EM Wettanbieter 2026: Welche Anbieter in Deutschland erlaubt sind und was Turnierwetten wirklich kosten
Stand: 19. Oktober 2026 · geprüft gegen die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL)

Eine Europameisterschaft 2026 findet nicht statt, die rotiert. Die letzte Endrunde war die EURO 2024 in Deutschland, die nächste ist die EURO 2028 in England, Schottland, Wales und Irland. Wer auf „EM 2026“ sucht, will eigentlich wissen: Welcher Anbieter darf mich hier überhaupt wetten lassen, und was nimmt er mir dafür ab? Genau darum geht es auf dieser Seite, mit einem klaren Schwerpunkt auf den Kosten, die eine Wette, ein Bonus und eine Live-Funktion beim Wettanbieter verursachen.
Die Rechtslage in Deutschland ist eindeutig: Nur Anbieter mit einer deutschen Erlaubnis dürfen Sportwetten anbieten. Die GGL führt alle erlaubten Anbieter auf einer öffentlichen Whitelist. Wer dort nicht steht, ist illegal, und wer dort steht, unterliegt strengen Regeln, dem 1.000-€-Monatslimit, der OASIS-Sperrdatei und der LUGAS-Limitdatei. Dieser Rahmen definiert, wer hier überhaupt im Ranking auftaucht.
Was eine EM-Wette in Deutschland überhaupt ist und warum das Turnier für 2026/2028 in die Heimat geht
Eine Fußball-Europameisterschaft ist das zweitgrößte Turnier im internationalen Fußball nach der Weltmeisterschaft. Sie wird seit 1960 ausgetragen, findet alle vier Jahre statt und wird von der UEFA organisiert. Seit 2016 spielen 24 Mannschaften mit, davor waren es 16 Startzeiten zwischen 1996 und 2012. Rekordsieger ist Spanien mit vier Titeln, Deutschland folgt mit drei Titeln aus den Jahren 1972, 1980 und 1996. Rekordtorschütze der Turniergeschichte ist Cristiano Ronaldo mit 14 Toren.
Die EURO 2024 fand vom 14. Juni bis 14. Juli 2024 in Deutschland statt, mit zehn Austragungsorten und 51 Spielen. Im Finale besiegte Spanien England am 14. Juli 2024 im Berliner Olympiastadion mit 2:1 und holte den vierten Titel. Sechs Spieler erzielten je drei Tore: Cody Gakpo, Harry Kane, Georges Mikautadze, Jamal Musiala, Dani Olmo und Ivan Schranz. Insgesamt sahen 2.681.288 Zuschauer die Spiele.
Die nächste Endrunde, die EURO 2028, wird ebenfalls mit 24 Mannschaften ausgetragen, verteilt auf England, Schottland, Wales und Irland. Das Eröffnungsspiel ist am 9. Juni 2028 in Cardiff angesetzt, das Finale am 9. Juli 2028 im Wembley-Stadion in London. Gespielt werden sechs Vierergruppen in der Vorrunde, gefolgt von einer K.-o.-Phase mit Achtelfinale, Viertelfinale, Halbfinale und Finale. Ein Spiel um Platz drei findet nicht statt. Die Qualifikation wird in zwölf Gruppen zu je vier oder fünf Teams ausgespielt; die zwölf Gruppensieger und die acht besten Gruppenzweiten qualifizieren sich direkt. Die Auslosung der Qualifikationsgruppen ist am 6. Dezember 2026 in Belfast.
Weil das Turnier 2026 nicht stattfindet, schreibt diese Seite über die Ausgaben, die bei jeder EM-Wette anfallen, die Rechtslage, die jeder Anbieter erfüllen muss, und das, was ein Bonus, eine Live-Wette und der Cash-out tatsächlich kosten. Wer auf die EM wetten will, muss heute Anbieter wählen, die ihm erlauben, 2028 und die Qualifikation dazwischen zu spielen.
Die Rechtslage: Wer in Deutschland legal auf die EM wetten darf
In Deutschland reguliert der Glücksspielstaatsvertrag (GlüStV) in der Fassung von 2021, in Kraft seit dem 1. Juli 2021, das Sportwettenangebot. Zuständig ist die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder (GGL) mit Sitz in Halle (Saale). Sie erteilt die bundesweite Erlaubnis zur Veranstaltung und Vermittlung von Sportwetten im Internet und führt die Aufsicht.

Die GGL führt eine öffentliche Whitelist nach § 9 Abs. 8 GlüStV. Diese Liste ist das einzige verlässliche Mittel, um zu prüfen, ob ein Anbieter eine deutsche Erlaubnis besitzt. Die .de-Domain allein beweist nichts, eine ausländische Lizenz aus Malta, Curaçao oder Anjouan hat in Deutschland keine rechtliche Bedeutung. Wer auf der Whitelist steht, darf Sportwetten in Deutschland anbieten, unter den Bedingungen des GlüStV.
Die Whitelist, Stand 2. Oktober 2026, umfasst 30 Einträge: 27 Veranstalter mit einer Sportwetten-Erlaubnis, zwei davon zusätzlich mit Pferdewetten-Erlaubnis, und drei reine Pferdewetten-Veranstalter. Jede gelistete Domain ist eine .de-Domain. Die Erlaubnis wird für fünf Jahre erteilt (§ 4c Abs. 1 GlüStV); die Whitelist zeigt das Datum der Erteilung, aber kein Enddatum. Wichtig zu wissen: Die Whitelist führt eine Domain nur für die dort genannte Erlaubnis, also für Sportwetten oder Pferdewetten. Eine andere Erlaubnis derselben Gesellschaft, etwa für virtuelle Automatenspiele, gilt für eine andere Domain und andere Regeln.
Was passiert, wenn ein Anbieter keine Erlaubnis hat
Anbieter ohne deutsche Erlaubnis betreiben in Deutschland illegales Glücksspiel nach § 4 Abs. 1 GlüStV. Die GGL warnt Verbraucher ausdrücklich vor illegalen Angeboten, wie etwa „Platincasino“, und geht mit Verbotsverfügungen, Zahlungsblockaden und Netzsperren dagegen vor (§ 9 GlüStV). Strafrechtlich kann die Veranstaltung nach § 284 StGB mit bis zu zwei Jahren Freiheitsstrafe oder Geldstrafe geahndet werden, die Werbung dafür nach § 284 StGB mit bis zu einem Jahr. Die Teilnahme an einer illegalen Sportwette ist nach § 285 StGB ebenfalls bußgeldbewehrt, wobei Verfolgungen einzelner Spieler in der Praxis nicht etabliert sind.
In mehreren Fällen haben deutsche Zivilgerichte Anbieter ohne deutsche Erlaubnis zur Rückzahlung verlorener Einsätze verurteilt. Der Bundesgerichtshof hat dem Europäischen Gerichtshof am 25. Juli 2024 (Az. I ZR 90/23) die Frage vorgelegt, ob die europäische Dienstleistungsfreiheit einer solchen Rückzahlungspflicht entgegensteht; ein Kläger fordert dort von Tipico über 3.700 € aus Sportwetten der Jahre 2013 bis 2018 zurück. In seinen Schlussanträgen vom 19. März 2026 (Rechtssache C-530/24) hielt der EuGH-Generalanwalt Nicholas Emiliou es grundsätzlich für möglich, unlizenzierte Anbieter zur Rückzahlung zu verpflichten, mit einer Ausnahme: Wenn Behörden zugesichert haben, die Lizenzpflicht vorerst nicht durchzusetzen, entfällt dieser Anspruch. Konkrete Rückzahlungen sind dadurch nicht garantiert, aber die Rechtsentwicklung verläuft klar in Richtung Spielerschutz.
OASIS, LUGAS und das Einzahlungslimit
Wer bei einem lizenzierten Anbieter spielt, ist an drei Schutzsysteme angeschlossen: OASIS, LUGAS und die individuelle Kontrolle.
OASIS ist die bundesweite Spielersperrdatei nach §§ 8, 8a GlüStV. Bei der Registrierung und bei jedem Login wird geprüft, ob eine Sperre vorliegt. Eine Selbstsperre dauert mindestens drei Monate, wenn der Spieler eine Frist nennt, sonst mindestens ein Jahr. Zusätzlich gibt es den Panikbutton nach § 6i Abs. 3 GlüStV, der eine sofortige 24-Stunden-Sperre auslöst.
LUGAS ist die Limitdatei nach § 6c GlüStV. Das Standard-Einzahlungslimit beträgt 1.000 € pro Kalendermonat, und zwar über alle Anbieter hinweg gemeinsam. Wer also bei drei Anbietern spielt, kann insgesamt nur 1.000 € im Monat einzahlen. Ein Anbieter darf dieses Limit nur dann erhöhen, wenn der Spieler seine wirtschaftliche Leistungsfähigkeit nachweist, eine Selbsterklärung reicht nicht. Die Erhöhung kann bis zu 10.000 € gehen, in Ausnahmefällen bis 30.000 €, aber höchstens für ein Prozent der aktiven Spieler eines Anbieters. Eine Senkung greift sofort, eine Erhöhung erst nach sieben Tagen. Die Parallelteilnahme an mehreren Anbietern gleichzeitig ist nach § 6h GlüStV verboten, überwacht durch die LUGAS-Aktivitätsdatei.
Vor der vollständigen Verifizierung darf ein Anbieter das Spielen für maximal 72 Stunden erlauben, mit einem Einzahlungslimit von 100 € und ohne Auszahlungen. Wer vollständig verifiziert ist, hat ein Konto pro Anbieter mit voller Auszahlungsfunktion (§ 6a GlüStV). Die Teilnahme ist erst ab 18 Jahren erlaubt (§ 4 Abs. 3 GlüStV).
Zahlungen und Spielergelder
Einzahlungen sind nur von einem Zahlungskonto erlaubt, das auf den Namen des Spielers lautet und bei einem Institut geführt wird, das dem Geldwäschegesetz unterliegt (§ 6b Abs. 4 GlüStV). Anonyme Zahlungsmittel, also Krypto-Währungen und anonyme Prepaid-Karten, sind damit ausgeschlossen. Welche konkreten Zahlungsmarken ein Anbieter akzeptiert, entscheidet der Anbieter selbst, festgelegt in seinen AGB.
Spielergelder liegen auf einem insolvenzgeschützten Treuhandkonto. Bei Kontoschließung wird das Guthaben innerhalb von fünf Werktagen ohne Gebühren ausgezahlt (§ 6b Abs. 6-7 GlüStV).
Werbung und Boni
Werbung für Sportwetten ist nur Inhabern einer Erlaubnis gestattet (§ 5 Abs. 7 GlüStV). Zwischen 06:00 und 21:00 Uhr gilt ein Werbeverbot, das allerdings nur für Automatenspiele, Online-Poker und Online-Casinospiele gilt, nicht für Sportwetten. Für Sportwetten gelten andere Einschränkungen: keine Werbung unmittelbar vor oder während einer Live-Übertragung desselben Ereignisses auf demselben Kanal, keine Werbung mit aktiven Sportlern oder Funktionären, und keine Affiliate-Vergütung nach Umsatz, Einzahlung oder Einsatz (§ 5 Abs. 3, 6 GlüStV).
Der GlüStV enthält keine Vorschrift, die einen Sportwetten-Bonus der Höhe nach begrenzt oder seinen Umsatzfaktor regelt. Beträge, Umsatzbedingungen und Mindestquoten kommen allein aus den AGB des jeweiligen Anbieters. Einen Bonuscode, der in eine Auszahlung führt, gibt es auf dieser Seite nicht.
Die Wettsteuer
Die Sportwettensteuer nach §§ 16-25 RennwLottG beträgt 5,3 % auf die Bemessungsgrundlage „geleisteter Einsatz minus die Steuer selbst“. Das sind rund 5,03 % des eingesetzten Betrags (5,3 / 105,3). Die Steuer wird vom Veranstalter der Wette geschuldet, nicht vom Spieler (§ 19 RennwLottG). Ob und wie der Anbieter sie an den Spieler weitergibt, entscheidet der Anbieter in seinen AGB. Wer „5,3 % vom Einsatz“ liest, liest die unkorrekte Kurzform: Korrekt sind die 5,3 % auf den Nettosteuerbetrag, also rund 5,03 % auf den Bruttoeinsatz.
Die Steuer gilt auch für nicht lizenzierte Anbieter. Eine gezahlte Wettsteuer ist kein Nachweis einer deutschen Erlaubnis. Gewinne privater Spieler unterliegen in Deutschland keiner gesonderten Steuer auf erster Ebene; wer eine konkrete Steuerfrage hat, fragt einen Steuerberater.
Verantwortungsvolles Wetten: Werkzeuge, die jeder Anbieter auf der Whitelist bieten muss
Wer auf der Whitelist steht, muss die Schutzinstrumente des GlüStV anbieten. Drei davon kosten den Spieler direkt Geld oder schränken ihn direkt ein.
Das monatliche Einzahlungslimit von 1.000 € gilt, bis ein Anbieter eine Erhöhung genehmigt, was nur mit wirtschaftlichem Nachweis möglich ist. Wer mehr als 1.000 € pro Monat einzahlen will, muss sich also legitimieren. Für Vielspieler ist das ein harter Rahmen; für Gelegenheitsspieler liegt er meist über dem, was sie ohnehin ausgeben.
OASIS als bundesweite Sperrdatei hat eine erhebliche Reichweite. Wer sich bei einem Anbieter selbst sperrt, ist automatisch bei allen anderen gesperrt. Eine Sperre über den Panikbutton gilt für 24 Stunden, eine beantragte Selbstsperre je nach Antrag für mindestens drei Monate oder mindestens ein Jahr.
Die Parallelteilnahme ist verboten. Wer parallel bei mehreren Anbietern aktiv spielt, wird von der Aktivitätsdatei erfasst und kann gesperrt werden.
Anonyme Zahlungen sind ausgeschlossen. Wer Krypto oder eine anonyme Prepaid-Karte einzahlen will, hat bei einem lizenzierten Anbieter keine Möglichkeit dazu.
Die individuelle Kontrolle liegt beim Spieler selbst: Limits setzen, Spielzeit tracken, Pausen einlegen, das eigene Verhalten beobachten. Hilfsangebote bei problematischem Spielverhalten bieten die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung und die Suchtberatungsstellen der Länder.
Bonus und Freiwetten: Was ein EM-Bonus wirklich kostet
Ein Willkommensbonus oder eine Gratiswette klingt nach geschenktem Geld. Tatsächlich sind Bonusbedingungen eine Kostenstruktur, die in den AGB steht und die der Spieler beim Spielen trägt. Wer nur den Bonusbetrag sieht, übersieht den Umsatz, die Mindestquote und die Frist.
Umsatzbedingungen
Der Anbieter schreibt einen Umsatzfaktor vor, oft das Fünf- bis Zehnfache des Bonus, manchmal auch des Bonus plus Einzahlung. Wer 100 € Bonus bekommt und einen Faktor von 5 hat, muss 500 € an qualifizierten Wetten platzieren, bevor eine Auszahlung möglich ist.
Mindestquote
Qualifizierte Wetten müssen eine Mindestquote erfüllen, oft 1,50 oder 2,00. Wetten unter dieser Quote zählen nicht zum Umsatz. Wer viele kleine Wetten mit Quote 1,30 platziert, hat das Limit nicht erfüllt.
Frist
Die Umsatzbedingungen müssen innerhalb einer Frist erfüllt werden, oft 30 oder 90 Tage. Wer die Frist verpasst, verliert Bonus und alle mit dem Bonus erzielten Gewinne.
Gratiswette und ihr Eigenwert
Eine Gratiswette (Freebet) zahlt im Gewinnfall nur den Gewinn aus, nicht den Einsatz. Wer eine 10-€-Gratiswette auf Quote 3,00 setzt, gewinnt 20 €, nicht 30 €. Das ist der Eigenwert der Gratiswette: Er ist niedriger als der Nominalbetrag und hängt von der Quote ab, auf die der Spieler die Gratiswette setzt.
Beispielrechnung: Was eine 10-€-Gratiswette auf Quote 3,00 wert ist
Bei einer Gratiswette, deren Einsatz nicht zurückgezahlt wird, ergibt sich der Wert zu:
Einsatz × (Quote − 1) ÷ Quote = 10 € × 2 ÷ 3 = 6,67 €
Multipliziert mit der Auszahlungsquote des Marktes, auf den gesetzt wird, ergibt sich der tatsächliche Wert. Liegt die Auszahlungsquote des Marktes bei 95 %, sinkt der Erwartungswert auf etwa 6,33 €. Eine 10-€-Gratiswette ist also nicht 10 € wert, sondern unter günstigen Bedingungen rund 6 €, unter ungünstigen weniger.
Ein Bonuscode, ein konkreter Einlöselink oder ein Aktionslink gehört nicht auf eine Vergleichsseite. Was die Seite kann: erklären, wie ein Bonus funktioniert, was er kostet und welche Bedingungen ein Spieler vor dem Annehmen lesen sollte.
Mobile Wetten: Die App als Spielfeld
Wer auf ein EM-Spiel wetten will, sitzt meistens nicht am Schreibtisch. Die Wett-App ist das primäre Spielfeld. Die meisten Anbieter auf der Whitelist bieten eine iOS- und Android-App, eine optimierte mobile Webseite oder beides.
Worauf es ankommt: Die App muss die gleichen Märkte anbieten wie die Desktop-Version, also Einzelwetten, Kombiwetten, Live-Wetten und gegebenenfalls den Cash-out. Ein- und Auszahlungen müssen in der App funktionieren, einschließlich der Verifizierung. Die Anmeldung erfolgt in der App wie am Desktop, mit denselben Pflichten: ein Konto pro Anbieter, vollständige Verifizierung vor Auszahlung, OASIS-Prüfung.
Die Bedienung während eines Spiels ist ein eigener Test: Wie schnell aktualisiert die App die Live-Quoten? Wie stabil läuft der Cash-out, wenn das Spiel kippt? Wie gut lassen sich mehrere Wetten parallel verwalten? Diese Fragen beantwortet erst der eigene Test im eigenen Spielverlauf, nicht eine App-Beschreibung im Werbetext.
Beispiel: Betway bewirbt einen Wettkonfigurator „Konfigurator+“, der Auswahlen aus verschiedenen Partien kombiniert und in einer Wette bündelt. Solche Funktionen lohnen sich für Spieler, die eigene Kombinationen aus mehreren Spielen bauen wollen, sie kosten aber Zeit beim Erstellen und manchmal eine Quote, die niedriger liegt als bei manuell zusammengesetzten Einzelwetten.
Live-Wetten und Cash-out: Was während des Spiels erlaubt ist
Live-Wetten sind während eines laufenden Sportereignisses erlaubt, aber nur auf bestimmte Ereignisse. Nach § 21 Abs. 4 GlüStV darf während eines Spiels nur auf das Endergebnis oder auf das nächste Tor, den nächsten Satz oder eine vergleichbare Komponente gewettet werden, und nur in Sportarten, in denen solche Ereignisse selten sind. Das nächste Tor im Fußball ist erlaubt, der nächste Satz im Tennis auch; der nächste Punkt im Tennis oder der nächste Korb im Basketball nicht.
Was nicht erlaubt ist: Wetten auf Ereignisse mit überwiegend Minderjährigen oder Amateuren. In der Praxis der GGL zählt Fußball unterhalb der 3. Liga als Amateurbereich. Auch manipulationsanfällige Wetten und Wetten auf Regelverstöße oder deren Sanktionierung sind verboten (§ 21 Abs. 1a GlüStV).
Was nicht angeboten wird: Esport-Wetten. Die GGL stellt fest, dass Esport nicht als Sport anerkannt ist; lizenzierte Esport-Wetten gibt es in Deutschland nicht. Zu virtuellen Sportwetten schweigt die Rechtslage.
Cash-out als Angebot des Anbieters
Der Cash-out ist keine regulatorische Pflicht, sondern ein Angebot des Anbieters. Der Anbieter kauft dem Spieler die offene Wette zu einem selbst berechneten Preis ab, bevor das Ereignis abgeschlossen ist. Der Preis hängt von der aktuellen Spielsituation ab und liegt meist unter dem, was der Spieler bei einem Sieg am Ende erhielte.
Beispiel: Wer vor dem Spiel auf Spanien gesetzt hat, kann nach der Halbzeitführung Spaniens mit dem Cash-out einen Teil seines Gewinns mitnehmen, bevor das Spiel zu Ende ist. Macht Spanien am Ende das Tor nicht, hat der Cash-out gerettet, was ohne ihn verloren gewesen wäre. Macht Spanien am Ende noch den Ausgleich, hat der Cash-out weniger gebracht als das Abwarten.
Vorteil: Risikomanagement. Wer eine Kombiwette laufen hat und das erste Spiel verliert, kann mit Cash-out den Rest retten. Nachteil: Der Cash-out-Preis enthält die Marge des Anbieters. Über alle Cash-outs gerechnet, ist der Erwartungswert negativ.
Beispiel: Betway zeigt den Cash-out-Wert unter „Meine Wetten“ mit einem grünen Symbol an; ausgezahlt werden kann der gesamte Betrag oder ein Teilbetrag. Welche Wetten cash-out-fähig sind und zu welchem Preis, entscheidet der Anbieter situativ.
Prognosen und Strategie: Was eine Quote über die Chancen sagt und was nicht
Eine Turnierprognose entsteht aus drei Quellen: der aktuellen Form der Mannschaft, der historischen Statistik und den Quoten der Buchmacher. Keine dieser Quellen sagt den Ausgang sicher voraus, aber jede hat ihren Wert.
Die Form zeigt, wie eine Mannschaft in den letzten Spielen gespielt hat. Verletzungen, Sperren, neue Trainer, ein Wechsel des Systems, all das fließt in die Formbewertung ein.
Die Statistik liefert historische Daten: Wie hat diese Mannschaft bei vergangenen Turnieren abgeschnitten? Wie hat sie gegen diesen Gegentyp gespielt? Wie ist die Bilanz bei Heim- und Auswärtsspielen?
Die Quote spiegelt die Einschätzung des Marktes, also die Summe der Einschätzungen vieler Buchmacher und Wettkunden. Eine niedrige Quote bedeutet eine hohe implizite Wahrscheinlichkeit, aber sie ist kein Versprechen.
Warum keine Quote den Sieger sicher vorhersagen kann
Quoten sind Wahrscheinlichkeitsschätzungen, keine Wahrscheinlichkeiten. Ein Buchmacher schätzt die Chance eines Teams auf 60 %, wenn die Quote 1,50 ist; aber 60 % heißt nicht sicher. Bei 60 % gewinnt das Team sechs von zehn solchen Spielen, vier gehen verloren.
Der Ausgang eines einzelnen Spiels hängt von Details ab, die keine Quote erfasst: Ein Platzverweis in der 20. Minute, ein Eigentor in der Nachspielzeit, ein Elfmeter, den der Schiedsrichter pfeift oder nicht. Über viele Spiele mitteln sich solche Zufälle heraus, im Einzelspiel entscheiden sie.
Außerdem enthält jede Quote eine Marge. Bei einem Markt mit drei möglichen Ausgängen (Heimsieg, Unentschieden, Auswärtssieg) addieren sich die impliziten Wahrscheinlichkeiten nicht zu 100 %, sondern zu über 100 %, oft zu 105 % oder mehr. Der Aufschlag ist die Marge des Anbieters. Wer die Quote liest, liest die Wahrscheinlichkeitseinschätzung plus Marge.
Beispielrechnung: Die Marge eines 1X2-Marktes
Ein Buchmacher bietet für ein Fußballspiel die Quoten 2,10 (Heimsieg), 3,40 (Unentschieden) und 3,60 (Auswärtsdrehung). Die Auszahlungsquote des Marktes, also der Anteil, den der Markt von jedem eingesetzten Euro an die Spieler zurückgibt, berechnet sich als:
Auszahlungsquote = 1 ÷ (1/2,10 + 1/3,40 + 1/3,60) = 1 ÷ (0,4762 + 0,2941 + 0,2778) = 1 ÷ 1,0481 ≈ 0,954
Das sind rund 95,4 %. Die Marge ist damit etwa 4,6 %. Bei einem typischen 1X2-Markt liegt die Marge zwischen 4 % und 7 %, abhängig von Anbieter, Markt und Spiel. Auf die einzelne Wette gerechnet, bedeutet das: Wer 100 € auf Heimsieg zu Quote 2,10 setzt, gewinnt bei einem Heimsieg 210 € brutto, davon gehen 5,3 % Wettsteuer ab (rund 11,13 €), ausgezahlt werden rund 198,87 €. Die Marge des Anbieters ist im Gewinnfall bereits enthalten; sie zeigt sich, wenn man die impliziten Wahrscheinlichkeiten der drei Quoten addiert.
Die Marge ist der Preis, den der Markt für seine Dienstleistung verlangt, ähnlich wie der Spread beim Devisenhandel. Wer auf vielen Märkten wettet, zahlt überall ein bisschen Marge; wer nur einmal wettet, zahlt einmal Marge, aber im Verhältnis zum Einsatz mehr.
Wie viel Budget eine Wette verdient
Eine Strategie beginnt nicht bei den Quoten, sondern beim Budget. Wer 100 € im Monat einzahlt, sollte den Einsatz pro Wette so wählen, dass er auch eine Pechsträhne übersteht. Eine Faustregel: Pro Wette nicht mehr als 5 % des Monatsbudgets, eher 2 %.
Wer Kombiwetten spielt, weiß, dass die Gewinnchance mit jeder Buchstabe sinkt. Eine Vierer-Kombi mit Quote 15 hat jeder Buchstabe etwa Quote 2,50, was eine implizite Wahrscheinlichkeit von rund 38 % pro Spiel bedeutet. Vier Spiele mit je 38 % ergeben eine kombinierte Wahrscheinlichkeit von 38 % × 38 % × 38 % × 38 %, also rund 2 %. Eine Quote von 15 entspricht einer Wahrscheinlichkeit von 1 ÷ 15 = 6,67 %, was die Marge zeigt: Die Quote sagt 6,67 %, die reine Wahrscheinlichkeit liegt bei etwa 2 %, der Rest ist Marge.
Wettquoten und Wettarten: Was vor und während des Turniers auf dem Wettschein steht
Ein Wettschein enthält eine Quote. Welche Quote angeboten wird, hängt von der Wettart ab, von der Sportart und vom Zeitpunkt der Wette.
Wettarten vor dem Spiel
Die Einzelwette ist die einfachste Form: Ein Spiel, ein Ausgang, eine Quote. Die Auszahlung ist Einsatz × Quote.
Die Kombiwette kombiniert mehrere Einzelwetten zu einer Wette. Die Quoten multiplizieren sich, das Risiko steigt, die mögliche Auszahlung auch. Wer auf drei Spiele setzt und jedes hat Quote 2,00, hat eine Gesamtquote von 8,00.
Die Systemwette erlaubt es, mehrere Kombinationen aus denselben Spielen zu bilden und so das Risiko zu verteilen. Bei einer 3-aus-4-Systemwette werden alle möglichen Dreier-Kombinationen aus vier Spielen gebildet; gewinnt der Spieler drei oder vier davon, erhält er eine Auszahlung, bei nur zwei gewonnenen Spielen ist die Wette verloren.
Langzeitwetten sind Wetten, die vor dem Turnier auf den Gesamtsieger, den Torschützenkönig, den Gruppensieger oder ähnliches platzieren. Die Quote ist hoch, das Risiko auch. Wer auf den Turniersieger setzt, wettet auf 24 mögliche Ausgänge, von denen einer eintritt.
Wettarten während des Spiels
Während eines Spiels stehen Live-Quoten zur Verfügung. Diese Quoten ändern sich mit dem Spielverlauf, schneller als der Buchmacher die Anzeige aktualisieren kann. Wer schnell reagiert, kann eine Quote mitnehmen, die der Markt noch nicht angepasst hat.
Die Halbzeitwette bezieht sich auf das Ergebnis zur Halbzeit oder auf das Endergebnis unter Berücksichtigung der Halbzeitführung. Eine Wette „Heimsieg und Über 2,5 Tore“ kombiniert zwei Ausgänge in einer Quote.
Die Torschützenwette setzt auf den Spieler, der das nächste Tor schießt. Bei der EM 2024 erzielten sechs Spieler je drei Tore, der Torschützenkönig wurde durch die Zahl der Tore und der Vorlagen ermittelt. Bei großen Turnieren ist die Torschützenwette vor allem auf die Top-Stürmer der Top-Mannschaften attraktiv, weil dort die Torwahrscheinlichkeit pro Spiel am höchsten ist.
Die Quote und ihre Marge
Jede Quote enthält eine Marge, und die Marge unterscheidet sich von Markt zu Markt. Ein 1X2-Markt hat typisch 4-7 % Marge, ein Über/Unter-Markt oft 5-8 %, ein Asian Handicap 3-5 %. Wer seine Marge kennt, weiß, was er für die Dienstleistung des Anbieters zahlt.
Beispiel: Ein Anbieter bewirbt „beste Quoten“ und beruft sich auf eine Odoxa-Studie, nach der er bei 45 % der untersuchten Quoten auf Platz eins lag. Die Aussage heißt nicht, dass die Quoten bei diesem Anbieter immer am höchsten sind, sondern nur, dass ein Teil der Stichprobe den Höchstwert erreicht hat. Wer die Quote liest, vergleicht, und zwar genau in dem Markt, in dem er wetten will.
Winamax etwa bewirbt im Footer seiner Website „0 % Wettsteuer und die besten Quoten“ und beruft sich auf eine Odoxa-Studie zu 2.967 Spielen aus Fußball, Tennis und Handball vom 1. April 2025 bis 30. August 2025, nach der Winamax bei 45 % der untersuchten Quoten auf Platz eins lag. Das ist eine Momentaufnahme über drei Sportarten, keine Garantie für jede Einzelwette.
Das Turnier als Wettgrundlage: Was EM 2024 und EM 2028 für die Wette bedeuten
Eine Europameisterschaft ist nicht nur ein Sportereignis, sondern eine Wettgelegenheit mit eigener Logik. Wer das Turnier versteht, versteht die Quoten besser.

EM 2024: Was die Bilanz zeigt
Die EM 2024 in Deutschland war ein Heimturnier mit 51 Spielen in zehn Stadien. Die Vorrunde wurde in sechs Vierergruppen gespielt. Sechs Spieler erzielten je drei Tore: Cody Gakpo (Niederlande), Harry Kane (England), Georges Mikautadze (Georgien), Jamal Musiala (Deutschland), Dani Olmo (Spanien) und Ivan Schranz (Slowakei). Den Titel holte Spanien mit einem 2:1 im Finale gegen England im Olympiastadion Berlin.
Die Heimstärke war deutlich: Die deutsche Mannschaft erreichte das Viertelfinale und schied dort aus. Über das gesamte Turnier hinweg zeigte sich, dass die Gruppenphase oft vorhersagbarer verlief als die K.-o.-Phase, weil die Mannschaftsunterschiede in der Vorrunde größer sind und die taktische Disziplin höher.
EM 2028: Was Spieler wissen müssen
Die EM 2028 wird in England, Schottland, Wales und Irland ausgetragen, mit 24 Mannschaften und demselben Format wie 2024: sechs Vierergruppen, Achtelfinale, Viertelfinale, Halbfinale, Finale, kein Spiel um Platz drei. Das Eröffnungsspiel ist am 9. Juni 2028 in Cardiff, das Finale am 9. Juli 2028 im Wembley-Stadion in London.
Die Qualifikation beginnt mit der Auslosung am 6. Dezember 2026 in Belfast. Wer auf die EM 2028 wetten will, kann das schon vor der Qualifikation tun: Langzeitwetten auf den Turniersieger, den Gruppensieger, das Erreichen bestimmter Runden. Die Quote ist hoch, weil viele Unwägbarkeiten zwischen Auslosung und Turnierbeginn liegen, Verletzungen, Trainerwechsel, Formkurven.
Wichtig: Für die Wette vor dem Turnier ist die Form der Mannschaft über die letzten zwei Jahre entscheidend, weniger die Tagesform. Für die Wette während eines Spiels zählt die Tagesform und die Spielsituation.
Werbung auf Sendern
Werbung für Wetten auf ein Ereignis unmittelbar vor oder während seiner Live-Übertragung auf demselben Kanal ist verboten. Wer ein Spiel im Free-TV schaut, sieht in der Halbzeitpause keine Wettwerbung für dieses Spiel auf demselben Sender. In den sozialen Medien und auf anderen Kanälen gilt die Regel nicht, aber die GGL schreitet auch dort bei Verstößen ein.
Die Top-10-Anbieter im Vergleich: Wer auf der Whitelist steht und was er kostet
Die folgende Übersicht zeigt zehn Anbieter, die zum Stand 2. Oktober 2026 auf der Whitelist der GGL stehen. Jeder Anbieter hat eine Sportwetten-Erlaubnis für seine .de-Domain. Die Übersicht ist keine Empfehlung, sondern eine Einordnung: Welcher Anbieter hat welche Erlaubnis, seit wann und wer ist der Halter. Ein Leser vergleicht die Anbieter anhand dieser Eckdaten und entscheidet selbst, was zu seinem Wettverhalten passt.
| Anbieter | Whitelist-Status und Erlaubnisinhaber | Erlaubnis seit |
|---|---|---|
| Betway | Hillside (Europe) ENC, Ta’Xbiex, Malta | 09.03.2021 |
| VBet | SCGO Limited, St. Julian’s, Malta | 05.12.2023 |
| ODDSET | ODDSET Sportwetten GmbH, mit Bescheid des Regierungspräsidiums Darmstadt vom 15.12.2022 | 18.11.2020 |
| Sportingbet | Sportingbet (Deutschland) Limited | 09.10.2020 |
| AdmiralBet | Greentube Betting Malta Limited | 09.10.2020 |
| bpremium | Ladbrokes (Deutschland) Ltd, Gzira, Malta | 09.10.2020 |
| bet-at-home | Bet-at-home.com Internet Limited | 02.11.2020 |
| NEO.bet | Greenvest Betting Limited | 09.10.2020 |
| MERKUR BETS | Merkur Bets Malta Limited, St. Julian’s, Malta | 06.11.2023 |
| bwin | bwin (Deutschland) Limited, Gzira, Malta | 09.10.2020 |
Die Erlaubnis wurde für fünf Jahre erteilt (§ 4c Abs. 1 GlüStV); die Whitelist zeigt das Datum der Erteilung oder einer Folgeerlaubnis, aber kein Enddatum. Eine Erlaubnis kann jederzeit widerrufen werden, was auf der Whitelist durch eine Streichung sichtbar wäre.
Was die Tabelle nicht zeigt: die Marge der einzelnen Anbieter, den Bonus und seine Bedingungen, die akzeptierten Zahlungsmethoden und die Qualität der Live-Wetten. Diese Punkte stehen in den AGB des Anbieters und ändern sich häufiger als die Erlaubnis.
Betway: etablierter Anbieter mit Konfigurator und Cash-out
Betway gehört zu den etablierten Namen auf dem deutschen Markt und ist seit dem 9. März 2021 mit einer Sportwetten-Erlaubnis auf der Whitelist. Der Halter ist die Betway Limited; auf der Whitelist wird für Betway.de die Hillside (Europe) ENC mit Sitz in Ta’Xbiex, Malta geführt.
Das Wettangebot umfasst Fußball, Tennis, Basketball, Eishockey und weitere Sportarten. Eine Besonderheit ist der Wettkonfigurator „Konfigurator+“, der Auswahlen aus verschiedenen Partien in einer Wette kombiniert. Für Spieler, die eigene Kombinationen aus mehreren Spielen bauen wollen, ist das eine zeitsparende Funktion, die allerdings den Aufbau jeder Wette in der App voraussetzt. Der Cash-out erscheint unter „Meine Wetten“ mit einem grünen Symbol; ausgezahlt werden kann der gesamte Betrag oder ein Teil.
Betway ist vor allem für Spieler geeignet, die viele Märkte und Live-Wetten schätzen und einen Konfigurator für übergreifende Kombinationen nutzen wollen. Das 1.000-€-Monatslimit gilt wie bei allen Anbietern.
VBet: später Einstieg mit voller Whitelist-Erlaubnis
VBet ist seit dem 5. Dezember 2023 auf der Whitelist, mit der SCGO Limited als Halter und Sitz in St. Julian’s, Malta. Damit gehört VBet zu den jüngeren Anbietern auf der Whitelist, hat aber denselben rechtlichen Status wie jeder andere dort gelistete Anbieter.
VBet spricht Spieler an, die einen neueren Anbieter mit vollständiger deutscher Erlaubnis suchen. Die jüngere Erlaubnis heißt nicht, dass VBet weniger Erfahrung hat, aber die Marke ist im deutschen Markt weniger bekannt als ältere Namen. Wer einen Anbieter mit langer Marktpräsenz sucht, ist bei VBet möglicherweise falsch; wer einen Anbieter mit aktueller Erlaubnis und allen Pflichten aus dem GlüStV sucht, ist richtig.
ODDSET: deutscher Anbieter mit langer Tradition und stationärem Vertrieb
ODDSET ist ein besonderer Fall: Die Erlaubnis wurde vom Regierungspräsidium Darmstadt mit Bescheid vom 15. Dezember 2022 erteilt, die Erlaubnis für den stationären Vertrieb läuft parallel. Der Halter ist die ODDSET Sportwetten GmbH.
ODDSET gehört zur Gruppe der staatlich konzessionierten Anbieter, die auch in Wettannahmestellen präsent sind. Für Spieler, die ihre Wetten am Schalter oder im Lotto-Laden abgeben, ist ODDSET die naheliegende Wahl; für reine Online-Spieler gibt es keinen Vorteil gegenüber anderen Whitelist-Anbietern. Die Aufsicht läuft über die GGL, auch wenn die Erlaubnis vom RP Darmstadt erteilt wurde.
Sportingbet: breites Sportangebot und Konfigurator
Sportingbet ist seit dem 9. Oktober 2020 auf der Whitelist. Der Halter ist die Sportingbet (Deutschland) Limited. Das Wettangebot umfasst Fußball, Tennis, Basketball, Eishockey, Handball, Darts und Snooker, also eine breite Palette über die klassischen Sportarten hinaus. Wie Hinz und Hinz, der Konfigurator+ erlaubt es, Auswahlen aus verschiedenen Partien zu kombinieren.
Sportingbet eignet sich für Spieler, die über Fußball hinaus wetten und in Nischensportarten wie Darts oder Snooker Märkte suchen. Die Live-Wetten sind Teil des Standardangebots.
AdmiralBet: österreichisch-maltaische Wurzeln mit deutscher Erlaubnis
AdmiralBet ist seit dem 9. Oktober 2020 auf der Whitelist; Folgeerlaubnisse wurden am 13. Dezember 2022 und am 29. Juli 2024 erteilt. Der Halter ist die Greentube Betting Malta Limited; AdmiralBet gehört zur Novomatic-Gruppe mit österreichisch-maltaischen Wurzeln. Für virtuelle Automatenspiele auf slots.admiralbet.de besteht eine separate Erlaubnis seit dem 28. September 2022.
AdmiralBet ist für Spieler geeignet, die eine Marke aus dem österreichisch-maltaischen Raum kennen und in Deutschland legal wetten wollen. Die Verbindung zu Novomatic bringt Casino-Erfahrung mit, was sich im Wettangebot aber kaum niederschlägt; das Sportwetten-Angebot ist eigenständig.
bpremium: Marke der Ladbrokes-Gruppe
bpremium ist die deutsche Variante der Ladbrokes-Gruppe. Der Halter ist die Ladbrokes (Deutschland) Ltd mit Sitz in Gzira, Malta und der Registernummer C92799; die Nutzungsbedingungen sind in der Fassung vom 3. April 2023. Die Erlaubnis besteht seit dem 9. Oktober 2020 mit einer Folgeerlaubnis vom 21. Dezember 2022.
bpremium spricht Spieler an, die eine Marke aus dem britischen Raum suchen. Die deutsche Plattform bpremium ist ein eigenständiges Angebot, das mit der britischen Marke Ladbrokes nur den Namen teilt. Wer die britische Plattform kennt, weiß, dass das Angebot in Deutschland anders aussehen kann als in Großbritannien.
bet-at-home: österreichischer Anbieter mit langer deutscher Erlaubnis
bet-at-home ist seit dem 2. November 2020 auf der Whitelist, mit einer Folgeerlaubnis vom 22. Dezember 2022 und einer Erlaubnis für virtuelle Automatenspiele seit dem 28. Dezember 2022. Der Halter ist die Bet-at-home.com Internet Limited. bet-at-home gehört zu den Anbietern, die in Österreich und Deutschland parallel aktiv sind.
bet-at-home eignet sich für Spieler, die einen Anbieter mit österreichischer Verwurzelung und deutscher Erlaubnis suchen. Das Wettangebot ist breit, die Marge und der Bonus sind in den AGB geregelt.
NEO.bet: Neuanbieter mit deutscher Erlaubnis
NEO.bet ist seit dem 9. Oktober 2020 auf der Whitelist, mit einer Folgeerlaubnis vom 22. Dezember 2022. Der Halter ist die Greenvest Betting Limited. NEO.bet gehört zu den neueren Marken, die vor allem im DACH-Raum aktiv sind.
NEO.bet spricht Spieler an, die einen Anbieter mit vergleichsweise junger Marktpräsenz und vollständiger deutscher Erlaubnis suchen. Das Angebot konzentriert sich auf die gängigen Sportarten, vor allem Fußball.
MERKUR BETS: deutsche Marke mit maltesischem Halter
MERKUR BETS gehört zur Merkur-Gruppe, die in Deutschland vor allem durch Spielhallen bekannt ist. Der Halter ist die Merkur Bets Malta Limited mit Sitz in St. Julian’s, Malta; die Erlaubnis besteht seit dem 6. November 2023.
MERKUR BETS spricht Spieler an, die eine Marke mit deutscher Verwurzelung suchen, auch wenn der Halter in Malta sitzt. Die Merkur-Gruppe bringt Erfahrung aus dem stationären Glücksspiel mit, was sich im Online-Angebot aber kaum niederschlägt.
bwin: etablierte Marke mit großer Marktpräsenz
bwin ist einer der bekanntesten Namen im deutschen Sportwetten-Markt. Der Halter ist die bwin (Deutschland) Limited mit Sitz in Gzira, Malta; die Erlaubnis besteht seit dem 9. Oktober 2020 mit einer Folgeerlaubnis vom 23. Dezember 2022.
bwin eignet sich für Spieler, die eine bekannte Marke mit großer Marktpräsenz suchen. Das Wettangebot ist breit, die Live-Wetten und der Cash-out sind Teil des Standardangebots. bwin ist eine Wahl für Spieler, die einen bekannten Namen einem unbekannten vorziehen, nicht zwingend eine Wahl für die niedrigste Marge.
Was die Tabelle nicht zeigt: Marge, Bonus und Auszahlung
Die Tabelle zeigt Erlaubnis und Halter. Was sie nicht zeigt, ist für die Wettentscheidung oft entscheidender: Wie hoch ist die durchschnittliche Marge dieses Anbieters im Fußball? Wie sieht der aktuelle Willkommensbonus aus, und welche Umsatzbedingungen gelten? Welche Zahlungsmethoden akzeptiert der Anbieter, und wie schnell zahlt er aus?
Diese Fragen beantwortet erst der Blick in die AGB des Anbieters und auf dessen Bonus-Seite, und zwar zum Zeitpunkt der Wette, nicht zum Zeitpunkt einer Vergleichstabelle. Wer eine Wette platziert, sollte die Bonusbedingungen lesen, bevor er den Bonus annimmt, und die Auszahlungsbedingungen kennen, bevor er die erste Einzahlung macht.
Häufig gestellte Fragen
Welche Wettanbieter dürfen in Deutschland legal auf die Fußball-Europameisterschaft wetten?
Nur Sportwettenanbieter mit deutscher Erlaubnis, die auf der öffentlichen Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL) stehen, dürfen in Deutschland legal Wetten anbieten. Eine .de-Domain allein genügt nicht, ausländische Lizenzen aus Malta oder Curaçao sind rechtlich bedeutungslos. Das Wetten bei nicht gelisteten Anbietern ist illegal.
Wie lässt sich auf der GGL-Whitelist prüfen, ob ein Anbieter eine deutsche Erlaubnis besitzt?
Die offizielle Whitelist ist jederzeit auf der Website der GGL abrufbar. Suchen Sie dort nach der Domain des Anbieters. Ein Eintrag mit Sportwetten-Erlaubnis ist der einzige Nachweis für Legalität. Die Liste zeigt das Datum der Erteilung oder Folgeerlaubnis, aber kein Enddatum – eine Erlaubnis gilt bis zum Widerruf.
Findet 2026 eine Fußball-Europameisterschaft statt, und wann sind die letzte und die nächste Endrunde?
Europameisterschaften finden alle vier Jahre statt, 2026 ist kein Turnierjahr. Die letzte Endrunde war die EM 2024 in Deutschland, die nächste findet 2028 in England, Schottland, Wales und Irland statt. Das Eröffnungsspiel ist am 9. Juni 2028, das Finale am 9. Juli 2028 im Londoner Wembley-Stadion.
Wie hoch ist das monatliche Einzahlungslimit bei lizenzierten Anbietern, und gilt es anbieterübergreifend?
Das gesetzliche Einzahlungslimit liegt bei 1.000 € pro Monat, anbieterübergreifend überwacht durch die LUGAS-Limitdatei. Wer mehr einzahlen möchte, muss seine wirtschaftliche Leistungsfähigkeit nachweisen. Eine Erhöhung auf bis zu 10.000 € ist nur nach strenger Prüfung möglich. Senkungen des Limits treten sofort in Kraft, Erhöhungen erst nach sieben Tagen.
Wie berechnet sich die Auszahlung einer Turnierwette aus Einsatz und Quote, und wie der Steuereffekt?
Die Auszahlung einer gewonnenen Einzelwette ist Einsatz × Quote. Die Sportwettensteuer von 5,3 % auf den Nettosteuerbetrag (rund 5,03 % auf den Bruttoeinsatz) wird vom Veranstalter geschuldet und kann vom Anbieter an den Spieler weitergegeben werden, abhängig von dessen AGB. Auf eine Wette zu Quote 2,10 mit 100 € Einsatz bedeutet das: 210 € brutto, abzüglich rund 11 € Wettsteuer (bei Weitergabe), ausgezahlt rund 199 €.
Warum kann keine Quote den Turniersieger sicher vorhersagen, und was sagt sie über die Chancen?
Eine Quote ist eine Wahrscheinlichkeitsschätzung des Marktes, keine Wahrscheinlichkeit. Eine Quote von 1,50 entspricht einer implizierten Wahrscheinlichkeit von 1 ÷ 1,50 = 66,7 %, aber 66 % heißt nicht sicher. Bei 66 % gewinnt das Team zwei von drei solchen Spielen, eines geht verloren. Außerdem enthält jede Quote eine Marge: Bei einem Drei-Wege-Markt addieren sich die implizierten Wahrscheinlichkeiten zu über 100 %, der Aufschlag ist die Marge des Anbieters. Wer die Quote liest, liest Markteinschätzung plus Marge, kein Ergebnis.
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Inhalt erstellt vom Team «Wettanbieter mit Klarna»