angebot läuft über die WINAMAX (Société anonyme), eine französische Aktiengesellschaft, die in Deutschland eine Erlaubnis nach § 9a Abs. 1 Nr. 3 GlüStV hält. Die Erlaubnis wurde am 29. Juni 2021 erteilt, eine Folgeerlaubnis datiert auf den 8. Dezember 2022. Damit ist die Whitelist-Lage sauber, der Anbieter darf in Deutschland legal Sportwetten anbieten.

Das Willkommensangebot ist im deutschen Markt ungewöhnlich niedrigschwellig. Die 1,05-Mindestquote für den Eigenumsatz ist praktisch ein Selbstläufer, und die Freebets kommen ohne weitere Umsatzbedingung. Was das Angebot von anderen abhebt, ist genau die Abwesenheit weiterer Hürden. Wer mit 20 € einzahlt, erhält 20 € Freebets, setzt 20 € zu einer Quote ab 1,05 einmal um und kann danach den Restbetrag auszahlen. Die Freebets selbst werden im Gewinnfall netto ausgezahlt, was bei einer 10-€-Freebet zu Quote 2,00 einen Reingewinn von 10 € bedeutet.

Was Winamax nicht verspricht, sind hohe Boni. Die Freebet-Obergrenze liegt bei 100 €, und wer mehr einzahlt, profitiert vom Angebot nicht über diese Grenze hinaus. Auch die Quoten dürften im europäischen Mittelfeld liegen, was die Bewertung abrundet. Der Anbieter passt zu Wettkunden, die einen sauberen Einstieg mit klaren Bedingungen suchen, und weniger zu High-Rollern, die mit einer einzelnen Ersteinzahlung mehr mitnehmen wollen.

Sportingbet: Schnelle Auszahlung über Wallet, aber kein EcoPayz zugesichert

Sportingbet hält eine deutsche Erlaubnis über die Sportingbet (Deutschland) Limited mit Sitz in Malta. Die Ersterlaubnis datiert auf den 9. Oktober 2020, eine Folgeerlaubnis wurde am 21. Dezember 2022 erteilt. Der Anbieter ist einer der etablierten Namen im europäischen Wettmarkt und in Deutschland seit Jahrzehnten aktiv.

Die Zahlungsabwicklung bei Sportingbet ist gut dokumentiert. Auszahlungen laufen ab einem Mindestbetrag von 10 €, per Debit- oder Kreditkarte in zwei bis vier Werktagen, per E-Wallet (PayPal, Skrill, NETELLER) innerhalb von acht Stunden, per Banküberweisung in drei bis fünf Werktagen. Bearbeitungsgebühren werden nicht erhoben. Die schnelle Wallet-Auszahlung ist für Spieler, die ihr Geld rasch wieder auf dem Bankkonto haben wollen, ein klarer Vorteil.

Was die Wallet-Auswahl angeht, nennt Sportingbet PayPal, Skrill und NETELLER als E-Wallet-Beispiele, ohne EcoPayz explizit zu nennen. Das heißt nicht, dass EcoPayz nicht angeboten wird, sondern dass die Liste als Beispielhaft zu lesen ist. Wer mit EcoPayz einzahlen will, sollte die aktuelle Zahlungsseite des Anbieters prüfen.

Das Willkommensangebot von Sportingbet variiert und ist in den AGB nicht in einer Form dokumentiert, die sich pauschal bewerten lässt. Die Auszahlungsgeschwindigkeit und die Whitelist-Lage machen den Anbieter für Spieler interessant, die nach einem etablierten Namen mit deutscher Erlaubnis suchen und auf eine schnelle Auszahlung Wert legen. Weniger geeignet ist Sportingbet für Spieler, die gezielt mit EcoPayz einzahlen wollen und sich nicht auf die Beispiel-Liste verlassen möchten.

ODDSET: Deutscher Anbieter mit Quotenabschlag, aber ohne EcoPayz

ODDSET ist einer der wenigen Anbieter, die ihren Sitz in Deutschland haben und nicht aus Malta oder Gibraltar heraus operieren. Die Oddset Sportwetten GmbH hält die Erlaubnis, erstmalig erteilt am 18. November 2020, mit einer Folgeerlaubnis vom 15. Dezember 2022. ODDSET gehört damit zu den ersten Anbietern, die in der Übergangsphase des GlüStV 2021 eine Lizenz erhalten haben.

Die Besonderheit bei ODDSET ist der Quotenabschlag. Die Allgemeinen Geschäftsbedingungen sehen eine Gebühr von 5 % auf den Bruttogewinn einer gewonnenen Wette für Kunden mit Wohnsitz in Deutschland vor. Nach Abzug der Gebühr ergibt sich der Nettogewinn, der zur Auszahlung kommt. Der Abzug findet auf der Auszahlungsseite statt, nicht auf der Einzahlungsseite, was die Berechnung für den Spieler weniger offensichtlich macht: Eine Wette zu Quote 2,00 mit 10 € Einsatz zahlt im Erfolgsfall 20 € Bruttogewinn, von denen 5 % abgezogen werden, sodass 19 € ausgezahlt werden. Die Sportwettensteuer ist hiervon getrennt zu betrachten, weil der Quotenabschlag eine anbieterseitige Gebühr ist, die zusätzlich zur gesetzlichen Steuer erhoben wird.

Bei den Zahlungsmethoden setzt ODDSET auf Debit- und Kreditkarte, Maestro, Mastercard, PayPal, paysafecard und Visa. EcoPayz wird in der Liste der Zahlungsanbieter nicht geführt. Wer gezielt mit EcoPayz einzahlen will, ist bei ODDSET falsch. Die Verfügbarkeit von PayPal gleicht das für Spieler, die ein E-Wallet suchen, teilweise aus, weil die Funktionsweise ähnlich ist.

Die Lizenz- und Marktlage macht ODDSET für Spieler interessant, die einen deutschen Anbieter mit langer Historie suchen und den Quotenabschlag akzeptieren. Der 5-%-Abschlag ist im Marktvergleich hoch und reduziert die effektive Auszahlungsquote entsprechend. Spieler, die auf das beste Quoten-Niveau Wert legen, finden bei anderen Whitelist-Anbietern tendenziell günstigere Konditionen.

888sport: Gibraltar-Holding, deutsche Erlaubnis, breites Sportangebot

888sport gehört zur 888-Gruppe, deren Holding die 888 Holdings PLC mit Sitz in Gibraltar ist. Die Aktie des Mutterkonzerns ist seit September 2005 an der London Stock Exchange notiert. In Deutschland operiert die Marke über die 888 Germany Limited, die seit dem 30. Juni 2021 eine Sportwetten-Erlaubnis auf der GGL-Whitelist hält, mit einer Folgeerlaubnis vom 15. Dezember 2022.

Die Holding-Struktur aus Gibraltar ist im deutschen Wettmarkt nichts Ungewöhnliches. Viele Anbieter mit deutscher Erlaubnis werden von Gesellschaften außerhalb Deutschlands kontrolliert, was steuerliche und regulatorische Gründe hat. Die Whitelist-Erlaubnis ist die entscheidende rechtliche Grundlage, nicht der Sitz der Holding.

888sport positioniert sich als breit aufgestellter Sportwettenanbieter mit einem großen Wettprogramm und einer eigenen Casino-Sektion, die unter separater Erlaubnis läuft. Die Sportwetten-Erlaubnis und die Casino-Erlaubnis sind zwei verschiedene Genehmigungen mit verschiedenen Bedingungen; wer bei 888sport spielt, sollte im Hinterkopf behalten, dass die Spielgeld-Trennung zwischen Sport und Casino auch bei der Verifikation relevant ist.

Für die Frage EcoPayz-Acceptance gilt, was für die meisten Whitelist-Anbieter gilt: Die Wallet-Verfügbarkeit ist auf der Zahlungsseite des Anbieters zu prüfen, weil die Whitelist selbst keine Zahlungsmittel führt. Die deutsche Erlaubnis und die Markenstärke der 888-Gruppe machen 888sport zu einer verlässlichen Option für Spieler, die einen etablierten Anbieter mit deutschem Rechtsrahmen suchen.

bet-at-home: Lange Marktpräsenz, österreichische Holding, Erlaubnis seit 2020

Bet-at-home gehört zur Bet-at-home.com Internet Limited, die auf der Whitelist als Erlaubnisinhaber für Bet-at-home.de geführt wird. Die Ersterlaubnis wurde am 2. November 2020 erteilt, eine Folgeerlaubnis am 22. Dezember 2022. Der Anbieter ist seit vielen Jahren im deutschsprachigen Wettmarkt aktiv und gehört zu den bekannteren Namen in Österreich und Deutschland.

Die Erlaubnis-Struktur bei bet-at-home ist klar: Die Sportwetten-Erlaubnis läuft über die Internet Limited mit Sitz in Malta, dazu kommen eine Erlaubnis für virtuelle Automatenspiele seit dem 28. Dezember 2022 und die genannten Sportwetten-Erlaubnisse. Die unterschiedlichen Erlaubnisse decken unterschiedliche Spielformen ab und sind nicht alle auf das Sportwetten-Angebot anwendbar.

Für die EcoPayz-Frage gilt, dass bet-at-home in der Regel E-Wallets anbietet, ohne dass eine Garantie für EcoPayz besteht. Die Zahlungsseite des Anbieters gibt Aufschluss.

Die Marktpräsenz und die Erlaubnislage machen bet-at-home zu einem soliden Whitelist-Anbieter, der für Spieler mit Interesse an einer längerfristigen Kontobeziehung in Frage kommt. Die österreichisch-deutsche Markenbekanntheit ist ein Vertrauensfaktor, der über die formale Whitelist hinausgeht.

Tipico: Bekannteste Marke, juristisch im Clinch mit dem BGH

Tipico gehört zu den bekanntesten Wettanbietern in Deutschland. Die Tipico Co. Limited mit Sitz im Portomaso Business Tower in San Ġiljan auf Malta wurde 2004 von Oliver Voigt, Dieter Pawlik, Mladen Pavlovic und dem Rechtsanwalt Wolfgang Kuentzle gegründet. In Deutschland hält die Tipico Co. Limited eine Sportwetten-Erlaubnis seit dem 9. Oktober 2020, mit einer Folgeerlaubnis vom 9. Dezember 2022. Die Marke ist in den Stadien präsent, mit der höchsten Sichtbarkeit im deutschen Wettmarkt.

Die juristische Lage rund um Tipico ist komplex. Der BGH hat dem EuGH am 25. Juli 2024 die Frage vorgelegt, ob die Dienstleistungsfreiheit einer Rückzahlungspflicht für Tipico entgegensteht. Ein Kläger fordert mehr als 3.700 € aus Verlusten der Jahre 2013 bis 2018 zurück, also aus der Zeit vor der deutschen Erlaubnis. Die Schlussanträge des Generalanwalts Nicholas Emiliou vom 19. März 2026 in der Rechtssache C-530/24 halten es grundsätzlich für möglich, dass unerlaubte Anbieter verlorene Einsätze erstatten müssen, mit einer Ausnahme, wenn Behörden die Lizenzpflicht vorerst nicht durchsetzen. Das ist ein laufendes Verfahren, dessen Ausgang offen ist, und es betrifft nicht die aktuelle Erlaubnis-Lage, die mit Whitelist-Eintrag und Folgeerlaubnis sauber ist.

Für Spieler, die heute ein Konto bei Tipico eröffnen, ist die Whitelist-Lage entscheidend, und die ist mit Erlaubnis und Folgeerlaubnis intakt. Die laufenden Verfahren betreffen Altverluste aus der Zeit vor 2020, nicht den laufenden Geschäftsbetrieb. Wer das Risiko scheut, in eine Marke einzuzahlen, die in einem laufenden EuGH-Verfahren steht, sollte den Punkt im Kopf behalten; eine konkrete Gefährdung des Guthabens lässt sich daraus aber nicht ableiten.

EcoPayz ist bei Tipico als Zahlungsmittel verfügbar, allerdings nur auf den eigenen Namen des Spielers registriert, was ohnehin Voraussetzung für jede lizenzierte Einzahlung ist. Die Markenbekanntheit und die Erlaubnislage machen Tipico für Spieler interessant, die einen etablierten Anbieter mit hoher Marktdurchdringung suchen.

DAZN Bet: Jüngste Erlaubnis, DAZN-Markenwelt, eigene Regeln

DAZN Bet ist der jüngste Anbieter im Whitelist-Vergleich. Die DZBT Operations Limited hält die Erlaubnis erst seit dem 22. August 2023, was den Anbieter zum Newcomer im lizenzierten Markt macht. DAZN ist vor allem als Sportstreaming-Plattform bekannt; die Wett-Marke führt die Markenbekanntheit aus dem Streaming-Geschäft in den Wettmarkt.

Die Zahlungsregeln bei DAZN Bet sind klar dokumentiert: Für Einzahlungen werden keine Bearbeitungsgebühren erhoben, und verwendete Zahlungsmethoden müssen auf den eigenen Namen des Kunden registriert sein. Bei fremden Zahlungsmethoden kann das Konto gesperrt werden. Diese Regel entspricht der Anforderung aus § 6b Abs. 4 GlüStV und ist Standard für lizenzierte Anbieter, aber DAZN Bet formuliert sie in den AGB besonders deutlich.

Die Markenstärke aus dem DAZN-Streaming bringt Vorteile bei der Sichtbarkeit, aber das Sportwetten-Angebot ist nicht identisch mit dem Streaming-Programm. Wer bei DAZN Bet spielt, spielt bei der DZBT Operations Limited, nicht bei einem Streaming-Dienst. Die Erlaubnis ist eine Sportwetten-Erlaubnis und keine Casino- oder Slots-Erlaubnis.

Für die EcoPayz-Frage ist DAZN Bet interessant, weil der Anbieter bei den Zahlungsmethoden die Standard-Palette an E-Wallets anbietet, ohne dass eine EcoPayz-Garantie besteht. Die Zahlungsseite des Anbieters gibt den aktuellen Stand. Die Frische der Erlaubnis bedeutet, dass das Wettprogramm noch im Aufbau ist; im Vergleich zu Anbietern mit zehn Jahren Markterfahrung dürfte DAZN Bet eine schmalere Tiefe haben.

AdmiralBet: Novomatic-Gruppe, österreichische Wurzeln, drei Erlaubnisschritte

AdmiralBet gehört zur Novomatic-Gruppe, einem der größten Glücksspielkonzerne Europas. Die Greentube Betting Malta Limited hält die deutsche Erlaubnis, erstmalig erteilt am 9. Oktober 2020, mit Folgeerlaubnissen vom 13. Dezember 2022 und 29. Juli 2024. Die drei Erlaubnisschritte zeigen, dass der Anbieter seine deutsche Marktpräsenz über mehrere Runden ausgebaut hat.

Die Zahlungsregeln bei AdmiralBet sind in den AGB dokumentiert. Die Mindesteinzahlung liegt je nach Zahlungsmethode bei 5 € oder 10 €, und Einzahlungen können erst ausgezahlt werden, nachdem sie eingesetzt wurden. Auszahlungen erfolgen nur über dieselben Zahlungsmethoden wie die Einzahlung, und der Anbieter versucht, Auszahlungsanforderungen innerhalb von drei Arbeitstagen zu bearbeiten, vorausgesetzt die Identität des Spielers ist verifiziert. Diese Regeln sind typisch für GGL-lizenzierte Anbieter und entsprechen den allgemeinen Anforderungen des GlüStV.

Die Novomatic-Herkunft bringt eine Stärke in Spielautomaten und Casino-Spielen mit, die über die Greentube-Schwester läuft. Für die Sportwetten-Frage ist die Casino-Kompetenz weniger relevant, zeigt aber, dass der Anbieter im österreichisch-deutschen Glücksspielmarkt breit aufgestellt ist.

EcoPayz ist bei AdmiralBet als Zahlungsmittel verfügbar, sofern die Verifikation abgeschlossen ist. Die niedrige Mindesteinzahlung von 5 € macht den Anbieter interessant für Spieler, die mit kleinen Beträgen testen wollen. Die Drei-Arbeitstage-Bearbeitung bei Auszahlungen ist im Marktvergleich Standard und nicht herausragend schnell.

Tipwin: Klarer Willkommensbonus, aber strenge Umsatzbedingungen

Tipwin gehört zu den Anbietern mit deutscher Erlaubnis, die ihre Bonusregeln besonders klar kommunizieren. Die Tipwin Limited hält die Erlaubnis seit dem 9. Oktober 2020, mit Folgeerlaubnissen vom 27. Dezember 2022 und 9. Januar 2024. Der Willkommensbonus beträgt 100 % der Einzahlung bis höchstens 100 €.

Die Umsatzbedingungen sind hart: Einzahlung und Bonus müssen vor einer Auszahlung mindestens siebenmal in Sport- und Livewetten eingesetzt werden, je Wettschein zählen höchstens 100 €, und nur Wettscheine mit einer Mindestquote von 1,80. Wer 100 € einzahlt und 100 € Bonus erhält, muss 1.400 € Umsatz leisten, bei einem Maximum von 100 € pro Wettschein und einer Mindestquote von 1,80. Cash-out und stornierte Wetten zählen in den meisten Bonusregeln nicht zum Umsatz, was die effektive Anzahl der Wetten erhöht.

Der Bonus ist solide, aber nicht überdurchschnittlich. Im deutschen Markt liegen die Bonusangebote zwischen 50 € und 200 € Obergrenze, mit Umsatzfaktoren zwischen drei- und zehnmal. Tipwin sitzt mit siebenmal Umsatz und 1,80-Mindestquote im oberen Drittel der Anforderungen. Wer den Bonus nutzen will, sollte sich auf mehrere Wochen Spielzeit einstellen, weil die maximale Wettschein-Obergrenze von 100 € bei einem 1.400-€-Umsatz mindestens 14 qualifizierende Wetten erfordert.

EcoPayz ist bei Tipwin als Zahlungsmittel verfügbar und für den Bonus zugelassen, sofern die Wallet auf den eigenen Namen läuft. Wer den Willkommensbonus mitnehmen will, kann das mit EcoPayz tun, muss aber die strengen Umsatzbedingungen im Auge behalten.

Interwetten: Österreichischer Klassiker, Quotenabschlag und Wettsteuer

Interwetten gehört zu den ältesten Wettanbietern im deutschsprachigen Raum. Die Interwetten Gaming Limited hält die deutsche Erlaubnis seit dem 2. November 2020, mit einer Folgeerlaubnis vom 27. Dezember 2022. Die Marke ist vor allem in Österreich und der Schweiz etabliert, in Deutschland gehört sie zu den Whitelist-Anbietern mit längerer Marktpräsenz.

Die Besonderheit bei Interwetten ist die Quotensteuer-Regelung. Die Sportsbook-Regeln in der Version 1.1 vom 29. Mai 2024 sehen in Nr. 4.2 vor, dass im Gewinnfall der Auszahlungsbetrag durch einen 5,3%igen Quotenabschlag reduziert wird. Interwetten beschreibt die Wettsteuer damit anders als die separate Seite zur Besteuerung von Sportwetten, die den Einbehalt vom Gewinn sprachlich anders fasst. Beide Formulierungen meinen denselben Steuersatz, nämlich die 5,3 % der Sportwettensteuer nach §§ 16-25 RennwLottG, und führen rechnerisch zum gleichen Ergebnis.

Der Quotenabschlag von 5,3 % ist die höchste Variante unter den Whitelist-Anbietern. Andere Anbieter wie ODDSET ziehen 5 % ein, manche Anbieter ziehen die Steuer gar nicht direkt vom Gewinn ab, sondern reduzieren die Quoten im Vorfeld. Die Variante mit direktem Abzug vom Gewinn macht die Kosten für den Spieler am deutlichsten sichtbar, weil die Quoten nominell attraktiv aussehen, aber im Gewinnfall ein Abschlag greift.

EcoPayz ist bei Interwetten als Zahlungsmittel verfügbar, sofern die Wallet auf den eigenen Namen läuft. Die lange Markterfahrung und die österreichisch-deutsche Markenbekanntheit machen Interwetten zu einer soliden Option für Spieler, die einen etablierten Anbieter mit deutscher Erlaubnis suchen und mit dem Quotenabschlag leben können.

Häufige Fragen

Lässt sich bei Sportwetten mit EcoPayz einzahlen, und wie läuft die Einzahlung ab?

Bei den meisten GGL-lizenzierten Wettanbietern ist EcoPayz als Einzahlungsmethode verfügbar, wobei nicht jeder Anbieter die Wallet führt. Die Einzahlung läuft in vier Schritten: Konto bei EcoPayz eröffnen und verifizieren, Wallet per Banküberweisung oder Karte aufladen, Wettanbieter-Konto anmelden und im Einzahlungsbereich EcoPayz als Methode wählen, Betrag eingeben und bestätigen. Das Geld ist in der Regel innerhalb von Sekunden auf dem Wettkonto. Voraussetzung ist, dass die Wallet auf den eigenen Namen läuft.

Wie lässt sich prüfen, ob ein Anbieter auf der GGL-Whitelist steht und EcoPayz akzeptiert?

Die GGL veröffentlicht die Whitelist als PDF und Online-Übersicht auf ihrer Webseite; die Snapshot vom 2. Oktober 2026 listet 30 Einträge, davon 27 mit Sportwetten-Erlaubnis. Die Suche geht über den Anbieternamen oder die Domain. Die Whitelist führt keine Zahlungsmittel, daher ist die EcoPayz-Frage eine separate Prüfung auf der Zahlungsseite des Anbieters selbst. Anbieter, die auf der Whitelist stehen und EcoPayz anbieten, sind die Schnittmenge aus beiden Listen.

Welche Gebühren fallen bei EcoPayz für Währungsumrechnung, Inaktivität und Auszahlung an?

Die Währungsumrechnung kostet 5,00 % in beiden Kontostufen Classic und Silver. Die Inaktivitätsgebühr greift ab dem ersten Jahr ohne Login und Transaktion: Bei einem Guthaben von 15 € oder weniger verfällt der Restbetrag, bei mehr als 15 € werden 15 € pro Jahr abgezogen. Die Auszahlung des Wallet-Guthabens auf das eigene Bankkonto ist bis zu einem Jahr nach Beendigung der Kontobeziehung kostenlos, danach kostet sie 50 €.

Was bedeutet „ohne OASIS“ oder „ohne LUGAS“ bei Anbietern, die EcoPayz anbieten?

Wer mit „ohne OASIS“ oder „ohne LUGAS“ wirbt, bietet seine Dienste ohne deutsche Erlaubnis an und unterliegt damit weder dem bundesweiten Sperrsystem OASIS noch der übergreifenden Limitdatei LUGAS. Solche Anbieter stehen in der Regel nicht auf der GGL-Whitelist, was die Teilnahme an Sportwetten nach § 4 Abs. 1 GlüStV zu unerlaubtem Glücksspiel macht. Die Werbung mit dem Fehlen deutscher Schutzregeln ist ein Warnsignal und kein Vorteil.

Wie wirkt sich die Zahlart auf Willkommensbonus, Umsatzbedingungen und Mindestquote aus?

Die meisten GGL-lizenzierten Anbieter akzeptieren EcoPayz für den Willkommensbonus, einige schließen E-Wallets jedoch aus. Die Umsatzbedingungen, also wie oft Bonus und Einzahlung gesetzt werden müssen, und die Mindestquote, also ab welcher Wettquote Wetten zählen, sind unabhängig von der Zahlart und stehen in den Bonusregeln. Bei Tipwin etwa gelten siebenfacher Umsatz und Mindestquote 1,80, bei Winamax einmaliger Umsatz und Mindestquote 1,05.

Wie berechnet sich die Auszahlung aus Einsatz und Quote, und wie wirkt sich die Sportwettensteuer von 5,3 % aus?

Eine Wette zahlt im Gewinnfall den Einsatz multipliziert mit der Quote, also 10 € Einsatz zu Quote 2,00 ergeben 20 € Bruttogewinn, wovon 10 € Einsatz zurückkommen und 10 € Reingewinn bleiben. Die Sportwettensteuer von 5,3 % nach §§ 16-25 RennwLottG wird vom Veranstalter geschuldet, nicht vom Spieler; wie der Anbieter sie weitergibt, variiert. Manche ziehen sie vom Gewinn ab, manche reduzieren die Quote im Vorfeld, manche tragen sie selbst. ODDSET nennt 5 % auf den Bruttogewinn, Interwetten 5,3 % auf den Auszahlungsbetrag.

Inhalt erstellt vom Team «Wettanbieter mit Klarna»